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 PfWB blochen (Bd. 1, Sp. 1023)   PfWB stauchen (Bd. 6, Sp. 450) 
   blochen schw.:
1. 'zu Blöcken oder Bohlen schneiden', vgl. PfWB Bloch 1 b, c, bloche [Müller Butterbärwel 3]. —
2. geblochter Brunne 'Brunnen mit Wänden aus Holzbohlen' [ Gal-Obl]. —
3. 'aus einem Bloch (Holzblock) machen'. a. 1746: Ein Neien Wachenaß (Wagenachse) blochen [Kurpf. 1973-76 (Inventarium aus FR-Flomh)]. —
4. geblochti Kuh 'Kuh mit gedrungenem Bau' [ KU-Hundh LU-Alsh BZ-Albw Steinf]; vgl. PfWB stauchen. So korz geback, so dick geblocht [Müller Butterbärwel 3]. —
5. 'in den Block schließen', a. 14. Jh.: vnd wer es sach, das ein geseszener man ein grosz freuel brech (Frevel begeht), den sol man blochen oder tornen (in den Turm sperren) [PfWeist, I 234 (NW-Deidh)]. a. 1465-70: Darumb soll man auch kein seßhafftigen man dornnen (s. d. vorige Zitat), oder blochen, Er hette dan einen Dotschlagk [Spey-Hochst., Bl. 58]. — Südhess. I 947; RhWB Rhein. I 791.

 

   stauchen schw.:
1. 'etwas auf den Boden oder eine feste Unterlage aufstoßen, damit es kürzer wird', stauche (dauxə) [verbr. ges. Pf, Bernhard 154 Thielen 106 Lambert Penns 142 Krämer Gal 206]; Part. Perf. gestaucht (gədauxd) 'von gedrungener Gestalt, kurz und dick', von Menschen, Vieh [mancherorts]; vgl. PfWB Bannstauch, PfWB blochen; Zs.: PfWB verstauchen; e Stummel Wääz st. 'eine Weizengarbe aufstoßen' [ KU-A'glan]. De Schmid staucht e Stick Eise [ KU-A'glan]. RA.: Er esch g'staucht, von gedrungener Gestalt [ BZ-Dernb]. Die Kuh isch

[Bd. 6, Sp. 451]
g'staucht unn dick gebumbelt [ PS-O'simt]. —
2.
a. 'jemanden mit Worten zurechtweisen, zur Rede stellen, tadeln' [mancherorts, Bernhard 154 Kieffer 67 Thielen 106]; Zs.: PfWB herab-, PfWB herunter-, PfWB zusammenstauchen; Syn. s. PfWB ausschelten, PfWB schelten; jemand (eenen) st. [mancherorts]; geherich (ordentlich) st. [ KU-Schmittw/O RO-Obd GH-Schwegh]. Den haw ich emol schää g'staucht [ LU-Opp]. Dort dhut er'n grindlich stauche: / »Du kannst mer bei de' Deiwel geh, / Ich kann jetzt selwer brauche!« [Müller Luscht und Lewe 69]. —
b. 'verhauen; am Kragen fassen, anheben und fallen lassen' [mancherorts]; Syn. s. PfWB verhauen 1. Den häb ich g'staucht [ BZ-Dernb]. —
3. 'stehlen, entwenden, klauen' [ZW-O'hs KL-Lauhf Mackb Ottbg PS-Leim Winz Pirmas (Kieffer 67) KB-Dreis Rams FR-Quirnh LU-Alsh Maud NW-Gimmdg Hamb LA-Herxhwey BZ-Apphf Mühlhf]; Syn. s. PfWB stehlen. Er hot's gestaucht [ FR-Heßh]. Der hot e Fahrrad g'staucht [Lu'haf]. — RhWB Rhein. VIII 541/42; ElsWB Els. II 573 stuchen; Hess.-Nass. III 740; Kluge-Seebold22 697; DWB DWb. X, II,1 1132 ff.