Pferds-gelbrübe f.: 1. 'Wilde Gelbrübe', Perdsgellrieb, -gellerieb [»vielfach, namentlich NPf« (Wilde 68)]. — 2. 'große Mohrrübenart', Länge etwa 20-25 cm, in der Färbung blasser als die der echten Gelbrübe, wird zur Viehfütterung verwendet [ KL-O'mohr Zweibr PS-Lembg]. — Saarbr. 152. | | Gëlerueb, Gëlrüebe, Gëlrueb, Gërirueb [Kalərìapə Liebsd. Steinbr.; Kalərìəwə Dollern; Kalirỳap Su. Katzent.; Kalarỳap Obhergh.; Kalrỳəp Co. Kerzf. Z.; Kalrỳap Dü. K.; Kalərỳèp Hf.; Kǽlrŷp Str. Kindw.; Kalrûp Betschd.; Karirỳèp Ensish. — Pl. u. Demin. wie bei dem einf. Worte, Kaliryəwə Co.] f. 1. gelbe Rübe, Möhre, Daucus carota Kirschl. 1, 307. Man unterscheidet hauptsächlich zwei Sorten, die lange hellgelbe als Viehfutter gepflanzte sog. Fuetergëlrueb und die kleine, runde Gemüsegelbrübe von rötlicher Farbe, kurzweg Gëlrüewl genannt Geud. Wildi Gëlrueweⁿ Kerzf. Hol mⁱr e roti Gëlrueb für iⁿ d Supp! Bisch. Weisse Butter wird bisweilen mit dem Saft der »roten Gelbrübe« gefärbt, um ihr ein schöneres Aussehen zu verschaffen Dunzenh. Ingenh. Rda. Eim e Gëlrueb (häufiger frz. carotte) zejeⁿ [tsèjə ziehen] jem. belügen Str.; ellipt. Hest ihm eini (näml. e Gëlrueb, od. e carotte) ʰⁱnüwergstellt? [Bd. 2, Sp. 221b]
ebd. Rda. Ùf deⁿ gëleⁿ Rueweⁿ ritteⁿ (? beim Spiel schinden, vgl. Gëlerueweⁿritter) Obhergh. (Vexier-)Rätsel: ‘Rira Ripfel, Gäl isch d'r Zipfel; Schwarz isch das Loch, Wo m'r de Rira Ripfel drin kocht! — E Gälrueb!’ Str. Stöber Volksb. 415. 2. Rute des Stiers Katzent. | | -nest n.:1. wie schd., Vool(s)-, Vochel(s), Vogel(s)nescht [verbr.]; Voolsneschter aushewe [KU-Bedb, verbr.]. Wammer so deck 'oft' an e Voolsnescht geht, werre die Alde abstännich [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Wammer in en Vogelnescht schnauft, werre die Oier faul [Fogel Beliefs Penns Nr. 2069]. Wammer Vegelneschter finnt un schwätzt am Disch devun, gehn die Schlange dran [ebd. Nr. 1975]. Wammer iwwer'm Esse vun de Voolsneschter verzählt, kumme die Ometze (Ameisen) enin [ KU-Schmittw/O]. — 2. 'wilde Möhre (Daucus carota)', vgl. PfWB Pferdsgelbrübe. In de Wärzwisch (s. PfWB Würzwisch) kommen Vochelneschter [ GH-Knitth]. — 3. 'verlauster Kopf', scherzh., Vochels- [ ZW-Bechhf]. — Südhess. II 835; RhWB Rhein. IX 139; Lothr. 169; ElsWB Els. I 790; Bad. II 190. — |
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