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 PfWB Pferds-gelbrübe (Bd. 1, Sp. 822)   PfWB Gelb-rübe (Bd. 3, Sp. 163)   PfWB Schwanz (Bd. 5, Sp. 1550) 
   Pferds-gelbrübe f.:
1. 'Wilde Gelbrübe', Perdsgellrieb, -gellerieb [»vielfach, namentlich NPf« (Wilde 68)]. —
2. 'große Mohrrübenart', Länge etwa 20-25 cm, in der Färbung blasser als die der echten Gelbrübe, wird zur Viehfütterung verwendet [ KL-O'mohr Zweibr PS-Lembg]. — Saarbr. 152.

 

 -rübe f.:
1.
a. 'Mohrrübe, Karotte', Gellerieb (gęlərīb) [verbr. bes. mittl. u. südl. WPf östl. NPf nördl. VPf, seltener übrige Pfalz], Gell- (gęl-) [vereinzelt mittl. u. südl. WPf und VPf verbr. Gal], Gääle- (glə-) [verbr. NWPf westl. NPf vereinzelt mittl. u. südl. VPf], Gääl(gl-) [ RO-Dielkch Rockhs LA-Nd'hochstdt GH-Kand], Geele (gēlə-) [KU-Schmittw/O Quirnb Reichsth A'glan KL-Lind mancherorts mittl. VPf (Wilde 67)], Geel- (gēl-) [KU-Etschbg Altkch Brück Breitb RO-Gundw KL-Ottbg (Wilde 67) PS-Geisbg LA-Wollmh Beam Penns 40 Don-Tscherwk], Geller- [Zweibr RO-O'hs FR-Tiefth LU-Friesh NW-Kallstdt], Gäler- [ PS-Erfw], Gaale- [ KU-Föckbg RO-Rehborn Duchroth], Gälwe- [KU-Lauteck (Wilde 67)]; Pl. -riewe (-rīwə). Sie dut Gelleriewe schawe [NW-Haßl, verbr.]. Die Gellriewe stehn so dick wie die Hoor uf'm Kopp [ ZW-Bechhf]. Mer esse heit Bahne un Gääleriewe darchenanner [ KU-Bedb]. Ich ess die Gellriebcher so gern [ Gal-Lindf]. Mittel gegen Würmer: rohe Gellriewe [ ZW-Battw]. Der Hund schabt Gääleriewe (kratzt sich wegen der Flöhe) [Wilde 67]. Blinzel net so wie e Gans nooch're G. [ PS-Geisbg]. Er drickt sich rin wie die Sau in die Gelleriewe [ Gal-Lindf]. Die alt Rechierung is iwwer die Gälleriewe gejagt worre 'wurde gestürzt' [ NW-Freinsh]. Ich bin ferdich wie e G. 'abgearbeitet' [Krieger 18]. Der Sorglose sagt: Wann ich gestorwe bin, kännen se mer e G. hinneneinstecke, dann schlääfen mich die Gäns

[Bd. 3, Sp. 164]
naus (auf den Friedhof) [ NW-Ellstdt]. D' Junge wachsen in d' Höch wie die Bääm, un mer Alte (wachsen) unnerschig wie die Geelerüwe [Zahn Pläsier 212, Wilde 67]. Volksgl.: Sät man die G. im Zeichen des Fisches, dann werden sie lang; die im Zeichen des Krebses gesäten werden grindig [Schandein Bav. IV/2, S. 379/80]. Rätsel: Hoorig enin (Gelbrübensamen) un spitz eraus (aus der Erde); hart enin (in den Kochtopf) un weech eraus [Hebel 121]. VR.: Mein Schatz macht Gäälriewe aus, bringt noch ken Schwänzche eraus, Reim zum Gelbrübentanz [ KU-Bedb]; Var. s. PfWB Schatz. Kathrinche, Filpinche, was kochschde deim Mann?Gellriebcher, Gellriebcher, un Zwiwwelcher dran [ Gal-Dornf]. Gellriewe, Gellriewe, wie sein ehr so gut! Wie sein ehr noch viel besser, wann mer e Stickelche Fleisch derzutut! [ Gal-Hartf]. —
b. wilde Gääleriewe füttert man dem Vieh [vereinzelt, Lambert Penns 62]; vgl. PfWB Pferdsgelbrübe 1. —
c. 'Pastinake'; wilde Gääleriewe [ LA-Venn]. —
2.
