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 PfWB be-trügen (Bd. 1, Sp. 749)   RhWB betrügen (Bd. 8, Sp. 1410) 
   be-trügen st.: wie schd., betrie, -trije, -triche, -trige, s. F. [allg.]. Met dem Gaul bischde bescheß un betroo 'doppelt betrogen' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Die Leit wolle betroge sei [Fogel Prov. Penns 108]. VR.: Hoscht dei Bindel ufgepiddelt un bischt heemgetriddelt; werrscht Mutter un Vatter onlie un die Kih im Stall betrie — riefen die Buben in Neu-Chrusno (Galizien) den Mädchen zu, die mit einem zu kleinen Grasbündel heimgingen. Syn.: PfWB abrahmen, PfWB anschwindeln, auf den Apfel setzen, ausschmieren, bäen, balbieren (über den Löffel); PfWB bedudeln, PfWB -gockeln, PfWB -gocksen, PfWB -gumpeln, PfWB -kohlen, PfWB -kümmeln, PfWB -luchsen, PfWB -mogeln, PfWB -rußen, PfWB -scheißen, PfWB -schmuggeln, PfWB -schummeln, PfWB -schwindeln, PfWB -tappeln, PfWB -token, PfWB -toren, PfWB -treiben (Beschiß), -tuppen; PfWB Beschiß treiben, petschieren, pinseln, prellen, pritschen, Bündel aufhängen, drankriegen, drüberziehen; einlacken, -seifen, -wickeln; foppen, führen (hinters Licht), gocksen, halten (zum besten), hauen (übers Ohr); PfWB hereinlacken, PfWB -legen, PfWB -schmieren; PfWB herumführen (an der Nase), PfWB -schmieren; PfWB hineinlegen, -tunken; PfWB hintenherummachen; PfWB hinterführen, PfWB -gehen, PfWB -kommen; PfWB holen, PfWB kohlen, PfWB lackieren; PfWB machen, PfWB schwarz (weiß) machen; Fisimatenten (Kuschemucke, Rauch in den Sack, Schikanen, Mengenges, Schmu, Schwindel, Unterschlagung) machen; mauscheln, mogeln, muscheln, mutscheln, neppen, rasieren, Säcke voll geben, schieben, schikanieren, Rotz an die Backen schmieren, Haare schneiden, Schnippchen schlagen, schwindeln, schummeln, streichen, Sand in die Augen streuen; überfordern, -tölpeln, -vorteilen; mit Schikanen umgehen; vergocksen, -goschen, -kohlen, -rußen, -wischen, -witschen; blauen Dunst vormachen, Kappe übers Ohr ziehen, Augen zuschmieren. F.: bədrīə und -drījə [WPf nördl. u. teilweise mittl. VPf (bezügl. der letzteren s. Bertram 116 ff.)], -drixə [mittl. u. südl. VPf Ostteil von PS], -driöə [nördl. Teil der mittl. VPf (vgl. Bertram 118, § 203)], -drigə [verbr. LU]. Part. Perf.: bədrō, -droxə, -droöə, -drogə (die Verbr. entspricht ungefähr derjenigen der Inf.-Formen in der oben aufgeführten Reihenfolge). — RhWB Rhein. VIII 1410; Bad. I 170.

 

 be trügen allg., u. zwar auf driegen zurückgehend, wie lügen (liegen) lautend (s. d.); Rhfrk -drījən, –drīən, –ēi-, Part. -drō; Mosfrk -drī:jə(n), –ē:-, –e·i.-, Part. -droγə(n), –ōə-; Rip -drē:jə u. vereinz. daneben -yj-, du dryχs, he dryχ, Prät. -drox, –ou-, Part. drγə; Berg -drījə, –ē-, –ei-, –ē:-, –ī:- [OBerg auch drīən], du drȳs, he drȳt, Prät. drūx, –ō-, –ū:-, –ō:-, Part. -drγən, SNfrk drē:jə [-ę·i.- Kemp-Dülken; -ē·i.- Kref-Stdt], du dryχs, he dryχt, Prät. fehlt, Part. -drōəγə; Klevld -drījə, –-, –ȳ-, Prät. fehlt, Part. -drōγən st.: nur vereinz. als Simplex; Lampenlicht drüt bei Lampenlicht ist die Farbe eines Gegenstandes nicht genau zu erkennen; dat Is in der Wis drüt ist nicht sehr fest; dat nette Ustiehn van den Stoff dr. OBerg, Rip. RA.: Et Geblöt en drügt net Verwandte halten zusammen Schleid-Reifferschd, SNfrk. All Zeiche dr. nit alle Vorzeichen tr. nicht Köln-Stdt.