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 PfWB Butter-schwamm (Bd. 1, Sp. 1415)   PfWB Schwamm (Bd. 5, Sp. 1543)   PfWB Zunder-schwamm (Bd. 6, Sp. 1680) 
  -schwamm m.:
1. 'Butterpilz (Boletus badius?)', Butterschwamm [ KU-Dittw RO-Börrstdt Drehthhf Höring PS-Schopp]. —
2. 'Gelbling (Cantharellus cibarius)', Budderschwämmche [KL-Ottbg u. Umg. (Wilde 192)]. Syn. s. PfWB Pfifferling. — Südhess. I 1265; RhWB Rhein. I 1183. —

 

   Schwamm m.:
1.
a. 'Pilz', allgemeine Bez., Schwamm (wam, wḁm) [mancherorts ges. Pf, Lambert Penns 147 Krämer Gal 194], wird heute zusehends von Pilz ersetzt, Pl. Schwämm (węm, wem) [mancherorts, Wilde 192]; Dim. Sg. Schwämmche [WPf NOPf], Schwämmel, Schwämmelche [mittl. und südl. VPf O-PS], Pl. Schwämmcher, Schwämmercher [WPf NOPf], Schwämmelcher, Schwämmlich, Schwämmle [mancherorts VPf O-PS]; Zs.: PfWB Birken-, PfWB Pulver-, PfWB Butter-, PfWB Dotter-, PfWB Eier-, PfWB Eß-, PfWB Feuer- 1, PfWB Fliegen-, PfWB Frauen-, PfWB Geiß(en)-, PfWB Gelb-, PfWB Gift-, PfWB Haus-, PfWB Holz-, PfWB Kuh-, PfWB Mist-, PfWB Mücken-, PfWB Rauch-, PfWB Schirm(en)-, PfWB Schwefel-, PfWB Zunderschwamm; gäle Schwämmcher 'Gelbling (Cantharellus cibarius)' [PS-Burgalb und Umg. (Wilde 192)]. Ich geh Schwämm suche [ Gal-Debolowka]. Der hat Schwämm geß, ich glaab es ware gifdiche debei, er hat alles erausgebroch [ KL-Reichb]. De Herbscht, der alte Dermel, der / ... / laaft aus'm Wald im rote Frack, / un wo er war, stehn bunte Schwämm [Kraus Gutsjer 49]. »Die Trauben sind gewachsen, wie man im Sprichwort sagt, wie die Schwammen« [Franz 106]. BR.: Wann uff de Mischt klääne Schwämm sinn, gebbt's Reen [ KU-Diedk]; vgl. PfWB Mistschwamm. a. 1577: Weiter so jhemands gifftige oder vnbereite Schwem(m) hett gessen, das er dauon ersticke(n) will, oder ein bauch grim(m)en gewu(e)nne, der neme Agaricum eins quinte(n) schwa(e)r zerstossen, mit Wein oder der obgemelten Pillulen, er

[Bd. 5, Sp. 1544]
geneußt ohn schaden [Bock Kreutterbuch 332v]. —
b. 'Pilzerkrankung des Rebstocks' [ FR-Albsh]. —
c. 'Pilzerkrankung der Mundschleimhaut bei Kindern', Schwämmchen [Heeger Vhk. 54]. —
d. vgl. Gliederschwamm. —
2. 'Schwamm zum Wischen der Schultafel, Schwamm zur Körperpflege' [verbr., Lambert Penns 147 Krämer Gal 194]. De Sch. naß mache [Kaislt]. Die Dafel hot e truckene Sch. un e nasser [RO-Sippf]. De Sch. geht ausenanner 'Der Schwamm quillt auf' (wenn er sich mit Wasser vollsaugt) [ KL-Stelzbg]. RA.: Sch. driwwer! 'Reden wir nicht mehr davon! Vergessen wir es!' [ KU-Schmittw/O]. Punktum un Sch. driwwer!, dass. [ KB-Kriegsf]. Rätsel vom Hahn: Vorne wie e Kamm, / in de Midd wie e Sch. / hinne wie e Sichel - / jetzt root, mei(n) liewer Michel! [Hebel 120]. —
3. 'die Brause der Gießkanne' [ NW-Bobh]; Syn. s. PfWB Zotte. —
4. 'Zunder' [ KU-Bedb]; vgl. PfWB Schnakenzunder. —
5. 'Muttermal', nur Dim. Schwämmche [ZW-Stamb]; vgl. PfWB Blutschwamm. —
6. 'Wiese', Schwamm [Lambert Penns 147 Penns-DeitschEck 15. 3. 1941], Schwomm [PSA 80]. — Südhess. V 866/67; RhWB Rhein. VII 1997/98; LothWB Lothr. 471 Schwamp; ElsWB Els. II 525; DWA 11, 7.

 

  -schwamm m.: 'der Pilz (Polyporus fomentarius), der getrocknet als Zunder verwendet wird', -schwamm [KU-Bedb, Wilde 194]. RhWB Rhein. IX 869.