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| PfWB Bohne (Bd. 1, Sp. 1075) | PfWB legen (Bd. 4, Sp. 872) | |||||||||||||||||||||||||||
1. 'die Pflanze Phaseolus und ihre Frucht', Bohn, Bahn, Buhn, Bouhn, Bauhn, s. F. [allg.]. Die verschiedenen Arten von Bohnen s. unter PfWB Acker-, Pfahl-, PfWB Pferds-, PfWB Blumen-, Brech-, PfWB Puff-, Busch- (Putsch-), Ein-, Feld-, Feuer-, Groß-, Hockbohne, Hockelchen, Kapuziner, Käubel-, Sau-, Schwefel-, Speck-, Stangen-, Stecken-, Stock-, Straußbohne. Man bezeichnet weiße Bohnen als Spegatcher (zu PfWB Spagat) oder Schnerres-cher (zu PfWB Schnurres 'Schnurrbart'), die schwarzen als schwarze Hexe [Zweibr u. Umg.], kleine, bunte Bohnen als Gackelcher, weil sie aussehen wie kleine gefärbte Eier (s. PfWB Gackel) [ NW-Haßl], gelbrote, orangenfarbige Bohnen als Bumeranze (s. PfWB Pomeranze 3) und PfWB Klicker [Gegend des Potzbergs (westl. WPf)], braungesprenkelte Bohnen als Wachtelcher oder Wachtelbohne (wegen der Ähnlichkeit mit dem Federkleid der Wachtel) [VPf], rotweiße Bohnen als Nackärschelcher [NPf], runde Bohnen als Lewäggelcher, weil sie beim Hinlegen wackeln [ NW-Haßl] und Runkunkelcher [Gegend von Zweibr]. Schodebohne sind frisch gepflückte, durch ihre Fäden verbundene, zum Dörren aufgehängte Bohnen, Blickbohne die an der Pflanze ausgetrockneten Saatbohnen. (Alle Angaben nach Wilde 24 ff.) — Für 'Bohnen pflanzen' sagt man zumeist Bohne lee, leche, legge (s. PfWB legen), seltener setze [verbr., bes. SWPf KL-Fischb WD-Niedkch], für 'Bohnen pflücken' fast allg. B. breche, seltener roppe (s. PfWB rupfen) [ LU-Maud Altr Gal], für 'Bohnen enthülsen' B. plicke (s. PfWB pflücken 1), für 'Bohnen sortieren' wohl allg. B. lese. — Bohnengerichte: derre (gedörrte) Bohne, als Gemüse zum Schweinefleisch eine beliebte Winterkost; dicke B. un Speck, siße B. mit Grumbeere, bes. aber saure B. mit Schweineflääsch [PS-Erfw, verbr.]; bekannt sind auch Schnitzel-, Salz- und ingemachte Bohne, d. h. in einem Ständer aus Holz oder Steingut konservierte, geschnitzelte Grünbohnen [KU-Kaulb, verbr.]. — RA.: 's is käin Bohn wert 'wertlos' [KU-Schmittw/O, verbr. Wilde 26], [Bd. 1, Sp. 1076] ken hohle Bohn wert, dass. [Penns], kee scheeli B. wert [ Don-Schowe Torscha]. 's is alles in die Buhne gang 'verloren gegangen' [ KU-Kreimb]. Do hat mer die Geiß um die Bohne gehiet 'ohne Lohn gehütet' [ ZW-Battw]. a. 1417: das der thurn zu Phiffingen sol einer bone hoher sin 'um ein Geringes höher' [Grimm Weist. V 611 (NW-Kallstdt)]. Bringt ein Gewitter nach längerer Trockenheit starken Regen, dann sagt man allg.: 's hot Bohne un Grumbeere gerech(e)nt [Wilde 29]. Du derfschd aa mol dei Fleesch in meine Bahne koche, scherzh. Ablehnung eines Dankes [ FR-Tiefth]. Die Nutzanwendung des SprW. 