prahlen schw.: 'sich rühmen, großtun'. Er prahlt [fast allg.], prahlt sich [ Gal-Dornf]. Der kann blouß prahle [ LA-Gommh]; vgl. PfWB brallen. Syn.: angeben 4, PfWB anrichten mit der Saubolle, aufblasen 2 b, PfWB aufbrüsten, PfWB aufbürsten 1, PfWB aufschmieren, PfWB aufschneiden 3, PfWB aufspielen 2, PfWB pänzen, PfWB blähen 4, PfWB blasen 8, PfWB prammen, PfWB prangen, pranzen, PfWB prasseln1 3, PfWB pratzen, PfWB preisen, PfWB bröken, PfWB protzen, mit großen Hunden brunzen, brüsten, bürsten 4, PfWB dicktun, PfWB flunkern, PfWB fotzen, PfWB großmogulen, PfWB großtun; auf die Pauke, auf die Pferde hauen; herausstreichen, -tun, hervortun, herunterreißen, hochstapeln, käsen, Sprüche klopfen, kohlen; sich in (an) den Laden legen; Apfeltörtchen, Brulljes, Tänze, sich dick (groß, grün, stark, wichtig), Fürze, den Meckes, Sprüche, Wind machen; markieren, reißen, renommieren, rühmen, mit dem großen Löffel schöpfen; den Dicken, den Geschwollenen, den großen Mann spielen; große Bogen, große Töne spucken; strahlen, stratteln, stratzen, strotzen, strunzeln, strunzen. — F.: zumeist brālə; NWPf u. VPf vielerorts brlə. — Südhess. I 1061; RhWB Rhein. VI 1064; ElsWB Els. II 187; Bad. I 305. | | NRhWB prahlen das Zeitw. ist beschränkt verbr. (s. u.), u. meist nur in RA., während Abl. verbreiteter sind (s. Zs.); -l- Siegld; -:-, –- Sieg, MülhRh, Berg, Ruhr [MülhRuhr -ō:-], n. Ruhr, Mörs (u. vielfach -ā-); -āl- Wend, Ottw, Saarbr; -ā:- Wittl, Bitb, Daun, Zell, Kobl, Neuw, Altk, Ahrw, Eusk-Lechenich, Köln-Stdt, Erk, Kref-Stdt; bra·l.ə Merz, Wittl-Reil, Goar, Koch, May schw.: 1. wie nhd. (mdl. strunzen, puken, pochen); pronken on pr. Mörs-Xanten; du kas ouk nit pr.; der prohlt gern Mörs, Allg.; der well sech jet pr. Sol. RA.: Pr. as ene Schereschlipper Mörs-Xanten. P. es gei Geld! Sol, Mörs. Pr. un in de Bocks scheisse kann jeder! Goar, — Bocksendriten es keng Kongst! Elbf, NBerg, Ruhr, n. Ruhr. Met ‘hätt ech’ ka mer pr., met ‘han ech’ bezahle Köln-Stdt. Ber prallt, der hat ka Brut; ber kräckst, den hat ka Nut May-Kollig. — 2. einen pr., loben; mir woren jo all stolz op os Weiwer, un jidderenen hat sein geprallt Daun-Neroth 1860. — Abl.: die Prahlerei, dat Geprahl(s). |