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 PfWB Bräunsel (Bd. 1, Sp. 1171)   PfWB bräunen (Bd. 1, Sp. 1170) 
  Bräunsel n.: 'Flüssigkeit zum Bräunen des Kuchens', aus Ei, Milch, Sahne, Brainsel [KU-Dietschw verbr. SOPf (Nachlaß Heeger)]; vgl. PfWB bräunen 1. — Bildung mit -sel wie PfWB Füllsel, PfWB Häcksel. — Bad. I 311.

 

   bräunen schw.:
1. Kuche braine 'Kuchen beim Backen mit Ei (Butter, Milch) bestreichen', damit er an Bräune gewinnt und glänzend wird [NW-Kallstdt, verbr.]; mit'm Bensel (Pinsel) b. [WD-Niedkch, verbr.]; vgl. PfWB abglänzen, PfWB anfeuchten, PfWB pinseln, PfWB bräuneln, PfWB Bräunpinsel. Das Brot wird mit Wasser gebraint, wobei das Bräunen vor dem Einschießen und nach dem Herausholen der Brotlaibe vorgenommen wird. —
2. Mehl braine 'in Fett rösten', um die Einbrenne für Suppen und Gemüse zu gewinnen [ KU-Kaulb BZ-Dierb Albw GH-Kand]; dafür häufiger PfWB rösten. Eine Suppe, der man gebraintes Mehl zusetzt, heißt gebraindi Mehlsupp [ BZ-Albw]; vgl. Braunmehl-, PfWB Brennsuppe, PfWB brennen II 4e. —
3. Gerscht braine 'Gerstenkörner rösten', um sie als Kaffee-Ersatz zu verwenden [ LA-Nußd, Gal-Dornf Obl]; vgl. PfWB Malzkaffee. — F.: vorherrschend brainə; südl. VPf vielerorts brāinə; mittl. u. nördl. VPf manchersort broinə. Südhess. I 1081; RhWB Rhein. I 932; Bad. I 311.