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| PfWB Pflaster-wacken (Bd. 1, Sp. 855) | PfWB Wacken (Bd. 6, Sp. 989) | PfWB Schossee-wacken (Bd. 5, Sp. 1421) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
1. 'größerer (mindestens faustgroßer) Steinbrocken; Feld-, Kiesel-, Pflasterstein', je nach Gegend Melaphyr, Diorit, Basalt, Granit, Sandstein, Wacke (wagə) [mancherorts ges. Pf, Bernhard 185 Müller Dietschw 70 Schneckenburger 17 Lambert Penns 172]; Pl. wie Sg.; das in PfId. 149 gemeldete Gen. f. ist in der Pf sonst nicht belegt, vielleicht aus Pl. die Wacke abgeleitet?; vgl. PfWB Quacken; Zs.: PfWB Pflaster-, PfWB Eisen-, PfWB Grau-, PfWB Nahe-, PfWB Schosseewacken. Naß glänze vor de Dier die Wacke [Kraus Gutsjer 52]. Ich han e Wäckelche 'kleiner runder Kieselstein' im Sack [ KU-Kaulb]. Die schmeißen meterdicke Wacke, / Vum Felse runner in die Hohl [Räder 73]. Abbrobo, hott so e Hußje aach dort kaa(n) Wacke leie, wo anner Leit s Herz leie hunn [Kühn Palz 99]. Dem Hannjerg sein Balzer / Duht nix ass wie schlaa: / Am Dag klobbt 'r Wacke / Un owends sein Fraa [Kühn Kumödi 31]. RA.: e Kopp wie (e) W. 'ein harter Kopf' [ ZW-Gr'bundb, mancherorts]. Sei Bauch werd hart wie Wacke [Kraus Pat 47]. Der hat e Herz als wie e Wacke, von einem Hartherzigen [Münch Werke II 275]. SprW.: Die Mäd mit dicke Backe / Henn Harze wie die Wacke [Horne Penns 110, Fogel Prov. Penns Nr. 148]. Volksgl.: »Ein bei der Feldarbeit entdeckter Donnerkeil, vielleicht ein Erzeugnis der Steinzeit, galt bei manchen Leuten bis weit in das 19. Jahrhundert als wertvoller Fund. Er konnte ja helfen, so eine Kuh an einem kranken Euter litt. Wacken! Wacken! Du sollst dich zum Stall nauspacken! lautete die Beschwörungsformel. Während diese gesprochen wurde, mußte das erkrankte Organ tüchtig mit dem Stein gestrichen werden« [Franz 230]. — 2. FlN, mda. Uf de Wacke [Zweibr (Wilms Alph. 55, Zink FlN 80)]. a. 1600: Item uf den Wacken [Vellmann Wolfst 218]. — 3. Neckname für die Bewohner von KU-Rammb und ZW-Gr'steinhs, nur Pl. Wacke [Seebach Neckn. 34], wegen der dortigen Steinbrüche; vgl. PfWB Wackenpicker. — Mhd. wacke 'Feldstein, hervorstehender Felsblock' ( Lexer Lexer III 625/ 26 ). — RhWB Rhein. IX 175; Lothr. 526/27; ElsWB Els. II 807.
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