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 PfWB Blumen-bohne (Bd. 1, Sp. 1033)   PfWB Gan-erbe (Bd. 3, Sp. 22) 
  -bohne f.:
1. Bohnensorte.
a. 'Feuerbohne (Phaseolus multiflorus)', Pl. -bahne [ KU-Bedb PS-Fischb FR-Tiefth LU-Friesh NW-Kallstdt LA-Maik GH-Kand], -bauhne [ LU-Maud LA-Gommh BZ-Dernb], -bouhne [LA-Impfl Nd'hochstdt BZ-Albw Dierb], -buhne [ PS-Gersb KL-Weilb LU-Limbghf], -bohne [verbr.]; vgl. PfWB Speckbohne. —
b. 'Saubohne (Vicia faba)', Pl. Blummebohne [KL-Mackb »vielfach St. Ingbert u. Glantal« (Wilde 26)]. —
2. Blummebuhne, Neckname für die Bewohner von Germh. — Südhess. I 958; RhWB Rhein. I 803; Bad. I 270. —

 

  Gan-erbe:
1. f. 'Gelände, das sich ehedem im Gemeinbesitz mehrerer Dörfer befand', auch PfWB Haingeraide und PfWB Ganerbschaft genannt. Zu den bekanntesten Ganerben in der Pfalz gehören die beiden Ganerbenwälder westlich von Dürkheim und das ehemalige Weidegelände am unteren Speyerbach. Der große Ganerbenwald heißt auch Herxheimer Ganerbschaft bzw. Großganerbschaft, der kleine Ganerbenwald auch Bobenheimer oder Kleine Ganerb bzw. Kleine Ganerbschaft. An die Ganerb am Speyerbach erinnert heute der zu NW-Haßl gehörende Wohnplatz gleichen Namens. Anteilgemeinden dieser rund 690 ha umfassenden Ganerb waren Haßloch und Gommersheim als Häupter der Gemeinschaft, sowie Böhl, Iggelheim, Hanhofen, Harthausen und Dudenhofen. Bei der Auflösung und Aufteilung im Jahre 1819 erhielten Hanhofen, Harthausen und Gommersheim die größten Anteile. De Vadder fahrt uff d' Ganerb heit, for Gerschd dort ei(n)semache [Kunnrädel 32]. 16. Jh.: Vnd wysen aüch die Spyerbach von Dudwyher (NW-Duttw) margk an bus an die ganeerbe zü eym rechtten vnderscheydt zwüschen ine (d. h. den Bewohnern von Geinsheim) vnd den von Haselach (Haßloch) [PfWeist. II 618 (NW-Geinsh)]; vgl. PfWB Erbenbüsche. —
2. m.
a. 'wer Erbgenosse einer Ganerbe (s. oben 1) ist'. 16. Jh.: Dies sint Recht So die gan Erben Handt [SSp., Lgb. 53, Bl. 227 (SP-Hanhf)]. a. 1560: Nun folgen die wälde so vns Ganerben angehörig [DirmstAWeist.]. —
b. Neckname der Bewohner von Germh, Ganerb. Entstanden aus Geanerbe 'Mitanerbe', Weigand I 617, DWB DWb. IV/1, 1, 1215. Zur Entstehung der Ganerbschaften vgl. auch Wenz 139 ff., PfMHk. 1926, S. 187 ff., PfW 10/1968, S. 5. —