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| PfWB pumfen (Bd. 1, Sp. 1344) | PfWB pumpen (Bd. 1, Sp. 1347) | PfWB Lump (Bd. 4, Sp. 1060) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. eine Flüssigkeit p., wie schd., bumbe (bumbə) [fast allg.], bombe [verbr. lothr. SWPf], pumfe [GH-Bellh (1930)]. Zs. PfWB aus-, PfWB hineinpumpen. Ein Fingerspiel für Kinder wird von folgenden Worten begleitet: Zwää Mädcher wollen Wasser hole (dabei bewegen sich beide Zeigefinger der gefalteten Hände), un zwää Buwe bumbe (die Daumen bewegen sich); do guckt der Herr zum Dor eraus un saat: Gun Dag, ehr Lumbe (es bewegt sich nur ein Zeigefinger) [ KL-Weilb, ähnlich KU-Diedk KL-Hütschhs]. — b. einen p. 'einen trinken'. Mer bumbe enner [ BZ-Wind]; vgl. PfWB bumpsen 3. Syn. [Bd. 1, Sp. 1348] s. PfWB trinken. — 2. a. Luft p. in der Zs. PfWB aufpumpen. — b. 'atmen'. Der bumbt awwer, wer schwer atmet [verbr.]. Die Kuh bumbt [ LA-Herxhwey Roschb GH-Hatzbühl Leimh]. De Maaikäwwer bumbt 'bewegt vor dem Flug, gleichsam atmend, den Kopf vor und zurück' [Kaislt, verbr.]. Syn. s. PfWB schnaufen. — 3. 'verleihen, entleihen', von Geld, seltener von Gegenständen. Kannscht mer e Mark bumbe ? Gewiß, ich bump der se gern [LU-Neuhf, allg., bei älteren Auslandspfälzern kaum gebräuchlich]; vgl. PfWB borgen. Syn. s. PfWB lehnen. Zs. PfWB anpumpen1. RA.: Do kennt jeder kumme un kennt saache: bump mer emol dei Fraa! [Land]. VR.: O ihr arme Wackeklopper, o ihr arme Lumpe! Wanner 's Geld versoffe han, gehn ehr wieder pumpe [Feierowend Nr. 5/1950]. — Südhess. I 1224; RhWB Rhein. VI 1195/96; LothWB Lothr. 72; ElsWB Els. II 49; Bad. I 368.
| 1. a. 'heruntergekommener, nachlässiger, unordentlicher Mensch', Lump (lumb) [mancherorts, Christmann Kaulb 61 Höh 81, 151 Mang 109]; Pl. -e; Dim. Limbel [ KU-Schmittw/O], Limpl [ BZ-Albw]; vgl. PfWB Lumpenkrämer 2, PfWB Lumpes 1 a. — b. 'Trunkenbold, Säufer' [mancherorts, Höh 124 Don-Torscha]; vgl. PfWB Lumpes 1 c; Zs.: PfWB Branntwein-, PfWB Schnapslump; Syn. s. PfWB Säufer; e versoffener L. [ BZ-Albw]. Er esch än stiller L. 'ein heimlicher Säufer' [ LA-Nd'hochstdt]. Mereme (mit einem) L. is nix oonsefange [ KU-Schmittw/O]. VR.: O ihr arme Wackeklopper / o ihr arme Lumpe! / Wanner 's Geld versoffe han, / gehn ehr wieder pumpe [Feierowend 5/1950 1]. RA.: Du kriegscht emol en L., sagt man scherzhaft zu einem Mädchen, das sich beim Arbeiten mit Wasser die Schürze naß macht [ LA-Nd'hochstdt]. Do kennsche e Kind krie'e vun Lumbe! Ausruf der Verärgerung, des Unwillens [ KB-Bischh]. Dem Limbel 's Stimbel (den Rest des Flascheninhalts), sagt man beim Einschenken [BZ-Dernb, KU-Schmittw/O Wilde 236]. SprW.: Junge Wert (Wirte) gebt alde Lumbe [ KL-Reichb]. — c. 'schlechter, gemeiner, nichtsnutziger Mensch', auch Schimpfw. [verbr., Otterstetter 255 Lambert Penns 101 Krämer Gal 144]; vgl. PfWB Gauner, PfWB Lumpazi 1, PfWB Lumpenhund, -kerl, -sack 2, -strick, -teufel, PfWB Lumpes 2; Zs.: PfWB Erz-, PfWB Gemeinelump. So e schoofler L. [Krieger 45]. Das esch en ausgebäänder (ausgebeinter) L. [ LA-Nd'hochstdt]. Se hot'n Liener, Lump un alles sesammegehaaß (geheißen) [ KU-Kaulb Kreimb]. L waar en L. un den bloge die Leis, aus einem Gedicht über die Buchstaben [Birmelin Penns Gezw. 34]. RA.: Er is e L., wo'n 's Hemd anrihrt (berührt) [KL-Landstl]. Er hot ne stehn geloß, wie e L. sei Braut [Don (Steinmetz)]. Neckvers: Luschdich esch die Eisebahn / lauter Lumbe schaffen dran [ BZ-Dernb]. Einen VR. zu einem Fingerspiel s. PfWB pumpen. — 2. Hundename [ KU-Wolfst RO-Ebbg [Bd. 4, Sp. 1061] KL-Alsbn KB-Dreis LA-Nd'hochstdt Wollmh]. — 3. Pl. Neckname für die Bewohner von GH-Rülzh, Lumbe [Umg. v. GH-Rülzh]; vgl. Papier-, PfWB Kreuzlumpen, PfWB Lumpenhändler 2, -kor 3, -pack 3, -sack 3, -sammler 3, -zeug 3. — Südhess. IV 429 ff; Rhein. V 605 ff.; LothWB Lothr. 345; ElsWB Els. I 589.
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