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 PfWB Pfanne (Bd. 1, Sp. 792)   PfWB Kuchen-pfanne (Bd. 4, Sp. 659) 
   Pfanne f.:
1.
a. 'flaches, metallenes Gefäß mit Stiel, zum Backen, Braten und Kochen', Pann, Pfann, s. F. [allg.]. Zs.: PfWB Becken-, PfWB Pfoten-, PfWB Brat-, PfWB Eisen-, Feuer-, PfWB Fisch-, PfWB Gropel-, Kastanien-, Kohl-, PfWB Kuchen-, PfWB Schmälz-, PfWB Seih-, PfWB Suppen-, Waffelpfanne. — RA.: Er muß die Pann placke 'zuletzt alles bezahlen' [KL-Fischb, verbr. WPf]. Er hat meh(n) se du(n) wie die Pann um Fassenacht [Hebel 19, verbr. WPf]. Der glänzt wie die Pann uf die Faßnacht [verbr. Don Gal Buch]. Der macht e Gesicht wie e Pann voll Deiwel 'ein böses, verärgertes Gesicht' [FR-Bockh, Kaislt PS-W'fischb Hebel 14], ... wie e Pann voll Gequellte 'erstauntes Gesicht' [ZW-Stamb Battw Hebel 14]. Er hot die Griewe aus de Pann geholt, von einem, der Ausschlag am Mund hat [ ZW-Rieschw], vgl. PfWB Pfaffe 1 a α. Gutes Heuwetter nennt man e Wetter wie in der Pann gebacke [ LU-Altr]. Jemand in die Pann haue 'niederschlagen', auch 'verraten' [Zweibr]. Äne uf die Pann gieße 'trinken' [ FR-Albsh]. Volksgl.: Wer eenich eppes in der Pann mit 'm Messer stärrt (engl. stir 'umrühren'), kriegt Seitsteche [Fogel Beliefs Penns Nr. 2005]. VR.: Die Pann kracht, die Pann kracht, die Kichelcher sin geback, gemmer a ens (gib mir auch eins), gemmer a ens, ich steck mer's in de Sack [KU-Krottb, verbr.]. Rää (Regen), Rää, bleib drowwe, Sunn, Sunn, kumm erunner, deck de Deckel uf die Pann, daß de Rää erunner kann [KL-Stelzbg, Var. s. bei PfWB Sonne]. Es war emol e Mann, der hatt e Pann, die Pann hatt e Loch, is der Mann dorchgekroch [ Gal-Dornf]. Weitere VR. s. bei PfWB Ackersmann, PfWB Tintilin, Eierbacker, PfWB Fastnacht, Hanappel, PfWB Karlemann, PfWB Quack, PfWB Sommertag. AR.: Es war emol e Männche, das hupst ins Pännche, es hupst werre (wieder) raus, du bischt draus [KL-Queidb, verbr. in verschiedenen Abwandlungen]. a. 1521: Peter kesseler hat 2 tage kessel pannen ... gebessert [Landsbg-KellR]. —
b. 'Behälter', zum Anrühren des Mörtels s. PfWB Speispfanne, zum Aufwärmen von Leim, Schmierfett u. dgl. s. PfWB Leim-, PfWB Schmutzpfanne. —
2. Teil von Geräten.
a. an der Kelter der Eisenpflock, durch den die Spindel geht und der auf die Bracken drückt [ LA-Rhodt]. —
b. in der Mühle der Teil, auf dem das untere Ende der

[Bd. 1, Sp. 793]
Spindel ruht. a. 1709: Teil des Obergangs Pfann u. Hau [Kurpf. 1443, 2 a (LU-Rehhtt)]. —
c. am früheren Luntengewehr das muldenförmige Behältnis für das Zündpulver. Auf die Bemerkung, der Salat schieße, wird erwidert: Brunz 'm uf die Pann! [KL-Fischb (1925)]; vgl. PfWB Zündpfanne. —
3. Teile des menschlichen Körpers.
a. 'Gelenkpfanne'. De Aarem is aus de Pann [ KB-Biedh, allg.]. De Lacher es mer aus de Pann gehupse, wenn man viel lachen muß [ KB-Bennhs]. —
b. 'vulva' [ BZ-Dernb]. —
c. Dim. 'weinerlich verzogener Mund (mit breit vorgeschobener Unterlippe)', von kleinen Kindern. 's macht e Pännche [WPf], e Pännel [VPf einschl. Ostteil von PS]; dafür auch pännele, e Schnietche (e Schippche) mache, s. PfWB pfänneln, PfWB Schnute, PfWB Schüppe. RA.: 's Pännel lääft ball iwwer, wenn ein Kind zu weinen beginnt [SP-Harths, verbr. VPf]. Ich haue der 's Pännche voll, Drohung gegenüber einem weinenden Kind [ KU-W'mohr]; e Pännche voll reeschde (rösten), dass. [KU-O'staufb], ... voll backe, dass. [ PS-Windsbg]. — F.: pan [vorn. NPf u. westl. WPf], pḁn [übrige Pfalz]; pǫn [verbr. mittl. u. nördl. VPf RO-Sippf Wartbg/Rohrb KL-Hirschhn Eulbis ZW-Maßw Wintb Stamb PS-W'fischb Steinalb Schaubg], pfḁn [Südostecke der Pfalz, s. PfWB Pfund]. — Zur Etym. s. Kluge-Mitzka17. — RhWB Rhein. VI 663; Saarbr. 152; LothWB Lothr. 22; ElsWB Els. II 136; Hess.-Nass. II 578.

 

  Kuchen-pfanne f.: wie schd., Kuchepann, -pfann [verbr.]. a. 1764: 1 Küchen Pfann [Kurpf. 1375 (KL-Mackb)]. Südhess. IV 6;

[Bd. 4, Sp. 660]
RhWB Rhein. IV 1636. —