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| PfWB buttern (Bd. 1, Sp. 1411) | PfWB plotzen (Bd. 1, Sp. 1027) | |||||||||||||||||||||||||||
1. 'Butter machen', buttere (budərə) [verbr. bes. BZ]. Ich kann viel b. [ LU-Alsh]. SprW.: Wer gut futtert, der gut buttert [LA-Impfl, Land KU-Schmittw/O]. Die Buttergewinnung in bäuerlichen Betrieben: Der sauere Rahm wurde im Butterfaß gestoßen oder in der Butterleier geschlagen. Nachdem er zuzammengegangen war, goß man die Buttermilch ab und spülte den Butterklumpen mit Wasser, knetete ihn auf dem Butternarten oder in einer Schüssel, wodurch er von Flüssigkeit frei wurde, gab ihm durch Plotzen (s. PfWB plotzen 2 b) eine länglichrunde Form und verzierte ihn mit einem nassen Löffel oder mit dem Butterkränzler. — 2. a. 'Butter werden'. SprW.: Wann's net buttere will, buttert's net [PS-Saalstdt, Fogel Prov. Penns Nr. 199]. Volksgl.: Wammer am Butterdrehe is un er will net zammegehn, soll mer sage: Butter, Butter, butter dich, 's is ken ärgeri Hex wie ich [Fogel Beliefs Penns Nr. 849, ähnlich Gal-Bagbg]. Eine Var. zu diesem Zauberspruch s. bei PfWB Butter 1; vgl. auch HwbAbergl. I 1727 ff. — b. 'viel Butter geben', von der guten Milchkuh. Die Kühe butterten besser, der Stubenboden war wie geleckt und geschleckt und der Garten ein wahrer Staat [JKurpf. 1934, S. 45]. — 3. 'reichen Gewinn erbringen'. Do hat's gebuttert [ KU-Trahw]. Das hat gebuttert [Kaislt]. — Südhess. I 1264; RhWB Rhein. I 1184/85; ElsWB Els. II 119; Bad. I 387.
| 1. intrans. a. 'mit dumpfem Geräusch hart auffallen', bes. von Früchten, plotze (blǫdsə) [hauptsächl. mittl. u. südl. WPf sowie Westteil der südl. VPf, seltener im Nordteil der VPf, vereinzelt auch in anderen Teilen der Pfalz]; vgl. PfWB plumpsen. Die Äppel p. vum Bääm uf de Borre (Boden) [ PS-Erfw]. Zs. PfWB ane-, PfWB herunter-, PfWB hin-, PfWB hinein-, PfWB verplotzen. Syn. s. PfWB kotteln. Er isch geplotzt 'schwer hingefallen' [ ZW-Ixh, KU-Jul], vum Bääm geplotzt [ LA-Venn]. RA.: Dem is es Herz in d' Hosse geplotzt, scherzh. für 'Der hat keinen Mut mehr' [ BZ-Billh Stein]. — b. 'schwerfällig gehen'. Der plotzt do [ GH-Leimh]. — c. 'stark (Tabak) rauchen', eigentl. 'stoßweise rauchen', s. unten 2 d. Er plotzt vun morgens bis owends [KU-Schmittw/O, allg. (Wilde 238)]. Du plotzscht jo aus deim Glowe, wie wann e armer Mann backt [NPfGV 1934 Nr. 8]. Ein weiteres Beispiel s. bei PfWB birken. — 2. trans. a. de Appel plotze 'weich klopfen' [LA-Impfl Don Tscherwk [Bd. 1, Sp. 1028] verbr. Gal]; geplotzte Äppel [KU-Schmittw/O KB-Bischh PfId. 23 Kühn Hamet 128]. Hierher gehört auch: sich plotze 'sich beim Fallen verletzen' [Kus]. — b. de Butter plotze 'die im Butterfaß geschlagene Butter auf einem flachen Teller hochwerfen und auffangen, um die Wasserreste zu entfernen' [verbr. Gal]. — c. 'prügeln' [Journal 1787, 7.-12. St., 214]. — d. 'rauchen', vgl. oben 1 c; die Peif plotze [ KU-Kaulb Kreimb ZW-O'hs RO-Messbhf]. Er plotzt sei Glowe, sei Gips, sei Gipsel [Krieger 44]. Der Petter is vornher getäppelt un plotzt sein A B-Reiter-Kraut [Kühn Hamet 12]; vgl. AB1. — Das Wort gehört zum Schallwort plotz, vgl. DWB DWb. VII 1936. — Südhess. I 954; RhWB Rhein. I 814/15; Saarbr. 31; LothWB Lothr. 53; ElsWB Els. II 176; Bad. I 268.
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