a. 'lange Nase', scherzh., wohl im Hinblick auf die Gelbrübennase des Schneemannes [verbr.]. Was der e G. im G'sicht hot! [ KL-Fischb]. Beim Schnupfen troppst die G. [Krieger 27]. —
b. 'männliches Glied', bes. beim Ochsen [vereinzelt]. De Ochs streckt die G. eraus [ KL-Fischb]. —
c. 'Klarinette', auch 'Flöte', Musikantenspr. [mancherorts bes. mittl. WPf]; vgl. PfWB Gelbrübenblaser. Er bloost die G. [Zweibr]. Die G. heert mer aa immer noch eraus [ KU-Kaulb]. —
d. Geeleriewe, Uzname für die Bewohner von KU-Breitb und KL-Lind. Zum -e- in der Wortfuge vgl. PfWB Dickrübe. — Südhess. II 1212/13; RhWB Rhein. IX 1248; ElsWB Els. II 221; Bad. II 350.

 

   Schwanz m.:
1.
a. 'beweglicher Fortsatz am hintern Ende der Wirbelsäule bei Tieren', Schwanz (wḁns, wans) [verbr., Christmann Kaulb 70, 85, 88 Höh 78 Müller Dietschw 68 Lambert Penns 147 Beam Penns 98 Krämer Gal 194]; Pl. Schwänz (węns, wens) [verbr., Lambert Penns 147, auch Auslandspfälzer]; Dim. Sg. Schwänzje (swęnsjə, wensjə) [WPf NOPf, Christmann Kaulb 75], Schwänzche (węnsχə) [vereinzelt SWPf] (die zahlreichen Meldungen Schwänzche in Laienschreibungen aus der übrigen Pf sind von der Orthographie der Standardsprache beeinflußt. Nach Zischlauten wird -chə zu -jə. Dies wird auch durch Erhebungen des MRhSA (54.2 Gläschen) bestätigt), Schwänzi, Schwänsi [mancherorts äußerste NWPf], Schwänzelche [vereinzelt mittl. WPf mittl. VPf, Otterstetter 107, 130], Schwänzel [mittl. und südl. VPf O-PS]; Pl. Schwänzcher [WPf NOPf], Schwänzercher [mancherorts äußerste NPf], Schwänzelcher [mancherorts WPf mittl. VPf], Schwänzlich [mancherorts SOPf], Schwänzle [mancherorts östl. u. südl. VPf]; vgl. PfWB Pinsel 2 b, PfWB Pritsche 1 a, PfWB Griebe 2bβ, PfWB Sanef, PfWB Sichel 2 b, PfWB Schweif, PfWB Sterz, PfWB Wadel, PfWB Wedel; Zs.: PfWB Atzel- 1, PfWB Pferds-, Eichhörnchen-, PfWB Fuchs- 1, PfWB Gackels-, PfWB Gauls-, PfWB Geißen-, PfWB Gockels-, PfWB Hahnen-, PfWB Hasen- 1, PfWB Herings-, PfWB Hunds-, PfWB Hünkel(s)-, PfWB Katzen- 1, PfWB Krebs-, PfWB Krumm-, PfWB Kuh- 1, PfWB Lämmer- 1, PfWB Maulwurfs-, PfWB Ochsen- 1, Rahm-, PfWB Ratten-, PfWB Ringel-, PfWB Ripp-, PfWB Sau-, PfWB Schott-, PfWB Schwalben- 1, PfWB Sichel-, PfWB Stummel-, PfWB Stumpfschwanz; de Sch. stutze [ NW-Weish/S]. De Sch. is lang [ ZW-Bechhf]. Die Kuh schlenkert de Sch. [ KL-Ottb]. De Gaul schläät mit em Sch. noo de Micke [ NW-Frankeck]. De Fisch hat e Sch. [ ZW-Battw]. Es Schwänzel (des geschlachteten Schweins) kummt in die Lack un werd zum Sauerkraut gekocht [LA-Impfl]. Un hot mer beim Schlachtfescht es Schwänzche gehalte, / däs war als e Gaudi for Junge un Alte [Wilms Land und Lewe 