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 PfWB Pflug (Bd. 1, Sp. 860)   PfWB Feld-pflug (Bd. 2, Sp. 1109) 
   Pflug m.:
1. wie schd., Plug (blug) [fast allg.], Pluch (blūx) [westl. der Linie KU-Ulm — HB-

[Bd. 1, Sp. 861]

Höch — IB-Ommh u. Umg.], Pflugg (bflug) [ BZ-Schweig GH-Berg Scheibhdt], zur Verbr. s. K. 44; Penns hat blūg, selten blug; Schandein Ged. 245: Pluh; Don Banat: blux; Don Batschka Gal Buch: blug. Die Teile des P. zeigen die Abb. 20 u. 21 (s. auch Klein Wag. 115 ff.). Die verschiedenen Pflugarten s. in den Zs. PfWB Patent-, PfWB Berg-, PfWB Purzel-, Triller-, PfWB Englischer, PfWB Feld-, PfWB Grießheimer, PfWB Grundbirnen-, PfWB Guß-, PfWB Häckel-, PfWB Hack-, PfWB Haken-, PfWB Häufel-, PfWB Orts-, PfWB Riester-(Rüster-), Rühr-, Saat-, Schäl-, Schaufel-, Scherr-, Sturz-, Ulmer, Wald-, Weinberg-, Wende-, Wingert-, Zuckerrüben-, Zweischarpflug. Wendungen: de P. stelle 'den Tiefgang des Pfluges regeln' [allg.]; de P. ausfahre, beim Wenden den Pflug nicht vorzeitig abbiegen lassen, ihn bis zum Ackerende in der geraden Richtung halten [ Gal-Obl]; mit 'm P. breet (oder schmal) aanhalle 'breite (schmale) Furchen ziehen' [allg.]. Zum Transportieren des Pfluges dienen PfWB Pflugskarch, -schleife, -schlitten. BR.: Wann de Wind weht vum Rhein, kann mer die Pligg stelle hinner die Zain [ KL-Weilb]. Ein Rätsel mit dem Wort P. s. PfWB Peter 2. a. 1425: ein nuwen plug [LeinArch. (Löhne)]. a. 1446: der wegener 8 tage hat pluwe (Pflüge) vnd geschirr gemacht [KellR Lichtenberg bei Kusel]. a. 1521: wagen, plüge vnd anders [LandsbgKellR]. a. 1520/40: des closters pluk [Grimm Weist. V 619].-
2. 'Vorderpflug', in der Dim. Form Pliggl [GH-Zeisk Klein Wag. 120]. —
3. Gasthaus zum Pflug [ LU-Oggh Opp]. — Dem Sing. blug entspricht im Pl. gew. blig;

[Bd. 1, Sp. 862]
RO-Als KL-Katzw Fischb haben die Pl.-Form blī. Der Sing.-Form blūx, blux steht die Pl.-

[Bd. 1, Sp. 863]
Form blīχ, bliχ gegenüber. Unsere blūx-Gebiete sind kleine Ausläufer eines großen Bereiches, der sich mit unterschiedlichem Vokal (zu verzeichnen sind im besonderen -o‧u.-, ōu-, -ou-, -u-) vom Moselfränkischen her ins Rheinfränkische erstreckt. Die Grenze des auslautenden -ch gegen -k/-g in 'Pflug' verläuft also, worauf auch K. Wagner in AnzfdAlt. LXXII, 2 (Okt. 1960), S. 51 hinweist, südlicher, als Th. Frings in Rhein. Vierteljahrsbl. 1955 S. 183 andeutet. — RhWB Rhein. VI 768 ff.; Saarbr. 155; ElsWB Els. II 144; Bad. I 211; Hess.-Nass. II 618/19.

 

  -pflug m.: eine Pflugart [ KU-Etschbg]. RhWB Rhein. II 378. —