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 PfWB bocken (Bd. 1, Sp. 1061)   LothWB bocken (Bd. 1, Sp. 54b) 

[Bd. 1, Sp. 1061]
   bocken schw.:
1. = PfWB begatten, von der Ziege, selten vom Schwein, abwertend auch vom Menschen, bocke (bǫgə) [verbr.]. Die Gääß hat gebockt 'hat den Bock angenommen' [KL-Fischb, verbr.]. RA.: Do dei Gääß gebockt, wo mei Batze? Aufforderung zum Zahlen [ KU-Bedb LA-Nd'hochstdt BZ-Dernb]; Var. s. PfWB Batzen2. Du kannscht de Igl bocke! scherzh. etwas Unangenehmes wünschend [ Don-Schowe]. Bei dem Knabenspiel Herrsau (s. Hurr-, PfWB Hußsau) wirft der Sauhert, d. i. derjenige, der die Sau in den Kessel bringen soll, diese in die Höhe und ruft: Bock mei Sau! [ KU-Erdb]. —
2. 'störrisch sein'.
a. De Gaul bockt 'bäumt sich auf, schlägt aus' [verbr.]. —
b. 'stoßen (wie ein Bock)' [ NW-Iggb BZ-Dernb]. —
c. Der Bu bockt 'trotzt, widersetzt sich' [ BZ-Dernb]. — Bezügl. der Bed. 1 u. 2 s. auch PfWB bockig. —
3. de Ärmel bocke 'wenden' [ BZ-Dernb]. —
4. 'lernen', um 1900-05 Ausdruck der Schülersprache für das Auswendiglernen, zumal von Unverstandenem [Kaislt]; vgl. PfWB Bock 2 e. Syn. s. PfWB ochsen. — Südhess. I 978; RhWB Rhein. I 828; LothWB Lothr. 54; ElsWB Els. II 29; Bad. I 277.

 

  bocken [bòkən Bo.] intr. v. störrisch, böse sein, trotzen: wer werd denn so bocken? — hess. 47; schwäb. 1, 1248 bocke 3.; henneb. bocken trotzen From. 7, 154;  DWB Gr. Wtb. 2, 204.