39]. RA.: Schnecke uf die Schwänz schlaa 'Unnötiges tun, die Zeit totschlagen' [Pirmas]. Wenn ein Junge gerne rauchen möchte, sagt man zu ihm: Nemm de Katz ehr Sch. ins Maul! [RO-Rehborn, verbr., Kühn Schnitze I 59] oder Raach de Katz ehrn Sch.! [ LU-Ruchh, vereinzelt]. Do is e Karer (Kater) merreme glieriche Sch. dorch die Scheier 'Da hat jemand Brandstiftung begangen' [ KU-Schmittw/O]. Mer kann net die Kih (Gail) mit em Sch. an die Kripp binne 'Man kann Haustiere nicht hungern lassen' [ KB-Biedh, mancherorts, auch Don Gal Buch Rußl]. Der hot de Gaul am Schwanz ufgezäämt (aufgezäumt) 'Er hat eine Sache verkehrt angefangen' [ GH-Kand, vereinzelt]. Der hat de Gaul am Sch. angebunne 'eine

[Bd. 5, Sp. 1551]
Sache verkehrt gemacht' [ BZ-Annw]. Er dut de Gail die Schwänz ufbinne 'eined Sache zum Verkaufen aufputzen' [ KU-Ulm]. Do heert sich doch de Gaul am Schwanz uf! Ausdruck der Verwunderung [ KL-O'arnb]. Den Weg hat de Fuchs mit em Sch. gemeß, von einem Weg, der viel weiter ist als angegeben [ RO-Obd, mancherorts]; do is noch em Fuchs sein Sch. dran, dass. [ PS-Erfw, mancherorts]. Das hat goldene Schwänz 'Das ist mir zu teuer (beim Viehhandel)' [ KU-Wolfst]. Er hat sichs uf de Sch. gekloppt 'Er hat es entwendet' [ KU-Kreimb]. Demm gehn die Hänn wie em dodne Lamm de Sch., von einem Faulen [ Don-Alexhs, mancherorts Don Gal Buch]. Die sieht aus, wie wann mer der Kuh de Sch. hochhebt, von einer Häßlichen [Land]. Er geht do erum wie e Hund ohne Sch., von einem, der nicht recht weiß, was er soll; von einem Niedergeschlagenen [ KU-Schmittw/O, Gal-Lindenfeld]. 's is mer äänerlee, ob die Krodde Schwänz han orer keen 'Das ist mir völlig gleichgültig' [ RO-Lettw]. Die kennen de Krodde a kä Schwänz mache! 'Die können auch nicht alles' [NPfGV 1934 Nr. 8]. Der esch net schuld, daß die Fresch kään Schwänz hen 'Er kann nichts dafür' [BZ-Dierb, ähnl. Thielen So rerre mer 110]. Leck die Krott em Arsch, noo brauchscht kee Sch. ufhewe [ Don-Schowe]. Er will zwee Raawe an eem Sch. fange [ Gal-Sap]. Er loßt de Schwanz hänke, vom Hund, aber auch übertr- auf Menschen, die traurig, verzagt sind [KB-Biedh, verbr.]. Er zieht de Sch. en, vom Hund, aber auch übertr. auf Menschen, die klein beigeben, einen Rückzieher machen [ FR-Bockh, mancherorts]. Er nemmt de Sch. zwische die Bään 'Er nimmt Reißaus' [ KL-Hütschhs, mancherorts]. Scherzhafter Rat (an Kinder), einen Hasen oder Vogel zu fangen: Muscht em Salz uf de Sch. strääe (lee'e, zeddele, säe) [LU-Muttstdt, verbr.]. Kindern sagt man scherzweise: Du kannscht beim Schlachde es Schwänzje halde [LU-Opp, verbr.]. Scherzhafte Antwort auf die Frage: »Was gibt es zu essen?