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| PfWB brandig (Bd. 1, Sp. 1154) | PfWB Acker (Bd. 1, Sp. 127) | PfWB Schatz (Bd. 5, Sp. 891) | |||||||||||||||||
1. a. 'angebrannt riechend oder schmeckend'. Do riecht's brandich (brḁndix) [Germh]. — b. De Wein isch brandich, hat zuviel Alkohol und brennt im Mund wie Schnaps [verbr. bes. VPf Wilde 261]. — 2. 'trocken, leicht ausdörrend' vom Boden [ LU-Friesh]; vgl. PfWB Brandacker. — 3. a. 'mit Wundbrand behaftet', s. PfWB Brand 6 a. Die Wund is brandich [RO-Als, verbr.], riecht b. 'riecht nach Fäulnis' [ NW-Kallstdt]. Er hot e brandiche Bruch [LU-Opp, verbr.]. — b. 'schwärzlich gefärbt und übel riechend', vom Stuhlgang [LA-Impfl]. — c. 'von Pilzkrankheit befallen', s. PfWB Brand 6 b. Die Gerscht is brandich [ KU-Schmittw/O]. Im Acker isch en brandicher Placke 'eine Kleeseidenstelle' [ LA-Offb]. — 4. 'kühn, unternehmungslustig'. Der is ganz brandich [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB wütig. — Südhess. I 1066; RhWB Rhein. I 910; Bad. I 306/07.
| 1. 'einzelnes Stück Pflugland' [allg.]; dafür aber auch Stück Feld, Stück Land u. kurzweg Stück, bes. in Zs. wie PfWB Grundbirnen-, PfWB Pflanzstück usw. De will 'wilde' Acker 'Ödland' [ BZ-Gossw]. Er steckt sein Geld in Äcker 'legt es in Äckern an' [ LU-Opp]. Sein Äckerlich 'Äckerchen' lichen an Beddelmanns Unkehr (Umkehr) 'weit draußen an der Gemarkungsgrenze' [ BZ-Dierb]. Für 'pflügen (eggen, walzen) fahren' mancherorts: in de Acker (auch: uf de A., am A.) fahre. RA.: Der met seine paar Äckercher (Äckerle, Äckerlich), als Ausdruck der Geringschätzung [ RO-Als Dielkch PS-Geisbg Gersb KB-Kerzh NW-Frankeck LU-Opp LA-Wollmh BZ-Albw]. Bisch wi'er uffem Äckerich gewest? Frage an ein Kind, das schmutzig [Bd. 1, Sp. 128] heimkommt [BZ]. Saubere, aber nicht besonders begüterte Mädchen hen ehre Äcker im Gesicht [verbr.]. Des Nochbersch Gret ... Hott zwanzig Morge Acker schier [Kunnrädel 93]. Dem sein Äcker hen all Wääz, auf einen diebischen Menschen [ NW-Weish/S]. Von der Wohlhabenheit der Niederhochstadter zeugt das Wort: Er esch gut, er esch vun Ha-uscht, er hot e Äckerle am Pad (beste Gewann) [LA]. Er geht 's Vetterhannesse ehr Äckerche ennunner 'Er liegt im Sterben' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Laab 'Laub' macht de Acker daab 'taub' (unfruchtbar) [RO-Sippf]. Wie der Acker, so die Rude 'Ruten', wie der Vatter, so die Buwe [Penns Deitsch Eck 25. 5. 1935]. Wie der Acker so die Riebcher, wie der Vatter so die Biebcher [Gal-Landestreu]. Kleen un wacker zackert ah e Acker [Hebel 44]. Wann's heit (Häute) reent, werren die Schuh billich, wanns morje (Morgen) reent, die Äcker (Wortspiel) [verbr.]. TL.: 's Parrers Määd un Schullehrers Määd gäin minanner grase, hupsen uf de Äcker rum wie die junge Hase [ LA-Nd'hochstdt]. Fahr mer net iwwer mein Äckerle, fahr mer net iwwer mein Wiß, geh mer net zu maim Schätzele, geh mer net zu mainer Luwies! [ ZW-Contw, ähnl. PS u. Gal]. Aus einem Tanzlied: Un er danzt mit der Krott, weil se Geld un Äcker hot [ NW-Kallstdt]. — 2. a. Längenmaß. a. 1547 (Abschr. Ende 16. Jh.): Inn dieser gemarckh ist ein waldt ... vff vier acker lang [ZweibrOA Bannb. 24] —