'Besser jetzt wie später' auf erfrorene Bohnen s. unter PfWB besser 1 b. BR.: Wann die Nußblädder sin wie Pratze, muß mer die Bohne inkratze [verbr. Gal]. Die Bohne soll mer lege am erschte Freitag im Juni oder am letschte Freitag im Mai [ LU-Opp]. Florian (4. Mai) — steck die Bahn [ SP-Mechth]. Die Buhne planzt mer uf der Bonifazius [Fogel Beliefs Penns Nr. 976]. Weitere BR s. Wilde 29. Volksgl. betr. das Bohnenlegen s. PfWB pflanzen 2 a. VR.: Bohne dun mich krone, Weck un Weißbrot is mei bitterer Tod [KU-Kaulb, verbr.]; Var. s. PfWB bitter 2. Heinerle, versteckel dich hinner die griene Bouhne! Wann de Kaiser Wilhelm kummt, schießt er mit Kanoune [ LA-Edk]. Erbse, Linse, Bohne, mer schießen mit Kanone, mer schießen mit Kartoffelbrei, is de ganze Krieg verbei [Lu'haf Ggd. (Wilde 53)]; Var. s. PfWB paff. Erbse, Bohne, Linse, wie mer se kocht, so sin se [Ingb (Wilde 52)]. Turteltäubche, flick dein Häubche, setz dich in die Bohne; wart, ich werrs de Mutter sae, die werd dich aus de Bohne jae; aus de Bohne in de Klee, Turteltäubche sieht mer gar nit meh [»Westrich« (Wilde 28)]. Weitere VR s. PfWB Bohnenplätsche, PfWB Prinz, PfWB Erbse, PfWB Jude, PfWB Kanone, PfWB Linse, PfWB Sauerkraut, PfWB Selleriesalat. — 2. 'Kaffeebohne'. Die zählt die Bohne, wann se Kaffee kocht [NPf, allg.]. RA.: Wammer die Bohne onbind 'Wenn man mit den Bohnen spart', werd de Kaffee raulich [ KU-Schmittw/O]. Zs. PfWB Böckser-, PfWB Kaffee-, Spitzbohne. — 3. die bloo B. 'Kugel'. RA.: e bloo Bohn schlicke 'sich erschießen' [ KU-Schmittw/O]. — 4. weitere Bed. in den Zs. Hasenbohne 'Hasenmist', Laxierbohne 'Rizinusbohne'. — F.: Um 1930 galt im Westteil der NPf (die Nordspitze zwischen Glan und Alsenz ausgenommen) sowie im Westteil der WPf bōn, im Ostteil der NPf sowie in der nördl. VPf und im Westteil der mittl. VPf bōn, bn u. bn, in der Nordspitze des Westteils der NPf und in einem schmalen östl. Teil der WPf bis etwa zur Linie KL-Hirschhn — PS-Lu'wink būn. Der Ostteil der mittl. VPf sowie die südl. VPf (ausgenommen die Südostecke) hatten baun, das Gebiet um Land — bǫun u. boun. In der Südostecke der Pfalz (von GH-Max'au bis BZ-Schweig) sagte [Bd. 1, Sp. 1077] man bn. Hierzu vgl. K. 58 (Bohnenschote). Wie eine 1956 durchgeführte Befragung (Belegstärke 80' zeigte, ist bōn im Vordringen, bes. in der Mda. der jüngeren Generation. Verhältnismäßig gut bewahrt hat sich das būn- Gebiet in der Nordspitze und das bn-Gebiet im Bienwaldbereich. In der südl. VPf sind die Formen bǫun u. baun noch weithin zu hören. Für Penns gilt nach Lambert Penns 31 bōn u. būn; in den pfälzischen Siedlungen in Gal (Herkunftsgebiete hauptsächlich NPf, Raum der mittl. Nahe und Rheinhessen) sprach man allg. bōn. — Südhess. I 991 ff.; RhWB Rhein. I 836 ff.; LothWB Lothr. 55; ElsWB Els. II 53; Bad. I 282.
