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| PfWB Brannt(e)-wein (Bd. 1, Sp. 1156) | LothWB Brannte-win (Bd. 1, Sp. 60b) | |||||||||||||||||||||||
[Bd. 1, Sp. 1157] gesetzter B., wird gewonnen, indem man dem gewöhnlichen B. grüne Schalen von Walnüssen, Waldmeister, Heidelbeeren u. ä. zusetzt [ KU-Kaulb]. Zs. Trink-, Franz-, Grundbirnen-, Quetschen-, PfWB Schlehbranntwein. Syn. s. PfWB Schnaps. RA.: De Branntwein schmackt am beschte, wann die Tanne grien sein, d. h. immer [ KU-Diedk]. Früher bekamen die Drescher um 10 Uhr Käsebrot und B.; auch um 4 Uhr gab es Brot und B. [ PS-Erfw]. VR.: O ehr arme Maure (Maurer), wanner kaan Branntewein hän, kenner net maure [ FR-Kindh]. In dem Quackvers aus ZW-Bottb heißt es: Branntewein un Kuche will mer emol versuche, Branntewein un Speck, eher gehmer net vun de Hausdier weg; vgl. hierzu die Var. bei Brot. Das Wort kommt auch vor im Neckvers auf die Bewohner von KL-Alsbn, s. PfWB Alsenborn. Volksgl.: Mer schabt die Fingernägel ab und dut's in Branndewei; wann en Saufloodel sell trinkt, kammer'm 's Saufe abgewehne [Fogel Beliefs Penns Nr. 1315]. a. 1596: 1½ Ohm 2½ Vierttell Druß (Weinhefe) vnd Heffen ... dem alhieigen Bierbrewer gebranten wein darauß zu Brennen [WerschwSchR Bl. 191]. a. 1761: 10 fl. Vom branntenwein brennen [Kurpf., Fasz. 1719]. a. 1787: Ausgaben für Weck u. Brandtenwein [Zweibr I, Akten aus Unkenbach]. — F.: Die F. mit brḁndə- bzw. brandə- sind häufiger als die mit brḁnd- bzw. brand-; zur Verbreitung von -ḁ- bzw. -a- s. PfWB Brand. Die Lautformen des Grundw. s. unter PfWB Wein. — Südhess. I 1067/68; RhWB Rhein. I 910/11; LothWB Lothr. 60; ElsWB Els. II 829; Bad. I 307.
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