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 PfWB blitzen (Bd. 1, Sp. 1021)   ElsWB blitzeⁿ (Bd. 2, Sp. 175a) 
   blitzen1 schw.:
1. wie schd., blitze (blidsə) [allg.].
a. vom Blitzen in der Natur. RA.: Er macht e Gesicht wie e Bock, wann's blitzt 'ist erschrocken, sprachlos' [PS-Gersb, verbr.]; hierzu die Varianten mit: wie e Ochs [KU-O'staufb], wie e Katz [ FR-Kindh], wie e Aff [ BZ-Nd'horb]. Er macht Aage wie e Gansert, wann's blitzt [Hebel 14]. Der verdreht die Auwe wie e Gluck, wann's blitzt [PS-W'fischb, verbr.]. Er macht e Gesicht wie e Maikäwer, wann's blitzt [ ZW-Gr'bundb]; dass. mit der Variante wie e Mott [ RO-Schweisw KL-W'lein]. —
b. vom Mündungsfeuer. VR.: Bei Austerlitz do hott's geblitzt, do hunn die Russe Blut geschwitzt [ KU-Schmittw/O]; dazu die Var. aus der VPf: ... do sin die Franzose ins Wasser geritscht. Zs. PfWB aufblitzen. —
c. vom Glitzern der Sterne, vgl. PfWB blitzern. —
d. vom glänzenden Aufleuchten der Augen. Sei Aa hun geblitzt [NPf, allg.]; Zs. PfWB anblitzen. —
2. übertr.
a. 's blitzt bei einer weiblichen Person, deren Unterrock unter dem Rock hervortritt [NW-Neidfels, verbr.]; gebräuchlich auch beim Offenstehen des Hosenschlitzes bei Männern. —
b. 's hot geblitzt 'Es hat Hiebe gesetzt' [ LU-Alsh]. De Gaul blitzt mit de Hinnerbään 'schlägt aus' [LA-Impfl, verbr. südl. VPf]. Von einem unehelichen Kind sagt man: Das hat de Essel (Esel) aus de Wand geblitzt [PfL vom 13. 10. 1923]. —

[Bd. 1, Sp. 1022]

c. 'abweisen' in der Zs. PfWB abblitzen. —
d. 'trinken', scherzh., blitze [ Don-Tscherwk]. — Südhess. I 946; RhWB Rhein. I 788; LothWB Lothr. 51; ElsWB Els. II 175; Bad. I 265.

 

 blitzeⁿ [plìtsə, pletsə allg.] 1. blitzen. ‘fulgurat es blitzget’ Gol. 26. 2. springen. Ër macht nix aˡs Singeⁿ un B. Su. Kinderreigen: s rëjⁿt großi Tropfeⁿ, D Bueweⁿ mueß mr klopfeⁿ, D Maidle mueß mr fitzeⁿ, Daß si d Stëj ʰⁱna blitzeⁿ Rapp. JB. VII 158. ‘Wenn sie ruowet, so muostu blitzen’ Murner Mühle 239; umherstreifen, schwärmen Geiler Em. 8. ‘auß vnnd ein zu plitzen’ Fisch. Garg. 56. [ysən pletsə] aus und ein laufen M. Rda. Er blitzt wi e Has Logelnh., wi e Geisbock Rauw. Der loßt dⁱe Schuldeⁿ b. kümmert sich nicht drum Dehli. 3. in die Höhe steigen, von wilden Pferden Z. ‘ein esel blitzt hinden und fornen’ Geiler Häsl. d Iiij. s. auch Birk; vor Freuden bis an die

[Bd. 2, Sp. 175b]
Decke springen Su.; empor fahren: ‘Doch plitzen uf em Wasser d’ Fisch’ Lustig I 21; springen Saarunion. ‘Der Schemel blitzt fällt um; das Pferd blitzt schlägt aus. Auch fig. aufbrausen im ersten Zorn’ Klein. ‘wie ein Wasserstelz plitzen’ Fisch. Ehez. Hf. 184, 19 (E 7ª). Zss. Blitzmichl unruhiger, schnell auffahrender, heftiger Mensch Str.; –loch Seite 550. 4. kippen, von einem Brett, dessen Belastung sich ändert Hf. Paß uf, nit daß dr Karrich blitzt! Str. ‘Hawwi nitt gsait, Madamm mit dem Sunnebaresenel, ’s Brett blitzt, un küm hawwi ’s Wort gered't, se leït ’s Schinoos im Wasser’ Straßb. Helje St. 5. fallen. Er is grad hindersiʰ geblitzt Bisch. Schweiz. 5, 293. Bayer. 334.