| I. gegenst. 1. trans. a. α. 'in eine waagrechte Lage bringen', lege (lēgə) [verbr. nördl. VPf], leche (leχə, -ē-; --) [verbr. mittl. u. südl. VPf, vereinzelt übrige Pf Bertram § 201, 203 Christmann in: PfMus. 1925 161], (leöə, -ē-) [mancherorts nördl. VPf (neben -g-) vereinzelt mittl. u. südl. VPf], le(j)e (lē(j)ə, -e-; lē) [verbr. WPf NPf vereinzelt VPf Christmann Kaulb 9 Mang 152, 88 Otterstetter 48 Henn Mda.-Int. 114, 294 Höh 92 Lambert Penns 99 Don-Schowe Torscha Gal Buch Rußl], lää [ Gal-Beckersd], leen [ PS-Kröpp Merzalb O'simt Ruppw Schweix]; zur Verbr. in der Pf s. K. 275; Part. Perf. gelegt, gelecht, geleet; die Ohre l., von bissigen Pferden [ KU-Schmittw/O]. — β. 'in eine bestimmte Form bringen, ordnen'. Mädchen, die aus der Volksschule entlassen wurden, dun de Zopp um de Kopp l. [ LU-Alsh]. Er leet die Stern (Stirn) in Falde [ KU-Schmittw/O]. — γ. 'ausbreiten, bereitstellen'; zum Zusammenbinden der Glecke Strick l. [ KB-Kriegsf], Strohsääler l. [LU-Opp, verbr., auch Don Gal]; zum Fangen des Wildes e Schlupp (Schlopp, Pl. Schlipp, Schlepp) l. [verbr.]; Gift l. [verbr.]. — δ. 'irgendwohin bringen'; Hei l. 'Heu laden' [verbr.]; eppes aus de Hand l. [ KU-Schmittw/O]; 's Bää in Gipsverband l. [ LA-Gommh, WD-Niedkch NW-Kallstdt]; 's Flääsch in die Lack l. [ NW-Kallstdt LU-Altr], in de Essich l. [KU-Bedb Land BZ-Dierb]; de Wein in de Keller l. [ BZ-Heuchh]; 's Kind ins Bettche l. [Zweibr]; den Toten en die Lad l. [ WD-Niedkch], ins Grab l. [ BZ-Dernb]. Leg's nar! 'Leg's nur hin!' [ SP-Mechth]. Der hat Schwääßfieß, der muß sich Strohsohle in sei Schuh l. losse [ KL-Reichb]. Einem Kind, das einen Hasen fangen möchte, empfiehlt man: Du musch'm Salz uf's Schwänzel (uf die Pritsch) l. [ NW-Freinsh, Wachh LA-Gommh]. VR. s. PfWB abtrocknen, PfWB ausziehen 1 a, PfWB Bach 1, PfWB heimtragen. — ε. 'anbringen, befestigen'; de Fußboddem l. [ LU-Opp, RO-Dielkch KB-Kerzh NW-Frankeck LA-Mörzh]; e Tritt l. [ KU-A'glan]. a. 1574: Item 4½ schilling ist auff ganen alß sey den Schlußsteyn han gelachten [SSp, Kirchenrechnungen Bl. 66 (BZ-Wernbg)]. — b. α. 'Furchen für die Aussaat mit der Hand ziehen'; Stufe l. [ KB-Niefh]. — β. 'Samen in den Boden bringen'; Bohne, Grumbeere l. [verbr.]. a. 1837: mann konnte nichts [Bd. 4, Sp. 873] ![]() γ. Feier l. 'Brand stiften' [ KB-Kriegsf]. — c. 'in einen anderen Zustand bringen'; luck l. 'auflockern' [ BZ-Dernb]; trocke l., von einer sumpfigen Wiese [mancherorts]. — d. 'ein Ei hervorbringen' (mit und ohne Auslassung des Obj.). Unser Hinkel le'e noch net [KU-Kaulb, verbr.]. Wann die Gäns le'e, därf mer se net roppe (sonst legen sie nicht mehr) [ KU-Schmittw/O]. RA.: Er will e Aai l. 'Er hat etwas vor' [ KL-Wörsb]. Der laaft erum wie e Hinkel, wo l. will, von einem unruhigen Menschen [ KU-Kaulb]. Mer määnt, der wollt e Aai l., dass. [KU-Hundh, mancherorts NPf], 'Er stottert' [ ZW-Bechhf]. Spöttisch zu einem, der nicht [Bd. 4, Sp. 874] mittun will: Geh hääm un lech e Ei! [ BZ-Albw FR-Tiefth]. Mer Pälzer lechen jo vor jedem Satz immer erscht e Ei [Pfälz. Volkszeitung 39/1968 23]. Der hat sein Ei geleet, scherzh. vom Stuhlgang [ ZW-Schmitshs]. Was nie stattfindet, tritt ein, bis de Gockel (die Katz) e Ei legt [ NW-Kallstdt SP-Heiligst]. Der bekemmert sich emmer oum oungeleete