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 PfWB Plafond (Bd. 1, Sp. 957)   LothWB Ere (Bd. 1, Sp. 125b)   RhWB Plafong (Bd. 6, Sp. 921) 
   Plafond m., n.:
1. 'Zimmerdecke', Plafon, Plaffo, s. F. [SPf (neben seltenerem Deck, s. K. 53), Don-Kathreinfeld]. Die Verbr. anderer typisch mda. Bezeichnungen in der Pfalz (s. die Karte) läßt die Angabe in Keiper 54, daß P. »durchgehends in der Pfalz« im Gebrauch sei,

[Bd. 1, Sp. 958]
schon für die Zeit um 1900 als unzutreffend erscheinen; in unserer Zeit wird es mehr und mehr durch Deck (s. PfWB Decke) verdrängt. Syn.: PfWB Balken, PfWB Decke, PfWB Estrich, PfWB Gebälk, PfWB Gedönse, RA.: Er is weiß wie 's Plaffon [ PS-Simt]. —
2. scherzh. für 'Kopf'. Ich schlaan der an de Plaffon [ HB-Nd'bexb]. — F.: ˈblafōn in der südl. WPf, ˈblafō in der südl. VPf. Keiper 54 gibt die Aussprache Blaffon (mit Nasalierung) an. Das Genus ist fast allg. m.; n. nur für PS-Simt W'fischb belegt. — Das Wort ist aus dem Lothringischen, wo es nahezu allg. gebräuchlich ist, und aus dem Elsässischen eingedrungen. Die Bewohner der deutschen Siedlung Kathreinfeld im Banat haben es aus der Zeit der Ansiedlung ihrer aus dem lothr.-pfälz. Grenzraum stammenden Vorfahren bewahrt. — Südhess. I 886; RhWB Rhein. VI 921; LothWB Lothr. 47; ElsWB Els. II 154; Bad. I 243.

 

  Ere [êrə fast allg.] Hausgang, Hausflur, gewöhnlich in der Zusammensetzung Husere (s. d.).

 

 Plafong das Wort, nach frz. plafond, ist nur lrhn. bezeugt, u. zwar zunächst an der Saar, Trier, WEif, im gesamten LRip, SNfrk in Eup, Geilk, Heinsb, Erk, MGladb, Kref, dann Geld, Mörs, Klev u. hier auch rrhn. überspringend nach Rees u. Düss-Stdt, u. zwar an der Saar, im WMosfrk blafǫ·ŋ. [-fǫ Saarbr-Feching GrRosseln Völkl, Saarl häufig; -fǫ·n. Saarl-OEscn, Merz-Becking, Saarbg-Besch Faha, Trier-Leiwen, Bernk-Longkamp; -fu·ŋ. Saarbg-Ayl Weiten, Bitb-Ehlenz; -fǫ·n.t Saarl-Buprich]  m. u. f. [Trier-Stdt n.]; sonst plafo·ŋ., –fǫ·ŋ. [-fo·n. Malm-Amel, Bo-Buschd, Köln-Poulh, Bergh-Bedbg, Jül-Röding, Aach-Breinig; -fo·n.t Dür-Stdt, Eup-Stdt (u. -fǫ·ŋ.); -fu·ŋ. u. -fu·m. Köln-Stdt; -fo·ŋ. u. -fo·m. Eusk-Lechenich; -fu·m. Bo-Kessenich; -fo·m. Duisd Keldenich; -fu·m. Neuss-Stdt; blavo·ŋ. Kemp-STönis, Mörs-Wallach; pla-, blafōn, –vōn, -wōn, –won Geld, Mörs, Klev, Rees]  n. (selten m., f.); Pl. -ə(n) [Rip auch -fo·ŋ.ks]: die neuzeitliche glatte Stubendecke, bes. Gipsdecke; das Wort stirbt aus, u. die mdl. Synon. Dun, Gedin, Fresin, Bresin, Deck, a jene Balken sind noch lebendig;

[Bd. 6, Sp. 922]
dei rappeln em Haus, mer muss jo graulen, dät de Pl. deht efallen Merz, Allg.; gester Ovend hant se övver osem Pl. getrampelt, dat der Pl. bal op der Fernös (Küchenherd) gefalle es Aach-Eschw; do stött men sich de Kopp an't Pl. — Zs. Pl.hölzer, –latzen, –nägel.