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 PfWB Bien(en)-baum (Bd. 1, Sp. 890)   RhWB Faulbaum (Bd. 2, Sp. 333)   PfWB Abführ-strauch (Bd. 1, Sp. 31) 
  -baum m.:
1. 'hohler Baum, in dem Bienen wohnen'. a. 1726: In Kaislt werden ein Bürger und dessen

[Bd. 1, Sp. 891]

[Bd. 1, Sp. 893]
Sohn bestraft, weil sie einen Eichbaum umgehauen hatten, in dem Bienen waren [Küchler 586/87]. Noch zu Anfang des 20. Jh. stand im Ebernburger Walde, wo der Weg nach dem Birkenhof austritt, ein Bienenbaum, die sog. 'Drei Buchen', in dessen Stamm und Asthöhlen beständig Bienenvölker wohnten, zu mancher Zeit 6-8 Kolonien [Häberle in PfHk. 1910, S. 9]. —
2. 'Faulbaum (Rhamnus frangula)', Bienebaam [ BZ-Rohrb]. Der B. gehört zu den besten Bienenpflanzen (Wilde 56). —

 

  Faul-baum Allg. m.: 1. wie nhd., rhamnus frangula Allg.; Ahlkirsche, prunus padus Daun, Koch; weisse F. gemeine Schlinge, viburnum opulus Bitb-Geichl; Holunder Monsch-Witzerath; in der Dunkelheit leuchtendes Holz Rip. RA.: F. on Iərlenholt (Erlen-) giət de roə Tinte; all de Jongen wessen woəhl, dat de Mädcher stenken Waldbr. — Tee von F.rinde beliebtes Brechmittel. — 2. in RA. mit F. 1 spielend: Monnichen sicht Wellbam (dicker, kräftiger B., zu einem Wellbaum, Drehb. geeignet) a fend F. (dünne Rute) gesagt von einem Mädchen, das die Wahl unter seinen Bewerbern hatte, doch schlecht gewählt u. schliesslich die schlechteste Partie machte Bitb-Geichl; en sot (suchte) Kürbom (küren = wählen) on fonn F. er suchte das Beste u. fand das Schlechteste Malm, Prüm, Daun, Saarl, Geld, Mörs. — 3. einem Mädchen enen F. stechen wenn es bis zum 1. Mai im Garten nicht fertig ist mit Graben, so setzen ihm die Burschen einen F., etwa ein Birkenbäumchen udgl. Siegld-Freudenbg. — 4. ein Mann, der ein wundes Bein hat Kref-Fischeln.

 

  Abführ-strauch m.: 'Faulbaum' (dessen Rinde und Beeren als Abführmittel dienen), Abfihrstrauch [LA-Rohrb (Wilde)].