Äier 'um nutzlose Dinge' [ WD-Niedkch]. Sie gäckst un lecht nimmeh, scherzh. von einer älteren heiratswilligen Frau, die keine Kinder mehr bekommt [LA-Impfl]. Ich wollt, ich wär e Hinkel, morgens dät ich mein Ei le'e un ging dann de ganze Dag met'm Gockel spazeere [NPfGV 1926 18]. Grußformel an Ostern: Hat de Has schun geleet? [ RO-Ebbg, <]. Ich will gucke, ob de Has geleet hat [ NW-Bobh]. Am Ostersonntag kommen arme Kinder zu wohlhabenderen Leuten und sprechen: Ich wollt emol fro'e, ob de Has geleet hätt. Sie bekommen dann ein Osterei, Kuchen oder Geld [ KB-Kriegsf]. Wunsch an den Osterhasen: Lechscht mer ellää all dei Eier [Runck Gucke 16]. Der hat newer's Nescht geleet 'einen Fehler gemacht, falsch spekuliert, eine schlechte Partie gemacht' [Krieger 20, KB-Kriegsf NW-Freinsh]. SprW.: Gescheite Hinkel leje aa als näwe's Nescht, dass. [PS-Windsbg, so u. in Var. verbr., auch Don Gal Buch]. Wer gäckst, muß leche 'Wer A sagt, muß auch B sagen' [ LA-Nd'hochstdt, mancherorts]. Var.: Hoscht gegackst, dann lee aach! [KU-Trahw, verbr., Gal-Obl]. VR.: Eich waaß, was ich waaß: / 's Hinkl es de Has; / Die Modder färbt die Aajer, / De Vadder leet se ins Gras [ KU-Kaulb, Diedk KB-Bennhs Biedh Kerzh LU-Alsh Friesh]; weitere VR. s. PfWB Bib 1, PfWB eins 1, PfWB Osterhase. — 2. refl. a. 'sich in die waagrechte Lage begeben'. α. Die Hoor legge sich [LU-Neuhf, verbr.]. 's Korn leet sich [mancherorts]. Befehl an den Hund: Lee dich! [ KU-Schmittw/O KL-Hütschhs PS-Gersb Schmalbg KB-Biedh Kriegsf FR-Bockh]. Leg dich! [ KL-Reichb LA-Edh]. Legscht dich! [ BZ-Gossw]. Lischde dich! [ RO-Lettw]. — β. 'sich ins Bett legen, schlafen gehen'; sich l., sich uf's Ohr l., sich ins Bett l., uf die Seit (de Buckel, de Bauch) l. [verbr.]. Leg dich! 'Geh schlafen!' [verbr.]. Geh hääm un legg dich uf's Ohr! [ LU-Alsh]. Der leet sich mit Schuh un Strimp ins Bett [ KU-Schmittw/O]. Wann dein Hosse verreß sein, muschde dich so lang ins Bett le'e, bes se geflickt sein! [ebd.]. SprW.: Mer zieht sich net ehnder aus, bis mer sich leet 'Man soll sein Vermögen behalten, bis man stirbt' [ Gal-Josbg, Var. Gal-Reichb]. Legscht dich gut, so liegschde gut [ BZ-Dernb]. — γ. 'sich infolge von Krankheit ins Bett legen (müssen), krank werden'. Er hot sich gelecht [LA-Gommh, verbr.], hat sich l. misse [ PS-Erfw, WD-Niedkch BZ-Albw]. Er hot sich vor e Dager achte (vor etwa acht Tagen) gelegt [ NW-Freinsh]. Er hot sich gelegt un steit nimmer uf, von einem Schwerkranken [ LU-Opp]. — δ. Wenn die Braugerste verhagelt, muß mer sich krumm lege (damit der Magen zusammengepreßt und der Hunger unterdrückt wird, weil nichts zum essen da ist) [PfRh. H. 3, März 1960]. — ε. Aufforderung beim Klickerspiel: Lee dich! 'Lege einen Klicker hin!' [ KL-Siegb]. — b. α. 'sich niedersenken, herabfallen'. De Newwel lecht sich [ BZ-Albw, KL-Stelzbg]. — β. 'nachlassen, aufhören'. De Wind leet (lecht) sich, hot sich geleet (gelecht) [verbr.]