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| PfWB braten (Bd. 1, Sp. 1162) | PfWB Herbst (Bd. 3, Sp. 845) | |||||||||||||||||||||||||||
1. trans. a. wie schd., Fleisch, Wurst, Äpfel, Kartoffeln usw. b., brode, broðe, brore, brole, s. F. [allg.]; vgl. PfWB an-, PfWB aus-, PfWB verbraten. Mer brode e Gans (e Hahn) [ LA-Gommh, allg.]. Heit gebt's gebrole Flääsch [KU-Bedb, verbr.], gebroreni Worscht [GH-Kand, verbr.]. De Krank eßt gern e gebrode Daibche (Täubchen) [Frankth, verbr.]. Die Holzmacher essen im Wald gebrorene Grumbeere 'Kartoffeln, die (ungeschält) in heißer Asche gebraten werden' [ PS-Erfw]; ähnlich die Hütejungen in Gal. Ich eß die gebrotniche Grumbeere gere [ Don-Werb]. Er is so rot wie'n gebrorener Krebs [ NW-Kallstdt]. RA.: Dem is alles net gebrot 'nicht recht' [KU-Trahw, verbr. WPf [Bd. 1, Sp. 1163] Gal]. Was is der (dir) dann net gebrot? [verbr. Don Gal Buch]. Na, es der's ball gebrot? [RO-Dielkch, verbr.]. Du kriegscht e Extrawerschdel (Extrawürstchen) gebrode [mittl. VPf, verbr.]. Der glaabt, ihm flieche die gebrodene Dauwe ins Maul 'ihm würden alle Wünsche erfüllt' [ LU-Altr, allg.]. Dem han ich die Knackwerscht gebrot 'Den habe ich verhauen' [ KL-Wörsb]. Die isch net zum Siere (sieden) un net zum Brore 'sie taugt zu nichts' [ LU-Böhl]. Volksgl.: Wann Kinner ins Bett pisse, gebt mer 'ne en gebrotni Maus zu esse [Fogel Beliefs Penns Nr. 1483]; Ähnliches s. bei PfWB Bett 1 a, Sp. 751/24. Auszehring fihrt zum frihe Tod; do gewwich (gebe ich) dir en guder Rot: Du brotscht emol en Rasselschlang 'Klapperschlange' un geb's em Kranke, sei net bang! [Birmelin Penns Gezw. 67]. In dem VR. Saft, Saft, Seire (s. PfWB Saft) heißt es am Schluß der Var. aus Pirmas: Was dust de (tust du) mit de Vö'elcher (Vögelchen)? Brore, brore, mein Hubertche 'Weidenpfeife' soll gut ausgerore [Wilde 257]; s. auch PfWB Fisch, PfWB Nadel. a. 1521: fleysch zu sieden vnd zu broden [GgHospR]. a. 1532: gebrates vnnd zweyerley wißbrott [PfWeist. I 262 (KB-Dreis)], das volle Zitat s. bei PfWB Pfeffer 2. — b. Fett b. 'auslassen' [ PS-Fehrb]. — c. Die Sunn brot die Trauwe 'Die Septembersonne gibt den Trauben den feinen Duft und Geschmack' [KB-Zell, verbr.]. BR.: Im Juli muß brore, was im Herbscht soll gerore (geraten) [ RO-Als]. Was de Juli un de Auguscht net kochen, kann de September net brore [ LU-Alsh]. Was im Herbscht soll gerode, muß der Summer brode [verbr. Don Gal Buch]. Weitere BR s. bei PfWB August2. — 2. intrans. Die Gans ('s Flaasch) brot em Hawe 'Topf' (in de Pann) [ KB-Kriegsf, allg.]. Do esch e Hitz, daß mer brot [ BZ-Gossw]. — F.: Fast durchweg brōrə; brourə südl. Land; brōdə in einzelnen Orten der mittl. VPf Frankth Kaislt Pirmas Südwestecke der Pfalz; brōðe KU-Kaulb (ältere Gener.) Gal-Dornf Josbg; brōlə KU-Bedb. Das Part. Perf. in der WPf (einschl. NPf): gəbrōd; VPf gəbrōdə bzw. gəbrōrə (-ou-); vgl. K. 1 Linie gebroch/gebroche; die Verbreitung des intervokalischen -d- bzw. -r- etwa wie beim Inf. — Südhess. I 1073/74; RhWB Rhein. I 917/18; LothWB Lothr. 66; ElsWB Els. II 201; Bad. I 308/09.
| 1. 'die Jahreszeit H.', Herbscht (härbd, häÄbd) [verbr., auch Penns Don Gal Buch Rußl], (hǟrbd) [ KU-Rothsbg NW-Iggb BZ-Nd'horb], Herbsch [ GH-Kuhdt], Hebscht (-ä-) [mancherorts WPf], Härribscht [Lambert Penns 75], Heerebscht [Buffington Penns Var. 224/24], Harbscht [mancherorts südl. VPf PS-Schönau Hirschth Bruchw RO-Rehborn], Harebscht [PSA 71]; vgl. PfWB Spätjahr. Zs.: PfWB Früh-, PfWB Spätherbst. Das is e schääner (e nasser, e kalder) H. [verbr.]. 's is grad wie im H. [ KL-Reichb]. Im H. loßt mer die Dumme Haschpelschmeer hole [ FR-Gr'niedh]. BR.: Viel Newwel im H., viel Schnee im Winder [ RO-Als]; eine andere BR. s. PfWB braten 1 c. Einen VR. s. PfWB Ernte 1 a. — 2. 'Ernte im H.'. a. α. 'Traubenlese' [allg. in Weinbaugebieten]; vgl. PfWB Traubenherbst. Zs.: PfWB Portugieser-, PfWB Vor-, PfWB Haupt-, Malinger-, PfWB Rot-, PfWB Weiß-, PfWB Weinherbst. Ich geh in de H. [verbr.]. RA.: Die is gebutzt wie 's Kättel im H., von einer mit schlampiger Kleidung [Bergz], wie 's Gretel im H. [ KU-Brück]. SprW.: Wer sich scheit vor Dreck un Speck, der bleib aus'm H. eweg [LA-Impfl]. a. 1514: Item 10 ß 8 Pfg. ist uff den hirbst gangen zu spier vnd berghußen zu lesen [GgHospR]. — β. 'Ertrag der Weinlese'; e guder (e schlechder) H. [verbr.]; e voller H. 'guter Weinertrag' [ LU-Fußgh]; e halwer H. (nur der halbe Ertrag) [ KB-Zell]. Wann aach noch de H. mißlingt, noot kimmer barfuß lääfe [Keiler 9]. Zs.: PfWB Drittel-, Viertelherbst. RA.: Er isch em Aarsch wie de Bellemer H. (der vom Hagel vernichtet worden war), von einem bankrotten Unternehmer [ LA-Gommh]. a. 1578: als sie den herbst daselbst eingethan [WerschwSchR]. a. 1632: Es haben die Räben frostschaden gelitten, daß gantz vnd gar kein herbst gemacht [ebd.]. — b. 'Ernte anderer Früchte' in PfWB Dickwurzel-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Kartoffel-, PfWB Rübenherbst. — Südhess. III 308/09; RhWB Rhein. III 541/ 42; LothWB Lothr. 238; ElsWB Els. I 371; Bad. II 629.
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