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| PfWB bumperdi (Bd. 1, Sp. 1348) | PfWB Bumper-nickel (Bd. 1, Sp. 1349) | |||||||||||||||||||||||||||
| 1. Brotart, hart und schwarz, bes. vom Soldatenbrot; fescht wie Bumbernickel [Schandein Sprachsch. 8]. Lobt der Preuß sei(n) Pumbernickel un der Schwob sei(n) Hutzelbrot: Wann als ich mei(n) Bretzel wickel, hot's uff dere Welt kä(n) Not [Kühn Palz 74]. — 2. 'Bonbon' [ KU-Etschbg]; vgl. PfWB Bumper 4 b. — 3. 'dicke, plumpe Person', bes. 'dickes Kind', Bumbernickel, Scheltwort [ KB-Dannfs]; vgl. PfWB Bumper 3 a. Das bei Bock 1 beschriebene Kinderspiel wird von den Worten begleitet: Bumbernickel, Scherenickel, wieviel Finger stehn? [Schandein Sprachsch. 8]; in Don-Torscha lautete der Reim: Pumpernickelche, Hoor am Strickelche, wieviel Herner streckt de Bock? [Steinmetz]. — 4. den P. singen in dem SprW.: Wu's More esch 'Wo es Mode, Brauch ist', singt mer de Bumbernickel in de Kerich (Kirche) [ BZ-Dernb, KU-Bechb Patb]. L. Grünenwald (PfMus. 1892 S. 44 ff.) sieht in singt lat. signat, das dem Verbum 'segnen' zugrundeliegt. Zur Erklärung des SprW. weist G. auf einen alten Kirchenbrauch hin. Früher brachte man zu den Totenmessen Brot in die Kirche, um es dort segnen zu lassen und anschließend an die anwesenden Kirchgänger zu verteilen. Nicht jeder Spender war aber in der Lage, das teuere Weißbrot zu beschaffen; man mußte sich in solchen Fällen mit Schwarzbrot begnügen. Schwarzbrot wurde in ärmeren Gegenden zur Mode, die das Unschickliche entschuldigte. Der Bedeutungswandel von segnet zu singt läßt sich aus der Lautähnlichkeit in der Mundart (snd - seŋd) gut erklären. — Südhess. I 1225; RhWB Rhein. VI 1198; ElsWB Els. II 49; Bad. I 368/69.
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