-fest n.: 'Fest der Brunnenkrönung'. In KB-Einsth wurden am Pfingstsamstag die Ortsbrunnen von Kindern und jungen Burschen, ehemals auch von Erwachsenen, mit Blumen, Bändern, Fähnchen und Weidenzweigen geschmückt. Zu der Ausschmückung gehörte auch ein Kranz aus Efeu und Buchs, auf dem sich ein Spruch befand. Die Bewohner der einzelnen Dorfteile (Ober- und Untergässer) wetteiferten miteinander im Schmücken ihres Brunnens, denn am ersten Feiertag entschieden die Beschauer, welcher Brunnen am schönsten geschmückt [Bd. 1, Sp. 1291] war [E. Christmann in: HV 1930, S. 254]. Im Nachbardorf KB-Zell wurde das B. bis nach 1860 begangen. Hier gab es eine um den Brunnen geschlungene Kette aus ausgeblasenen Eiern [ebd., S. 255]. RhWB Rhein. I 1051. — | | PfWB LothWB RhWB Samstag, Samstig [Sàmtâk Bühl Ndrröd.; Sàmt Barr; Sàmtâ Str. Ingw. Betschd.; Sòmtâ Wh.; Sàmti Damb. K. Z. Hag. Rothb.; Samtik M. Mark.; Sàmtik Mü. Su. Dü. Co. Henry] Samstag, Sonnabend. Rda. Am e S. dörf s nit rëjⁿeⁿ, ass s Bëttlmaidle s Hëmb kaⁿⁿ trückleⁿ Dü. Var. Am Samsti Noʰmittau soll d Sunn schineⁿ, ass d Bëttllüt d Hëmder an deⁿ Heckeⁿ könneⁿ truckⁿeⁿ K. Z. ‘welche Magd des Samstags jhre Kunkel nit abspinnet, dieselbe Fäden bleichen sich nimmer weiss’ Mosch. in Als. 1851, 100; Als. 1852, 126. — Basel 249. Bayer. 2, 282. |
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