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 PfWB Pferds-gelbrübe (Bd. 1, Sp. 822)   ElsWB Gëlerueb (Bd. 2, Sp. 221a)   PfWB Vogel(s)-nest (Bd. 2, Sp. 1490) 
   Pferds-gelbrübe f.:
1. 'Wilde Gelbrübe', Perdsgellrieb, -gellerieb [»vielfach, namentlich NPf« (Wilde 68)]. —
2. 'große Mohrrübenart', Länge etwa 20-25 cm, in der Färbung blasser als die der echten Gelbrübe, wird zur Viehfütterung verwendet [ KL-O'mohr Zweibr PS-Lembg]. — Saarbr. 152.

 

 Gëlerueb, Gëlrüebe, Gëlrueb, Gërirueb [Kalərìapə Liebsd. Steinbr.; Kalərìəwə Dollern; Kalirỳap Su. Katzent.; Kalarỳap Obhergh.; Kalrỳəp Co. Kerzf. Z.; Kalrỳap Dü. K.; Kalərỳèp Hf.; Kǽlrŷp Str. Kindw.; Kalrûp Betschd.; Karirỳèp Ensish. — Pl. u. Demin. wie bei dem einf. Worte, Kaliryəwə Co.] f. 1. gelbe Rübe, Möhre, Daucus carota Kirschl. 1, 307. Man unterscheidet hauptsächlich zwei Sorten, die lange hellgelbe als Viehfutter gepflanzte sog. Fuetergëlrueb und die kleine, runde Gemüsegelbrübe von rötlicher Farbe, kurzweg Gëlrüewl genannt Geud. Wildi Gëlrueweⁿ Kerzf. Hol mⁱr e roti Gëlrueb für iⁿ d Supp! Bisch. Weisse Butter wird bisweilen mit dem Saft der »roten Gelbrübe« gefärbt, um ihr ein schöneres Aussehen zu verschaffen Dunzenh. Ingenh. Rda. Eim e Gëlrueb (häufiger frz. carotte) zejeⁿ [tsèjə ziehen] jem. belügen Str.; ellipt. Hest ihm eini (näml. e Gëlrueb, od. e carotte) ʰⁱnüwergstellt?

[Bd. 2, Sp. 221b]
ebd. Rda. Ùf deⁿ gëleⁿ Rueweⁿ ritteⁿ (? beim Spiel schinden, vgl. Gëlerueweⁿritter) Obhergh. (Vexier-)Rätsel: ‘Rira Ripfel, Gäl isch d'r Zipfel; Schwarz isch das Loch, Wo m'r de Rira Ripfel drin kocht! — E Gälrueb!’ Str. Stöber Volksb. 415. 2. Rute des Stiers Katzent.

 

  -nest n.:
1. wie schd., Vool(s)-, Vochel(s), Vogel(s)nescht [verbr.]; Voolsneschter aushewe [KU-Bedb, verbr.]. Wammer so deck 'oft' an e Voolsnescht geht, werre die Alde abstännich [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Wammer in en Vogelnescht schnauft, werre die Oier faul [Fogel Beliefs Penns Nr. 2069]. Wammer Vegelneschter finnt un schwätzt am Disch devun, gehn die Schlange dran [ebd. Nr. 1975]. Wammer iwwer'm Esse vun de Voolsneschter verzählt, kumme die Ometze (Ameisen) enin [ KU-Schmittw/O]. —
2. 'wilde Möhre (Daucus carota)', vgl. PfWB Pferdsgelbrübe. In de Wärzwisch (s. PfWB Würzwisch) kommen Vochelneschter [ GH-Knitth]. —
3. 'verlauster Kopf', scherzh., Vochels- [ ZW-Bechhf]. — Südhess. II 835; RhWB Rhein. IX 139; Lothr. 169; ElsWB Els. I 790; Bad. II 190. —