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 PfWB Pfälzer (Bd. 1, Sp. 789)   RhWB polnisch (Bd. 6, Sp. 1015)   PfWB Pfälzer (Bd. 1, Sp. 789) 
  Pfälzer:
1. Subst., m. 'wer von pfälzischer Art und Sprache ist', Pälzer [fast allg.], Pfälzer [Südostecke der Pfalz, vgl. PfWB Pfund]. Die Pfälzer in Don, Gal und Buch nannten sich bis etwa 1920 Schwaben; seitdem kam bei ihnen die von den Mundartforschern empfohlene Bezeichnung Pfälzer auf. Mer sin Pälzer! Ausspruch, vor 1939 gegenüber Altbayern oft gebraucht. RA.: Hunger un Durscht kann ich net entbehre, awwer mei Ruh will ich hawwe, saat de Pälzer [Hebel 50]. 'n Pälzer un guder Wein wollen gern beisamme sein [Wilde 262]. Die Wesensart des Pfälzers ist bes. bei Riehl, Becker Pf. u. Pf. und Becker Vk. gezeichnet, in selbstpersiflierender Art in Münch Weltgesch. —
2. scheinbares Adj. in vielen festen Verbindungen, z. T. neben PfWB pfälzisch; Pälzer Wald, Mäd, Wein, Duwak (Tabak), Kraut (vgl. PfWB Bergkappes), Grumbeere (Grundbirnen = Kartoffeln, meist einfach Pälzer, Pl.), Sprooch (Sprache, d. h. Mundart), Mode (moderne Mode, PfId. 104), Blut, Dickkopp, Huppser (Tänzer, Anspielung auf die Tanzfreudigkeit des Pfälzers), Krischer (Schreier). SprW.: Pälzer Blut is kee(n) Buttermilch [Hebel 30]. Spruch auf einem alten Faß in FR-Saush: Hätt Adam Pälzer Wein besesse, hätt er den Abbel nit gegesse [Wilde 262]. — F.: pęldsər, bfęldsər, s. PfWB Pfalz. — RhWB Rhein. VI 656/57; Bad. I 186; Hess.-Nass. II 577.

 

  NRhWB polnisch Rhfrk, Mosfrk bōli, –-; Siegld bōl; Rip, Nfrk po·l. [Sol pō:l] Adj.: wie nhd.; de sitt us wie ne p.ə Jüdd der einen aussergewöhnlich langen Mantel trägt Bo-Küdinghv; ich verkofe dich an de p.ə J.! Schreckruf an die Kinder Bo-Wesseling; die klöngeligste p.ə Jüdden hant et measte Geild Elbf (der p. J. Allg.); en p.ə Wiərtschaft ein furchtbares Durcheinander Allg.; em p.ə Bogel in Bausch u. Bogen Bergh-Hüchelhv; p.ə Mötsch eine Honschaft in Mettm-OHaan; p.ə Kaffe K., mit Milch aufgeschüttet, der Bräutigam muss diesen seiner Braut bezahlen Eup, SNfrk; b. Mos (Mus) Gericht von grob geschnittenen Kappusblättern

[Bd. 6, Sp. 1016]
Siegld; b.ə Grombire Erdbirnen, Topinambur, helianthus tuberosus uNahe; p.ə Augen on Halme an der Schere Sol; p. beddele gohn Düss-Bilk. — Besde englisch on b. bolisch, b. luthrisch, katholisch, b. eng on b. brät, gelt, Motter, wat han mir e Fräd (Freude)! Wend-Sotzw.

 

  Pfälzer:
1. Subst., m. 'wer von pfälzischer Art und Sprache ist', Pälzer [fast allg.], Pfälzer [Südostecke der Pfalz, vgl. PfWB Pfund]. Die Pfälzer in Don, Gal und Buch nannten sich bis etwa 1920 Schwaben; seitdem kam bei ihnen die von den Mundartforschern empfohlene Bezeichnung Pfälzer auf. Mer sin Pälzer! Ausspruch, vor 1939 gegenüber Altbayern oft gebraucht. RA.: Hunger un Durscht kann ich net entbehre, awwer mei Ruh will ich hawwe, saat de Pälzer [Hebel 50]. 'n Pälzer un guder Wein wollen gern beisamme sein [Wilde 262]. Die Wesensart des Pfälzers ist bes. bei Riehl, Becker Pf. u. Pf. und Becker Vk. gezeichnet, in selbstpersiflierender Art in Münch Weltgesch. —
2. scheinbares Adj. in vielen festen Verbindungen, z. T. neben PfWB pfälzisch; Pälzer Wald, Mäd, Wein, Duwak (Tabak), Kraut (vgl. PfWB Bergkappes), Grumbeere (Grundbirnen = Kartoffeln, meist einfach Pälzer, Pl.), Sprooch (Sprache, d. h. Mundart), Mode (moderne Mode, PfId. 104), Blut, Dickkopp, Huppser (Tänzer, Anspielung auf die Tanzfreudigkeit des Pfälzers), Krischer (Schreier). SprW.: Pälzer Blut is kee(n) Buttermilch [Hebel 30]. Spruch auf einem alten Faß in FR-Saush: Hätt Adam Pälzer Wein besesse, hätt er den Abbel nit gegesse [Wilde 262]. — F.: pęldsər, bfęldsər, s. PfWB Pfalz. — RhWB Rhein. VI 656/57; Bad. I 186; Hess.-Nass. II 577.