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| PfWB Brannt(e)-wein (Bd. 1, Sp. 1156) | PfWB Stink-bock (Bd. 6, Sp. 594) | |||||||||||||||||||||||
[Bd. 1, Sp. 1157] gesetzter B., wird gewonnen, indem man dem gewöhnlichen B. grüne Schalen von Walnüssen, Waldmeister, Heidelbeeren u. ä. zusetzt [ KU-Kaulb]. Zs. Trink-, Franz-, Grundbirnen-, Quetschen-, PfWB Schlehbranntwein. Syn. s. PfWB Schnaps. RA.: De Branntwein schmackt am beschte, wann die Tanne grien sein, d. h. immer [ KU-Diedk]. Früher bekamen die Drescher um 10 Uhr Käsebrot und B.; auch um 4 Uhr gab es Brot und B. [ PS-Erfw]. VR.: O ehr arme Maure (Maurer), wanner kaan Branntewein hän, kenner net maure [ FR-Kindh]. In dem Quackvers aus ZW-Bottb heißt es: Branntewein un Kuche will mer emol versuche, Branntewein un Speck, eher gehmer net vun de Hausdier weg; vgl. hierzu die Var. bei Brot. Das Wort kommt auch vor im Neckvers auf die Bewohner von KL-Alsbn, s. PfWB Alsenborn. Volksgl.: Mer schabt die Fingernägel ab und dut's in Branndewei; wann en Saufloodel sell trinkt, kammer'm 's Saufe abgewehne [Fogel Beliefs Penns Nr. 1315]. a. 1596: 1½ Ohm 2½ Vierttell Druß (Weinhefe) vnd Heffen ... dem alhieigen Bierbrewer gebranten wein darauß zu Brennen [WerschwSchR Bl. 191]. a. 1761: 10 fl. Vom branntenwein brennen [Kurpf., Fasz. 1719]. a. 1787: Ausgaben für Weck u. Brandtenwein [Zweibr I, Akten aus Unkenbach]. — F.: Die F. mit brḁndə- bzw. brandə- sind häufiger als die mit brḁnd- bzw. brand-; zur Verbreitung von -ḁ- bzw. -a- s. PfWB Brand. Die Lautformen des Grundw. s. unter PfWB Wein. — Südhess. I 1067/68; RhWB Rhein. I 910/11; LothWB Lothr. 60; ElsWB Els. II 829; Bad. I 307.
| 1. a. 'eine Wanzenart an den Heidelbeeren, Stinkwanze', -bock [KU-Bedb Beam Penns 97]; Pl. -beck [ NW-Elmst]; vgl. PfWB Stinkpfaffe. — b. 'die blutsaugende Zecke' [ KU-Elschb]; Syn. s. PfWB Heckenbock 1. — 2. a. 'ein übelriechender, schmutziger Mensch', Schimpfw., -bock [mancherorts, Heeger Tiere II 19 Thielen 107 Krämer Gal 207], -buck [Glass Klutzkopp 105]; Syn. s. PfWB Drecksack. Alda St.! Wesch dich! [Glass Klutzkopp 105]. AR.: Rock, Stock, Stinkbock [Rockhs]. — b. 'ein Mensch, der lügt und andere schikaniert, sich ungebührlich benimmt' [ HB-Kirrbg ZW-Battw NW-Frankeck]; Syn. s. PfWB Rüpel 1. — c. 'ein fauler Mensch' [ZW-Battw Glass Klutzkopp 105]; Syn. s. PfWB Tagedieb. — d. 'ein umständlicher, unbeholfener Mensch' [ LU-Opp]; Syn. s. PfWB Tappes 1 a. — e. Kosename für ein kleines Kind, bes. wenn es noch Windeln braucht; mein St.! [Bd. 6, Sp. 595] [ KU-Kaulb LU-Limbghf], Stinkebock [ KL-Weilb]. KR.: Reite, reite Rößche, / droben steht en Schlößche / gucken drei Madame heraus: / die eine wickelt (spinnt) Weide, / die anner spinnt Seide, / die dritte macht (spinnt) en rote Rock, for de liebe (kleene) Stinkebock! [ HB-Höch, LU-Limbghf]; Var. s. PfWB Herrgott 1 a, PfWB Madam 1 a, PfWB Schloß, PfWB Seide 1, PfWB stinkig 1. — 3. 'der Ackersenf (Sinapis arvensis)' [ LU-Maud]. — RhWB Rhein. VIII 702; ALA II 195. —
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