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 PfWB Borste (Bd. 1, Sp. 1112)   BMZ bürste (Bd. 1, Sp. 223a)   NRhWB Bürste (Bd. 9, Sp. 1080) 
   Borste f.:
1. 'steifes Haar verschiedener Tiere', vor allem des Schweines und des Dachses, gebraucht zur Herstellung von Pinseln und Bürsten, Borscht, gew. im Pl. Borschde (bordə) [KU-Krottb Zweibr Lu-Alsh NW-Hardbg u. Umg.]; Boorschde [ KU-Brück]; vgl. PfWB Bürste 1. Auch von den Stirnhaaren des Pferdes und vom Haarbüschel im Schwanz der Kuh [ WD-Hoof HB-Jägbg]. Der Bensel hot rauhe Borschde [NW-Hardbg. und Umg.]. Zs. Igels-, PfWB Sau-, Schweinsborste. —
2. 'steifes, struppiges Haar des Menschen', verächtlich vom Haar überhaupt. Zs. PfWB Widerborste. Der hot en Kopp voll Borschde [VPf]. Du hoscht rechte Borschde [ LU-Alsh], stracke Borschde [ KU-Krottb], gesteigert: die reinschte Sauborschde [ LU-Alsh]. Der mit seine paar Borschde [KU-Diedk, verbr.]. Ich nemm dich an de B. [Zweibr]. — Aus mhd. borste f. Daneben in der Bed. 'starres Haar' auch schon mhd. bürste f. (Weigand I 271) und borst m., n. ( Lexer Lexer I 327). Bei uns tritt borste stark zurück, und von borst lassen sich keine Spuren nachweisen; dominierende Form wurde bürste, vgl. PfWB Bürste. — Südhess. I 1028; RhWB Rhein. I 1145 ff.; Bad. I 295.

 

 Lexer NLexer bürste swf. bürste. Helbl. 1,660. 8,552.

 

  RhWB Bürste f.: 3.b. scherzh. Schnurrbart Wend, Merz, Trier, May, Erk (-šəl).c. wulstartig überhängende Eisensplitter an einem abgenutzten Meissel Sol, Remschd. — 6. Rauhbein, auch Ahrw-Stdt, Bo-Stdt; Mannweib Wend-Aulenb; plumpes Weib Heinsb-Breberen (-øsəl).