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| PfWB blut-wenig (Bd. 1, Sp. 1054) | PfWB wenig (Bd. 6, Sp. 1250) | |||||||||||||||||||
1. 'nicht viel', wenich (wēniχ) [mancherorts, Bertram § 171 Müller Dietschw 71 Otterstetter 49, 50], wenisch (wēni) [FR-Merth Henn Mda.-Int. 69 Schneckenburger 22], wänich (wniχ) [ KL-Wörsb KB-Dreis Göllh], wennich (węniχ) [mancherorts mittl. WPf verbr. VPf vereinzelt übrige Pf Heeger Südostpf. 18 Juner 102 Karch Jockgr/Nd'horb 74 Lambert Penns 177 Krämer Gal 241], wennisch (węni) [ZW-Zweibr RO-Semb Kaislt PS-Rodalb LU-Altr Opp Bernhard 186 Castleman Zwbr. 31 Karch Jockgr/ Nd'horb 80], winnich (winiχ) [KU-A'glan Jettb Kaulb Kreimb Ohmb Wolfst HB-Bliesdlh IB-Ballw Blieskst Bliesmg/Bolch Erfw/Ehling Gersh ZW-A'hornb Battw Lambsbn L'wied RO-Als Nd'mosch Odh Rehbn KL-Einsdhf Reuschb Stelzbg Weilb PS-Bruchw/Bärb Bundth Busbg Claus Erfw Geisbg Hintwdth Schmalbg Vinn BZ-Gossw Lug O'hs Schwanh Stein Christmann Kaulb 11, 24 Ehrhardt 23 Heeger Südostpf. 18 NPf und Donnersberg (PfId. 152)], winich (wīniχ) [KU-Kaulb Rothsbg (Mang 118) Christmann Kaulb 11, 24], winnisch (wini) [HB-Breitft PS-Rodalb (Bernhard 186)], wenk (węŋg) [ GH-Leimh], weng (węŋ) [ RO-Winnw], wink (wiŋg) [ KU-Obw/Tiefb KL-Erlb]; s. K. 390; Kompar.: wenicher (wēniχər) [Bd. 6, Sp. 1251] ![]() [Bd. 6, Sp. 1253] [vereinzelt], wennicher (weniχər) [vereinzelt VPf Lambert Penns 177 Krämer Gal 241], wenger (węŋgər) [ GH-Leimh], winjr [Bayer Hackm. 80]; Superl.: wennichscht [vereinzelt Lambert Penns 177], am wennischde [Krämer Gal 241]; Zs.: PfWB blitz-, PfWB blut-, PfWB sowenig. Mol hot mer veel, mol hot mer wenich [Burgey Keschte 58]. Ich bin jo e solider Mann / Un trink so wenig, wie ich kann [Münch Werke I 66]. RA.: se w. Zung han 'redefaul sein' [ KL-Fischb]. Er werd immer wennicher 'Er wird hinfällig' [Krämer Gal 241]. Der hot w. in de Stern (Stirn) 'ist dumm' [ KU-Schmittw/O]. Er hot e(n) (zwää) Sparre (Sprosse) se w. (orrer se veel) 'ist verrückt' [mancherorts, auch Gal]. 's Geld es 's winnichscht, was e oremer Mann hot, (... bei unserääm 's wennigscht) Wortspiel mit doppelter Bed.: 'Geld ist das, was wir am wenigsten haben' oder: 'Geld spielt bei uns keine Rolle, weil wir so viel haben' [ RO-Odh, KU-Schmittw/O KB-Kriegsf]. SprW.: Liewer efder gut esse unn defor net se wennisch [PS-Rodalb (Bernhard 211)]. Viel Wenig gewwe e Viel [Krieger 49]. Wär's wenichscht weeß, hot's meenscht zu sḁge [Fogel Prov. Penns Nr. 1839]. Viel w. macht ḁ en Haufe [Fogel Prov. Penns Nr. 1814, Bergz (Kamm 87)]. For se lewe se w., for se sterwe se veel [ WD-Niedkch, vereinzelt]. Mit viel halt mer haus, mit w. kummt mer aus [Bergz (Kamm 88) Gal Buch]. Wer w. nit ehrt, is viel nit wert [ Don-Gottlob]. Zu w. un zu viel, verderbt jedes Spiel [Gal-Dornf, Horne Penns 104]. Viel Gedus, awwer w. Gedäts 'Viel Getue, aber wenig Taten' [vereinzelt]. Sagsprichwort: En groß Gekrisch, awwer w. Woll, hot der Deiwel g'saat, wie er en Sau g'scheert hot g'hat [Penns]. BR.: Viel G'schein — w. Woin [mancherorts Weinbauorte]. Volksgl.: Wann eens nachts im Bett niest, is die neekscht Nacht eens meh oder eens wennicher [Fogel Beliefs Penns Nr. 313]. VR.: Ich bin der kleine Käänich, / gebt mir nicht zu wäänich, / laßt mich nicht zu lange schdehn, / ich muß noch ein Haus weitergehn. / Ich bin der kleine Kaiser / und geh in alle Haiser, / ich bin de schäinscht im Himmelreich / was ich griich, deß äß ich gleich, Neujahrsheischespruch [LA-Mart (Bertram in: PfL 10. 2. 1934), Donnersberg Jahrbuch 1981 168]. a. 1358: ez sy vil oder wening [MüPfUrk. Fasz. 183 Nr. 2627 (ZW-Stamb)]. — 2. in Rechenoperationen im Kompar., wenicher 'minus' [verbr.]. Finf wenicher vier isch ääns [ LA-Maik]. — RhWB Rhein. IX 426/27; LothWB Lothr. 537 wenich; ElsWB Els. II 828.
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