«: Verheirate Knipp un hooriche Schwänz [ KU-Diedk]. SprW.: Jedes Hindche lobt sei Schwänzje [ Gal-Brig, mancherorts Don Gal Buch]. Ere Gääs geheert halt keen langer Sch. [NPfGV 1934 Nr. 8]. Unser Herrgott loßt de Gääß de Schwanz nit zu lang wachse, sunscht wedelt se sich die Aage raus [ BZ-Wind]. Es is devor gesorcht, daß de Gäns die Schwänz net in de Himmel wachse [ KL-Reichb]. Mit Gewalt hebt mer e Gääß am Sch. erum [ LA-Gommh, vereinzelt]. Kummt mer iwwer de Hund, kummt mer aach iwwer de Schwanz [KU-Diedk, mancherorts, auch Penns Don Gal Buch Rußl]. Die Kuh mit 'm dreckichschde Sch. schlaat 's mengscht (am meisten) rum [ Don-Gottlob]. Volksgl.: Schneid re Katz Hoor vum Sch. ab un trag si im rechte Schuh, noo laaft der di Katz ner färt (fort) [Fogel Beliefs Penns Nr. 680]. De

[Bd. 5, Sp. 1552]
brihiche Hinkel binnt mer'n roter Bendel an der Sch. [Fogel Beliefs Penns Nr. 866]. Rätsel vom Hahn: Was steht uf'm Zaun un hot die Sichel im Schwanz? [Rech Lore 14]. Rätsel von der Nadel (vom Spinnrocken): 's is e eisernes (helzernes) Gailche, hot e flächsernes Schwänzche [ Gal-Moosberg, mancherorts Don Gal Buch]. Neckvers auf die Bewohner von BZ-Stein: Steener Gäns / mit de lange Schwänz [ BZ-Stein]. Neckvers auf Träger des VN Lorenz: Lorenz, / Pack die Gäns / an de Schwänz / un führ se bis nooch Bermesens [Palatina 27. 1. 1934]. Spottvers beim »Rübchen schaben« (s. PfWB schaben 1 b α): Fui, fui, Lenzel, 's Kätzel macht e Schwänzel [ BZ-Dierb, Var. Gal-Josbg]. VR.: Hääle, hääle Lenzche / 's Kätzche hal (hat) e Schwänzche / hal e Lechelche nächscht debei / steckt de NN sein Näs'che enei [ KU-Bedb]. Weitere VR. s. PfWB Pfeife 1 a, PfWB Taler 1 a, PfWB Franz 1, PfWB Krinoline, PfWB Messer1, PfWB Salomon 1, PfWB Straßburg.
b. in den Tierbezeichnungen Pfau-, Lang- 2, PfWB Rotschwanz, -schwänzchen 1. —
2.
a. 'männliches Glied, Penis', beim Menschen [mancherorts ges. Pf.]; Syn.: PfWB Bämperlein, PfWB Bezem, PfWB Pfeife 4 a, PfWB Bimpel 1, PfWB Bippel 1, PfWB Bläß 6 f, PfWB Brunzer 1 b, PfWB Deichsel 2, PfWB Dengelgeschirr, PfWB Ding I1cα, PfWB Dose 2bβ, PfWB Vogel 2dδ, PfWB Gackes 3 a, PfWB Gebärvater, PfWB Gelbrübe 2 b, PfWB Gemäch2, PfWB Gießkanne 2, PfWB Gottbescherchen, PfWB Hanselmann 2, PfWB Harter, PfWB Hebel 5, PfWB Klafuster, PfWB Knüppeldellerich, PfWB Riemen1 2 f, PfWB Schlämpes, PfWB Schnackel 1, PfWB Schnackes 1, PfWB Schnäppäpper, PfWB Schnäpper 6, PfWB Schnickel 3, PfWB Schnickes 1, PfWB Schnippel 3, PfWB Schnipper 1, PfWB Schwengel 2 a, PfWB Spatz 3 a, PfWB Spitze 3aα, PfWB Stange 3 b, PfWB Storzen, PfWB Stritzer, PfWB Zapfen, PfWB Zipfel. Sei Alde hḁnn ḁḁngebb wie e Tuud voll Migge, wellses eerschde Schwänzje wḁḁr, won se gehadd hḁnn, vom Stammhalter der Familie [Hussong Kirkel 41]. Die hḁnn nour een Schwänzje 'Die haben nur einen Jungen' [Hussong Kirkel 154]. RA.: sich de Sch. verbrenne 'sich eine Geschlechtskrankheit zuziehen' [ KU-Kaulb Kreimb]. —
