Pfaffen-köchin f.: 'Haushälterin des katholischen Pfarrers', in abfälligem Sinne gebraucht, Paffekechin [ RO-Dielkch]; vgl. Pfarr(ers)köchin. Volksgl.: Wenn zwei Menschen zu gleicher Zeit denselben Gedanken aussprechen, dann haben sie eine P. erlöst [Land]. Dasselbe gilt, wenn zwei Menschen zu gleicher Zeit und zufällig auf eine Türklinke drücken [Schandein Bav. IV 2, 402]. Rhein. VI 648; Schwäb. I 1002; Hess.-Nass. II 575. | | Pfarr(ers)-köchin f.: 'Haushälterin des katholischen Pfarrers', Parreskechen, -kechin [verbr. VPf KB-Kriegsf], Parrers- [verbr. VPf RO-Dielkchn], Parrersch- [ KU-Bedb Brück WD-Niedkch ZW-Battw], Porriskechn [ PS-Erfw], Parrkechen [ LU-Opp KB-Kriegsf]; vgl. PfWB Pfarrfräulein, PfWB Pfarrerskathel. Volksgl.: Wenn beim Essen zwei Personen zufällig auf einmal nach dem Schöpflöffel greifen, dann sagen sie: Alleweil hämmer än Porriskechn erleest [PS-Erfw, Krieger 32]; Ähnliches s. PfWB Pfaffenköchin. — Bad. I 190. |
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