-butelle f.: 'Schnapsflasche', Brannteweinsbudell [ WD-Niedkch]. Südhess. I 1068. — | | Butelle f.: 'Flasche', bes. 'Weinflasche', Budell, Bodell, s. F. [fast allg., meistens jedoch nur von Alten gebraucht]. Nach einer Notiz von F. von Bassermann-Jordan war das Wort im Weingeschäft bis 1870 »völlig herrschend«, bis es dann von der Bez. Flasche mehr und mehr verdrängt wurde. Die Galizienpfälzer kannten das Wort nicht. Im Penns ist es in der Form bottel belegt (Lambert Penns 31 u. a.); Buffington sieht hier ein englisches Lehnwort, vgl. Penns DeitschEck vom 11. 7. 1953. Zs. PfWB Branntwein-, PfWB Schnaps-, PfWB Weinbutelle. Jetzt trinken mer noch en Budell [ BZ-Dernb]; 's Kalb mit de Budell ufziehe [ IB-Bliesmg/Bolch]. Allo, se losse werrer e Budell komme [PfId. 175]. Ich bet — un denk: Guck, noch d'r Meß trinkscht heut e gut Budellche! [Claus 9]. VR.: Hoppsa, Bruder, sellscht lewe! Jetz trinken mer noch e Budell. Der alte Wein esch kahnich 'schimmelig', der nei esch net hell [ BZ-Dernb]. a. 1769: Höfische Wörter: Bouteille anstatt Flasche [Hemmern 61]. a. 1793: ein Podell [SSp., v. d. Leyen, Fasz. 100]. — F.: buˈdęl herrscht vor; in neuerer Aussprache oft das umgspr. ˈbudəl; bǫˈdęl belegt für KU-Schmittw/O RO-Lettw; buˈdal in RO-Rehborn BZ-Rechtb GH-Neubg. Die Bewohner von RO-Rehbn neckt man: Die Rieweremer gihn in die Batzebach Klie huhle; do hun se die Struhsaal veluhr un de Rache vegaß un 's Budallche. Ein Neckvers auf die Bewohner von BZ-Rechtb: Rachdebach, Schlaadel (Schleithal im Elsaß), Brurar Budall, die Gaale (Gelben) sin Maadel (Mädel), die Kuh staht im Stall. — Aus frz. bouteille. — Südhess. I 1253; RhWB Rhein. I 1159; LothWB Lothr. 74; ElsWB Els. II 119; Bad. I 383. |
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