b. 'Geschlechtsteil des Ochsen' [mancherorts]; Zs.: PfWB Farren- 1, PfWB Fasel-, PfWB Ochsenschwanz 2 a; Syn. s. PfWB Rute1 2 d. —
c. 'Geschlechtsteil des Rüden' [ GH-Nd'lustdt]. —
3. Schwanzähnliches [verbr.], im Bes.:
a. 'Frisur, bei der die Haare in Schwanzform getragen werden; Haarschwanz, Zopf' [ ZW-Gr'bundb RO-Dielkch PS-Erfw KB-Kriegsf LU-Oggh NW-Elmst GH-Kand Zeisk]; Zs.: Gauls 2, PfWB Haar-, PfWB Rattenschwanz 2 b. —
b. 'Kometenschweif'; de Sch. vum Kumeet [ LU-Alsh]; vgl. PfWB Schwanzstern. —
c. 'Schwanzförmiges an Pflanzen', meist Pl., z. B. 'Wurzelspitzen der Rüben' [vereinzelt, Wilde 217]; vgl. Gelbrüben-, PfWB Rübenschwänze; 'Kartoffelkeime' [ IB-Aßw], 'Faserspitzen an Maiskolben'

[Bd. 5, Sp. 1553]
[Wilde 167]. a. 1570: sollen sie die oberige schwentz vonn denn abgehawenen baumen auch vfladen vnnd heimfuren [GLArch. Copb. 847, 266]. —
d. vgl. die Pflanzenbez. Erlen-, Fuchs- 2aα-η, Kalmus-, Katzen- 2bα-β, Kitzen-, Lämmer- 2b-d, Lang- 1, PfWB Ochsen- 3, PfWB Ratten- 4a-c, PfWB Rotschwanz 2 a. —
e. vgl. PfWB Biber-, PfWB Fuchs- 2 b, PfWB Ratten- 3, PfWB Sauschwanz 2-3.
f. 'anhängende Dreckklümpchen', in der BR.: Die Schnecke hawe Schwänz, 's gebt kä Reje [ ZW-L'wied]; vgl. PfWB Schnecke 1. —
4.
a. 'Ende, Schluß' [mancherorts]; Zs.: Freitagsschwanz. Er huckt am Sch. 'Er ist der Letzte' [ LA-Venn LA-Ilbh]. »Nur hat fast jede Gemeinde ihr verrufenes Quartier, gewöhnlich das Ende, der Schwanz der Ortschaft« [Schandein Bav. IV,2 394]. BR.: Wie de Freidaa am Sch., so de Sunndaa ganz [ZW-Hornb, verbr.]. Die letscht Woch Mai (Ende Mai) is Winders Sch. [KU-Bedb, ZW-Bechhf PS-Burgalb Bernhard 213]. —
b. 'voller und aromatischer Nachgeschmack, Bukett beim Wein' [mancherorts]. De Woin hot e Schwänzel [ LA-Mörzh]. De Wain hot ken Sch. meh [ KB-Zell]. —
5.
a. 'einfältiger, ungeschickter, langsamer Mensch', auch Schimpfw. [ KU-Schmittw/O RO-Als]; vgl. PfWB Atzel- 2, PfWB Bampel-, PfWB Blau-, PfWB Dreck-, PfWB Dreh-, PfWB Fuchs- 2 c, PfWB Hasen- 2, PfWB Kuh- 2 a, PfWB Lack-, PfWB Lapp-, PfWB Rot- 2, PfWB Schlappschwanz; Syn. s. PfWB Tappes 1 a. —
b. vgl. die Neckn. Gelbrüben-, Gold-, Hähert-, Rübenschwänze.
6. vgl. PfWB Judenschwänze, PfWB Geschwänzte. —
7. in den FlN Katzen- 2 c, PfWB Sauschwanz 4; vgl. Ramge HFA K. 66. — Südhess. V 870 ff.; RhWB Rhein. VII 2002 ff; LothWB Lothr. 471, ALLG I 274; ElsWB Els. II 528, ALA II 29.