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 PfWB brunzen (Bd. 1, Sp. 1295)   ElsWB verbrunzeⁿ (Bd. 2, Sp. 195b) 
   brunzen schw.: 'harnen', von Mensch und Tier, feiner als seichen, jedoch derber als PfWB pissen, brunze (brundsə, brunsə) [allg.], bronze [ KU-Frohnf HB-Walshs ZW-Maßw Don-Lenauh], brounse [ KU-Gumbsw IB-Rohrb]. RA.: Er kann nemme (nicht mehr) brunse 'hat kein Geld mehr' [ PS-H'einöd]. Dem geheert ins Ohr gebrunzt, daß'm 's Hern roscht (Hirn rostet) [ SP-Harths]. So houch wie der kann ich aach brunse 'Was der kann, kann ich auch' [ GH-Zeisk]. Dere (dieser Frau) kummt's wie're alde Kuh 's Brunse [ PS-Simt]. Der will e aldi Gääß brunze lerne! [Zweibr]. Von den durch die Sonne gebräunten und deshalb besonders süßen Weinbeeren sagt man: Iwwer die hän die Hase gebrunzt [Wilde 246]. Dem seinen Hühnerstall öffnenden Nachbarn ruft man zu: Loß die Hinkel brunze! [ ZW-Bechhf]. Fragespiel: Gehschde mit am viere (um 4 Uhr)?Ei wohin dann?Unser Kätzche brunse fiehre! [ KB-Kriegsf PS-Busbg]. E Kind soll nore alle siwe Johr rede, wann die Gäns brunse [Don (Steinmetz)]. Der dut gere (gern) mit de grouße Hund brunse 'prahlt gern' [ LA-Nd'hochstdt]; vgl. die RA. bei Bein (Sp. 670/1). Die RA. uf die Pann b. s. bei PfWB Pfanne (Sp. 793/6). Der zackert so grad wie e Ochs brunzt 'zieht krumme Furchen' [KB-Bischh, verbr., auch Gal]. Der redt wie e Sau brunzt: eriwwer un eniwwer [ ZW-Schmitshs]. Wer Trunkenheit vortäuschen möchte, hot 'n Bierbrauersgaul brunze sehe [ LU-Friesh]. Volksgl.: Wammer Peterli (Petersilie) planzt, wachst er net, mitaus (engl. without, hier: es sei denn) mer brunst eerscht ins Loch [Fogel Beliefs Penns Nr. 1010]. Wann em en Imm stecht, nemmt mer 'n Schiwwel Lette (Lehmklumpen), brunst druf, macht en meh oder wenicher dinn un hebt (hält) en noch uf der Stich; sell ziegt 's Gift raus [ebd., Nr. 1537]. Mer kann eens ins Bett brunse mache, wammer'm die Händ in warm Wasser legt [ebd., Nr. 1923]. — Zs. PfWB an-, PfWB davon-, PfWB fort-, PfWB hinaus-, PfWB verbrunzen. Syn. s. PfWB pissen. — Zu PfWB Brunnen. — Südhess I 1177/78; RhWB Rhein. I 1051; Saarbr. 39; LothWB Lothr. 68; ElsWB Els. II 195; Bad. I 349.

 

 verbrunzeⁿ verpissen allg. Wegen der Ausspr. [fərpryntsə] werden die Bewohner von Gimbr. Mittelhsn. u. Umgegend mit dem Sätzchen geneckt [Ynsər Khint hèt t ʿStrimpf fərpryntst].