Prahl-hans m.: wie schd., Prahlhans, zur F. s. PfWB prahlen u. PfWB Hans [verbr.]; vgl. PfWB Brallhans. Syn.: PfWB Angeber, PfWB Aufschneider, PfWB Plänefutte, -macher 2, PfWB Blaumaul 2, PfWB Prahler, PfWB Braller, PfWB Bramarbas, PfWB Pranger2, PfWB Pratzer, PfWB Protz, PfWB Protzer, Brulljes-, PfWB Dickmacher, PfWB Fürzebeutel, -klopfer, -macher, PfWB Geck, PfWB Großbrunzer, -gusche, PfWB -hans, -kopf, -krischer, -maul, -mogul, -sprecher, -tuer, PfWB Hochseicher, PfWB Risser, Sprüchebeutel, -buppes, -klopfer, -macher, Strunzarsch, -base, -beutel, -blech, -büchse, -liese, -michel, PfWB Strunzer. Der isch en rechter Prahlhans [ LA-Gommh]. Sprw.: Prahlhans — Schmalhans 'Am meisten prahlt, wer nichts hat' [ BZ-Dierb]. Südhess. I 1061; Rhein. VI 1064; ElsWB Els. I 358; Bad. I 305. | | Pranger1 m.: 'Schandpfahl'. An den ehemaligen P. erinnert mancherorts (z. B. in SP-Schiffstdt) der an einer Rathausecke vorhandene steinerne Podest, in BZ-Annw der FlN Am Pranger. a. 1566: Der Amptmann Batt Ein ersamen Rath, dieweil er ein mistheter In hafft, denn er kunfftigenn manats willens were zu stroffenn, Ime den prangel darzu zuuergünstigenn 'ihm zu gestatten, daß er den Missetäter an den Pranger stellen dürfe' [Ratsprotokolle im St-Arch. Kaislt]. Im heutigen Gebrauch erscheint das Wort nur noch in der Wend. an de P. stelle u. ä. für 'brandmarken'. — Zur Herkunft des Wortes vgl. Kluge-Mitzka19. — Südhess. I 1067. |
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