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 PfWB Plafond (Bd. 1, Sp. 957)   LothWB Ere (Bd. 1, Sp. 125b)   PfWB Estrich (Bd. 2, Sp. 983) 
   Plafond m., n.:
1. 'Zimmerdecke', Plafon, Plaffo, s. F. [SPf (neben seltenerem Deck, s. K. 53), Don-Kathreinfeld]. Die Verbr. anderer typisch mda. Bezeichnungen in der Pfalz (s. die Karte) läßt die Angabe in Keiper 54, daß P. »durchgehends in der Pfalz« im Gebrauch sei,

[Bd. 1, Sp. 958]
schon für die Zeit um 1900 als unzutreffend erscheinen; in unserer Zeit wird es mehr und mehr durch Deck (s. PfWB Decke) verdrängt. Syn.: PfWB Balken, PfWB Decke, PfWB Estrich, PfWB Gebälk, PfWB Gedönse, RA.: Er is weiß wie 's Plaffon [ PS-Simt]. —
2. scherzh. für 'Kopf'. Ich schlaan der an de Plaffon [ HB-Nd'bexb]. — F.: ˈblafōn in der südl. WPf, ˈblafō in der südl. VPf. Keiper 54 gibt die Aussprache Blaffon (mit Nasalierung) an. Das Genus ist fast allg. m.; n. nur für PS-Simt W'fischb belegt. — Das Wort ist aus dem Lothringischen, wo es nahezu allg. gebräuchlich ist, und aus dem Elsässischen eingedrungen. Die Bewohner der deutschen Siedlung Kathreinfeld im Banat haben es aus der Zeit der Ansiedlung ihrer aus dem lothr.-pfälz. Grenzraum stammenden Vorfahren bewahrt. — Südhess. I 886; RhWB Rhein. VI 921; LothWB Lothr. 47; ElsWB Els. II 154; Bad. I 243.

 

  Ere [êrə fast allg.] Hausgang, Hausflur, gewöhnlich in der Zusammensetzung Husere (s. d.).

 

   Estrich m.:
1. 'Zimmerdecke', Eschtrich (edriχ) [NPf KL-Fischb Dansbg Stelzbg ZW-Gr'bundb PS-Schaubg KL-W'lein BZ-Hofstätt]; zur Verbr. s. K. 53. Syn. s. PfWB Plafond 1. Ich schlaa d'r uf de Kopp, daß d'r 's Hern (Hirn) an de E. spritzt [ RO-Alsbr]. a. 1522: Esterich in dem Nawen haus [LandsbgKellR]. um 1525: esterich mit leymen zu blezen 'mit Lehm auszubessern' [SSp, Rechn. Buch des Klosters Seebach, Bl. 65]. a. 1566-87: Item 7 schilling kost der leymen zum Esterich vnd macherlon [SSp, Kirchenrechn. 63 (BZ-Wernbg)]. a. 1578: einen Estrich über dem Habber-Speicher ... zu machen [LeinGbl. 1908, S. 48]. a. 1583: schlagung eines Newen Esterich Oberhalb des Bierhauß ... zur Legung des Hopfens zu gebrauchen [Werschw-SchR]. a. 1653: daß Östrich [GGA, A. Nr. 1062, Bl. 2]. a. 1663: dem Maurer von einem Österrich ins Meisters Hauß zu machen [StArch. Kandel, R 1, Bl. 17]. a. 1751: (Im Schulhaus ist) ein grosses stück Estrich eingefallen, und (hat) beynahe unseres Schulmeisters Ehefrau und Kinder erschlagen [Kurpf. 812]. —
2. 'Fußboden' [ LA-Edk]. De Eschtrich hot sich negscht gesenkt, so hot er ufgetret (beim Tanzen) [Müller Butterbärwel 50]. M'r glaabt, de Eschtrich brecht (vom Auftreten) [Kühn Schnitze I 60]. —
3. 'Hausgang, Vorraum des Hauses' [KL-Landstl FR-Grünstdt LA-Arzh BZ-Billh]; vgl. PfWB Ern1. — Mhd. esterich < ahd. asterih < mlat. astracum

[Bd. 2, Sp. 984]
< griech. ostrakon 'Scherbe', Frings Germ-Rom2. — Südhess. II 295; RhWB Rhein. II 203/04, IX 1154.