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| PfWB Brunnen (Bd. 1, Sp. 1289) | PfWB Saum-brunnen (Bd. 5, Sp. 805) | ||||||
1. a. 'natürliche Quelle, auch in gefaßter Form', vgl. PfWB Quelle. Zs. PfWB Lauf-, März-, Röhrenbrunnen. Do kummt än Brunne raus [ PS-Erfw], e Brinnche [verbr. WPf NPf], e Brinnelche [verbr. nördl. NPf], Brinn(e)l [verbr. VPf], Brinnle [ LU-Rh'gönh GH-Scheibhdt]; de klään Brunne, de grouß B. [ BZ-Dernb]; de gure B. 'Rohrbrunnenanlage mit schwefelhaltigem Wasser' [ NW-Freinsh]. De Brunne laaft [KU-Aschb, verbr.]. Die Naas laaft'm wie e Brinnelche [ RO-Obd Rockhs]. Kleine Kinder macht man glauben, sie seien aus dem Brunne (Brinnche, Brinnelche, Brinnel) geholt worden, wobei meist eine bekannte Quelle, mancherorts ein künstlicher Brunnen im oder beim Ort gemeint ist; vgl. PfWB Amme, PfWB Puppelchens-, Puppen-, PfWB Kindelsbrunnen, PfWB Frauenbrünnlein. Aus einem Kindergebet: Gottes Brinnel hot Wasser die Fille (Fülle) [ LU-Böhl, BZ-Dierb]. — b. 'nasse Stelle in der Wiese', Brinnche [ IB-Hass KU-Heinzhs]. Zs. PfWB Gallen-, PfWB Hotzelbrunnen. — c. 'Urinlache'; en Brinnel mache [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Bach 4. — 2. 'künstlich angelegter Brunnen', vgl. PfWB Born; e Brunne (Bronne) grawe [verbr., auch Gal]; de B. butze 'reinigen' [verbr.]; in de B. springe, in selbstmörderischer Absicht [ KU-Schmittw/O NW-Weish/S Gal-Dornf]. Zs. PfWB Pump-, PfWB Dorf-, Gemeinde-, PfWB Orts-, Schwengel-, PfWB Ziehbrunnen. SprW.: Jeder Brunne scheppt sich emol leer [Krieger 63, verbr.]. Kleene Brunne sin ball leer [PennsDeitschEck 17. 9. 1935]. De B. werd zugedeckt, wann 's Kalb versoffe is [NW-Hardbg u. Umg.]; Var. s. bei PfWB Pfuhlloch. WR.: Wann de B. schwitzt, gibt's Reche (Regen) [ LU-Böhl, ZW-Käshf]; vgl. die Var. bei Pumpe 1 b. VR.: Das Mädel geht an de Brunne, hat e Kind gefunne. Wie soll's heißen? Böckel oder Geißel. Wer soll's heben? Die Mad aus'm Löwe. Wer soll die Windeln waschen? 's Mädel aus der Klappertasche [Kaislt]. Weitere KR. s. PfWB ausziehen 1 a, PfWB plumpsen, PfWB Roß, PfWB troß. Volksgl.: Eine Wöchnerin darf erst 6 Wochen nach der Entbindung zum B. gehen, sonst wachsen rote Würmer darin [Journal 1790, 8. St., S. 142-44]. a. 1507: ein bronnen im Dorf zu Alsenczbruck vf ihren costen graben vnd vfrichten sollen [PfWeist. I 24 (RO-Alsbr)]. a. 1515: vor eyn bast seyl uber den bronnen im vih hoff [GgHospR]. a. 1634: einen Aymer zum bronnen zu machen [WerschwSchR, Bl. 98]. — [Bd. 1, Sp. 1290] 3. Grundw. in zahlreichen FlN; s. PfWB Allmend-, PfWB Pfingst-, PfWB Plätsch-, PfWB Tafels-, PfWB Teufels-, Geißels-, PfWB Gold-, PfWB Grieß-, PfWB Hunger-, PfWB Juden-, Jungfer-, PfWB Kessel-, PfWB Klingel-, PfWB Kranken-, PfWB Mai-, PfWB Meisen-, PfWB Oster-, PfWB Queck-, PfWB Quellen-, PfWB Spiegel-, PfWB Weedenbrunnen, PfWB Hasen-, Rös-, PfWB Sternbrünnchen, Bettel-, Eier-, Käse-, PfWB Saum-, PfWB Schäferbrünnlein. — F.: fast allg. brunə; bronə in NWPf Don-Lenauh; brounə in KU-Wahnwg WD-Ostbr PS-Herschbg; burə (neben brunə) in IB-Bliesmg/Bolch. In den histor. Belegen bis 1772 fast allg.: bronne(n). Zum Komplex Born/Brunnen s. die Ausführungen bei Born (Sp. 1108/22 ff.). — Südhess. I 1175; RhWB Rhein. I 1050; LothWB Lothr. 68; ElsWB Els. II 191; Bad. I 346/47.
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