. WR.: Wann de Wind sich lecht, gebt's Rechewerrer [ BZ-Annw, Dierb LA-Gommh]. — II. übertr. 1. trans. Er hot Hand an sich (selbscht) gelecht 'hat Selbstmord [Bd. 4, Sp. 876] begangen' [LA-Gommh, verbr.], an aane geleet 'hat eine Gewalttat an jemandem begangen' [ KU-Kaulb]. De Lehrer hot'n iwwer's Knie (die Bank, de Stuhl) gelegt 'hat ihn verhauen' [BZ-Dernb, verbr.]. Die hun en uf's Stroh geleet 'haben ihn betrunken gemacht' [ KB-Zell]; Syn. s. PfWB betrinken. Er legt die Händ in de Schoß 'tut nichts, faulenzt' [LU-Alsh, verbr.]. Dem hun ich nix in de Weg geleet 'Ich habe ihn nicht in seinem Vorhaben gehindert' [KU-Schmittw/O, verbr.]. For dene lee ich die Hand ins Feier 'verbürge ich mich' [Krieger 16, mancherorts]. Ich lee der eppes uf die Stää (Stiege) 'Ich tu dir einen Gefallen', ironisch vom Gegenteil [ FR-Ebertsh], mit dem Zusatz: daß de dich net se bicke brauchscht, dass. [ ZW-Krähbg], 'Ich möchte von dir in Ruhe gelassen werden' [ KL-Steinwd]. Dem werr ich 's Handwerk leche 'Ich werde seinem üblen Treiben ein Ende setzen' [Krieger 40 KU-Schmittw/O]. Er dut'n uf's Kreiz leche 'ihn übertölpeln, hereinlegen' [Bergz, mancherorts]. Mer därf net alles uf die Goldwoo (Woo, Wooch) le'e 'Man darf nicht alles wortwörtlich, übergenau nehmen' [RO-Als, verbr.]. Bei dem muß mer jed Wort uf die Goldwoog lege 'genau überlegen, was man sagt' [ BZ-Dernb]. — 2. refl. Wend. für 'Er macht Bankrott': Er legt sich [ LU-Opp], lecht sich uf de Bauch [ NW-Meckh LA-Birkw Ilbh BZ-Nd'ottb Sarnst], uf de Buckel [ RO-Dielkch], uf die Seit [ KB-Zell LA-Böbing], uf de Leib [ FR-N'lein], uf's Stroh [KU-Schmittw/O PS-Hintwdth LA-Impfl BZ-Sarnst]. Sei Zorn hot sich geleet 'Er ist nach einer Aufregung wieder ruhig geworden' [KU-Rutsw/G, verbr.]; vgl. PfWB verrauchen 2. Er hat sich in de Riß geleet 'Er hat sich (für das Gelingen eines Vorhabens) energisch eingesetzt' [ KU-Trahw]. Was brauch der sich so in de Riß se le'e! 'sich um etwas zu kümmern, was ihn eigentlich nichts angeht' [ebd.]. Die Bas lecht sich ins G'scherr 'gibt sich alle Mühe (um eine Heirat zustandezubringen)' [ LU-Böhl, KU-Schmittw/O]. Sie lecht sich ins Middel 'schlichtet einen Streit' [ LA-Frankw]. Der lecht sich an (in) de Lade 'macht sich wichtig, ist vorlaut, prahlt' [BZ-Dierb, KU-Schmittw/O Krieger 14 Kühn Palz 136 mancherorts Don Gal Buch] 'läßt sich nicht unrecht tun' [Klein Prov. (1792) 269]. Er leet sich liewer uf die Gemään as se schaffe 'Er läßt sich lieber auf Gemeindekosten unterhalten als zu arbeiten' [ KL-Katzw]. — Zs. u. Abl.: PfWB ab-, PfWB an-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB be-, PfWB bei-, PfWB darauf-, PfWB darum-, PfWB ein-, +er-, ver-, vor-, fort-, heraus-, herein-, herüber-, herum-, hin-, hinan-, hinein-, hinter-, lahm-, los-, nieder-, über-, übereinander-, um-, unter-, zu-, zurück-, zusammenlegen. — Südhess. IV 238 ff.; RhWB Rhein. V 291 ff.; ElsWB Els. I 572.
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