Aus den Nachträgen 2. b. 'Flächenmaß von etwa einem Morgen 2 (20-30 Ar)', Acker [verbr. lothr. SWPf]; Zs.: PfWB Halbacker (Nachtrag). vgl. Ackerlänge. Lexer Lexer I 18. — Zs.: PfWB Pacht-, PfWB Pfarr-, PfWB Brach-, PfWB Brand-, PfWB Breiten-, Tausch-, PfWB Dickwurzel-, PfWB Eber-, PfWB Erbsen-, Fiesel-, PfWB Frucht-, PfWB Fuchs-, Fuß-, PfWB Gärten-, PfWB Gemeine-, PfWB Gerets-, Gereuten-, PfWB Gersten-, PfWB Gottes-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Hafer-, PfWB Hasen-, PfWB Hätschen-, PfWB Hecken-, Hof-, PfWB Hohl-, PfWB Hor-, PfWB Kalk-, PfWB Klee-, PfWB Kohl-, PfWB Korn-, PfWB Kraut-, Krumm(en)-, Lang-, Lehm-, PfWB Lehn(s)-, PfWB Letten-, Linsen-, PfWB Mühl-, Muld-, PfWB Quecken-, PfWB Renn-, PfWB Rüben-, PfWB Rummeln-, Säu-, Schaub-, PfWB Scherz-, PfWB Schind-, Schinder(s)-, PfWB Schlüssel-, PfWB Schul-, Seß-, Spelz-, PfWB Spinat-, PfWB Spitz-, PfWB Stiegel-, PfWB Stock-, PfWB Stoppel-, Strumpf-, Sturz-, Überzwerch-, Vieh-, PfWB Wald-, PfWB Weck-, PfWB Weizen-, Wind-, PfWB Zaun-, PfWB Zins-, PfWB Zwiebelacker. — F.: Ausgesprochen helle Qualität von a (agər, agÄr) findet sich in fast allen Teilen des Landes, jedoch nur selten; am häufigsten ist die mittlere Qualität. Dunkles a wird vornehmlich in der NWPf und in der SOPf, teilw. auch auf der Sickinger Höhe gesprochen. [KL-Lind ḁgÄ, ḁgr — nach Höh 26 bzw. 105]. Pl. ęgər, ęgÄr [allg.], Verkl. ęgərχə, ęgÄrχə [WPf NPf einschl. nördl. VPf], ęgərlə, ęgÄrlə [südl. VPf]. — RhWB Rhein. I 50/51; Saarbr. 3; LothWB Lothr. 3; ElsWB Els. I 25; Bad. I 23.
| 1. a. 'Kostbarkeit, Menge kostbarer Gegenstände (Geld, Gold, bes. wenn es verborgen, vergraben ist)', Schatz [verbr. (jedoch selten gebraucht)]. SprW.: G'sundheit is de greescht Sch. [ LU-Opp]. Volksgl. s. Schandein Bav. IV,2 402. — b. α. 'große Menge'? a. 1480: Item wan ein arman jme rin vff der weyde (Fischwasser) setzet zwo docken (Pflöcke), darjne magk er ein wardolff (Fangnetz, s. PfWB Wartolf) setzen, machet er aber ein gantzen schatze zu einem garn so hait recht ein ander ein wartdolff darneben zu setzen [Hagenbacher Weist. (MHVPf. 1870 IV S. 5)]. — β. s. die Zs. PfWB Eckerschatz. — 2. 'Geliebte', seltener: 'Geliebter', Schatz [verbr., auch Auslandspfälzer, Schneckenburger 16, 45], Pl. Schätz [Münch Werke I 151], Dim. Schätzje [verbr. WPf NPf, Christmann Kaulb 75 [Bd. 5, Sp. 892] Schneckenburger 16, 45], Schätzche [ KU-Bedb Pirmas Don-Schowe], Schätzel [verbr. VPf O-PS, Lambert Penns 133]; vgl. PfWB Bube 5a, PfWB Bursche 3, PfWB Mensch 2c; Zs.: PfWB Mutschelschatz. Du bischt mei Sch. [ ZW-Battw]. Er hot e Sch. [ NW-Hardbg], isch bei seim Sch. [ LA-Gommh]. Er hot en Schnurres un en Backebart un net emol en Sch., von einem alten Junggesellen [ BZ-Dernb]. SprW.: E scheenes Frätzel kriet leicht e Schätzel [Krieger 27]. VR.: Bahnekraitche, Dimiäänche (Thymian, Dim.) wachst in unserm Gaarde, Mudder, ich will e Schätzel hawwe, kann nit länger waarde [ NW-Freinsh]. 's hot emol gereent, die Hecke troppse noch. Ich hun emol e Sch. gehatt, ich wollt ich härren noch [ KU-Reiffb]. Weitere VR. s. PfWB Acker 1, PfWB Adel, PfWB backen 1b, PfWB Birne 1a, PfWB Brezel 1, PfWB Dienstagabend, PfWB Faxen, PfWB gehen 5a, PfWB hübsch 2, PfWB jagen 2a, PfWB kaputt 2a, PfWB kennen 1a, PfWB Hecke 3b, PfWB Hochzeitskuß, PfWB Holzapfelbaum 1, PfWB Kirbe 1 a, PfWB Klarinette 1, PfWB knallen 1 b, PfWB lohnen, PfWB Rose 1 a, PfWB Saustall 1, PfWB Schornsteinfeger 1, PfWB Schmarotzer. — Südhess. V 208/09; RhWB Rhein. VII 950/51; LothWB Lothr. 436; ElsWB Els. II 446.
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