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 PfWB Bott (Bd. 1, Sp. 1131)   PfWB Höhle (Bd. 3, Sp. 1138) 
   Bott n., m., Botte f., Botten m., n.:
1. Freiplatz

[Bd. 1, Sp. 1132]
beim Fangspiel, das (der, die) Bott (bǫd), der (das) Botte (bǫdə) [WPf NPf Nordteil von NW], de Bolle (bǫlə) [ IB-Hass], das Bord (bǫrd) [ KU-Dunzw KL-Ramst], die Bord [ FR-Carlsbg], das Borde [ NW-Kallstdt]; Näheres zur Verbr. s. K. 63. Zs. Ruhbott. Syn.: PfWB Absatz 4, PfWB Bannschuh, -stock, PfWB Paßstock, PfWB Pfahl 3, PfWB Biet2, PfWB Bietung, PfWB Blöße, PfWB Boa, PfWB Bollix, PfWB Borzel, PfWB Bottel, PfWB Bottenplatz, -stock, PfWB Botter, PfWB Botthaus, PfWB Burg 2 b, PfWB Dole, PfWB Ecke, PfWB Erlaubt, PfWB Freimal, PfWB -platz, PfWB Gartenlatte, PfWB Gebiet, PfWB Gebot, PfWB Gol, PfWB Hag, PfWB Haus, PfWB Höhle, Kasserole, PfWB Kessel, PfWB Kittchen, PfWB Kreis, PfWB Letze, PfWB Mal, PfWB Mod, Ruhbk, -bott, PfWB Ruhe, Ruhhaus, PfWB -platz, -pfosten, -stand, -stock, PfWB Seele, PfWB Stand, PfWB Starre, PfWB Stock, PfWB Umplatz, PfWB Verbot, PfWB Ziel.
2. 'Partie im Spiel', Bott [PfId. 25]; Lexer Lexer I 331. —
3. soviel wie 'mal' in dem Adv. allebott, s. PfWB allegebot. — Zu mhd. bot 'Gebot'. In der Bed. 1 lag urspr. wohl rbǫd vor, das als Reliktform (Verbott) mancherorts noch erhalten ist, s. K; bǫlə zeigt den Wandel von d zu l (wie z. B. in fūlər 'Futter'); bǫldə ist wohl Verunstaltung von bǫdə; bǫrd ist aus bǫdə in Anlehnung an Bord 'Brett' entstanden. — Südhess. I 1046 bot II; RhWB Rhein. I 884/85; Bad. I 301; Schwäb. I 1327.

 

   Höhle, Hühle, Huhlef.:
1. 'Höhle in der Erde', Hehl (hēl) [verbr.], Huhl (hūl) [ KU-Kaulb Kreimb Rothsbg KL-Gimsb], Hihl (hīl) [mancherorts, auch Gal]; in die H. krieche [ NW-Kallstdt]. Zs. Lehmenhohle.
a. 'unterirdische Behausung von Tieren', vgl. PfWB Bau 4 a, PfWB Loch. Zs.: PfWB Dachs-, PfWB Fuchs-, Lapenghöhle. BR.: Wann de Dachs an Lichtmeß sein Schatte sieht zwische 12 un 1 Uhr mittags, dann geht er nochemol 4 Woche in sein H. [ KB-Stett LU-Opp]. Im Fangspiel Fuchs aus de H. darf der Fänger außerhalb seiner H. nur auf einem Bein hüpfend mit seinem Taschentuch nach den anderen Spielern werfen. Wenn er die hüpfende Gangart unterbricht, jagen ihn die anderen mit Schlägen zurück in die H. Wird ein Mitspieler vom Taschentuch des Fuchses getroffen, dann muß dieser sofort zur H. laufen und die Rolle des Fängers übernehmen; er muß sich sehr beeilen, denn außerhalb der H. darf er von den anderen geschlagen werden [ KB-Kriegsf]. —
b.
α. 'Erdmulde als Lager von Tieren'. Zs. PfWB Löwenhöhle. RA.: Der Furchtlose geht 'm Leeb vor die H. [ FR-Albsh, mancherorts]. Eine BR. s. PfWB Bär 1. —
β. s. Schinderhöhle. —
c. übertr.
α. scherzh. 'Haus, Wohnung'. Das is mol e alt H. [ WD-Niedkch]; vgl. PfWB Hütte 1 a. RA.: Er geht net aus de H. (auch: net vor die H.), vom Stubenhocker [ KU-Kaulb, mancherorts]. Bei dem Wedder bleibt mer am beschde in de H. [LA-Rhodt, verbr. SOPf]. Noot winscht e jeder gudi Nacht un dorchelt in sein Hielche [Keiler 137]. Sie geht 'm Deiwel vor die H. [ RO-Als, mancherorts]. —
β. 'Platz, auf dem man beim Fangspiel nicht geschlagen werden darf' [verbr.]. Syn. s. PfWB Bott 1. —
2.
a. 'enge Felsspalte' [ ZW-Riedbg]. —
b. scherzh. 'Bett'. Ich geh in mein Huhl [ KU-Eschau, LA-Venn]. — Südhess. III 656/57; RhWB Rhein. III 752/53; LothWB Lothr. 242 Hihl; ElsWB Els. I 322; Bad. II 753.