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 PfWB Pips (Bd. 1, Sp. 928)   PfWB Piepser (Bd. 1, Sp. 898) 
   Pips m., f., Pippes m., Pipsen m., f., n., Pipser m., f.:
1. 'Diphtherie des Geflügels' (Verhärtung der Zungenspitze und Verstopfung der Nasenlöcher), Bips, Pips, Bieps, Pieps, Bippes, Pippes, Bippse, Pippse, Bipser, Pipser, Biepser, Piepser, zur Verbr. s. K. 51. Die Korzebas (eine Frau namens Kurz) kann de Biepse nemme [ KU-Schmittw/O]; dieses Nehmen des P. ist eine arge Tierquälerei: man reißt dem Huhn die harte Haut von der Zunge los. Ein anderes Mittel gegen diese Hühnerkrankheit ist das Eingeben von Fett, auf das man etwas Pfeffer gestreut hat [ebd.]. —
2.
a. 'Schluckauf beim Menschen'. Er hot de Bipser [ NW-Frankeck]. Syn. s. PfWB Schluckser. —
b. allg. 'Krankheit beim Menschen'. Er hat die Pips [Zweibr, verbr.]. Houl dar naar de Bipse! 'Hol dir nur den P.!' [ BZ-Dierb]. Er hat de Bipse 'eine leichte Krankheit' [ PS-Erfw], 'eine lebensgefährliche Krankheit' [ GH-Zeisk LA-Mörzh]; sich de Biepser hole 'sich eine Erkältung zuziehen' [ LU-Böhl]. Dem mißt mer vleicht de Pips nemme, scherzh. von einem Kränklichen [ Gal-Josbg], s. 1. — F. (s. K. 51): p- im Anlaut ist die Regel in der SWPf u. NWPf; sonst herrscht b- vor. Solche Übergänge des Anlautes sind auch in anderen Wörtern festzustellen, vgl. z. B. Paß, piepsen. Das -i- im Inlaut ist im größten Teil der Pfalz kurz; langes -ī- ist nur östl. von St. Wendel (pībs) und in der nördl. sowie teilweise in der mittl. VPf (bībsər) gebietbildend. Die ursprüngliche Form ist pibs (aus gallisch pippīta < lat pituīta,vgl. Kluge-Mitzka19); pibsə entstand vielleicht in Analogie zu nubə 'Schnupfen', pibsər in Analogie zu ligsər 'Schlückser = Schluckauf'; bibəs ist eine Erweiterung zu pibs. Die Dehnung (pībs, pībser, bībser) wohl in Anlehnung an Piepser1. — Südhess. I 862; RhWB Rhein. VI 875; Saarbr. 154; LothWB Lothr. 44; ElsWB Els. II 73; Bad. I 204 Pfipfis.

 


Aus den Nachträgen

 

  Piepser2, Hühnerkrankheit s. PfWB Pips.