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 PfWB be-trügen (Bd. 1, Sp. 749)   PfWB be-tappeln (Bd. 1, Sp. 739)   PfWB tappen (Bd. 2, Sp. 96) 
   be-trügen st.: wie schd., betrie, -trije, -triche, -trige, s. F. [allg.]. Met dem Gaul bischde bescheß un betroo 'doppelt betrogen' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Die Leit wolle betroge sei [Fogel Prov. Penns 108]. VR.: Hoscht dei Bindel ufgepiddelt un bischt heemgetriddelt; werrscht Mutter un Vatter onlie un die Kih im Stall betrie — riefen die Buben in Neu-Chrusno (Galizien) den Mädchen zu, die mit einem zu kleinen Grasbündel heimgingen. Syn.: PfWB abrahmen, PfWB anschwindeln, auf den Apfel setzen, ausschmieren, bäen, balbieren (über den Löffel); PfWB bedudeln, PfWB -gockeln, PfWB -gocksen, PfWB -gumpeln, PfWB -kohlen, PfWB -kümmeln, PfWB -luchsen, PfWB -mogeln, PfWB -rußen, PfWB -scheißen, PfWB -schmuggeln, PfWB -schummeln, PfWB -schwindeln, PfWB -tappeln, PfWB -token, PfWB -toren, PfWB -treiben (Beschiß), -tuppen; PfWB Beschiß treiben, petschieren, pinseln, prellen, pritschen, Bündel aufhängen, drankriegen, drüberziehen; einlacken, -seifen, -wickeln; foppen, führen (hinters Licht), gocksen, halten (zum besten), hauen (übers Ohr); PfWB hereinlacken, PfWB -legen, PfWB -schmieren; PfWB herumführen (an der Nase), PfWB -schmieren; PfWB hineinlegen, -tunken; PfWB hintenherummachen; PfWB hinterführen, PfWB -gehen, PfWB -kommen; PfWB holen, PfWB kohlen, PfWB lackieren; PfWB machen, PfWB schwarz (weiß) machen; Fisimatenten (Kuschemucke, Rauch in den Sack, Schikanen, Mengenges, Schmu, Schwindel, Unterschlagung) machen; mauscheln, mogeln, muscheln, mutscheln, neppen, rasieren, Säcke voll geben, schieben, schikanieren, Rotz an die Backen schmieren, Haare schneiden, Schnippchen schlagen, schwindeln, schummeln, streichen, Sand in die Augen streuen; überfordern, -tölpeln, -vorteilen; mit Schikanen umgehen; vergocksen, -goschen, -kohlen, -rußen, -wischen, -witschen; blauen Dunst vormachen, Kappe übers Ohr ziehen, Augen zuschmieren. F.: bədrīə und -drījə [WPf nördl. u. teilweise mittl. VPf (bezügl. der letzteren s. Bertram 116 ff.)], -drixə [mittl. u. südl. VPf Ostteil von PS], -driöə [nördl. Teil der mittl. VPf (vgl. Bertram 118, § 203)], -drigə [verbr. LU]. Part. Perf.: bədrō, -droxə, -droöə, -drogə (die Verbr. entspricht ungefähr derjenigen der Inf.-Formen in der oben aufgeführten Reihenfolge). — RhWB Rhein. VIII 1410; Bad. I 170.

 

   be-tappeln2 schw.: einen b. 'verwirren, übertölpeln'. Loß dich norre net bedappele! [BZ-Dernb, WD-Niedkch Klein Prov. 43], bedeeble [ BZ-Hofstätt]. Syn. s. PfWB betrügen. — Wie PfWB Tappes 'Tölpel' und PfWB tappig 'ungeschickt dumm' zu PfWB tappen 'schwerfällig gehen' gehörend.

 

   tappen schw.:
1.
a. 'plump auftreten, schwerfällig gehen', tappe (tabə) [WPf westl. NPf LU-Altr LA-Kl'fischl verbr. Don Gal Buch], (dabə) [östl. NPf VPf KL-Katzw Lambert Penns 36]; vgl. PfWB tappsen. Zs. auf-, PfWB aus-, PfWB daher-, PfWB her-, PfWB heraus-, PfWB herein-, PfWB herüber-, PfWB herum-, PfWB hin-, PfWB hinaus-, PfWB hinein-, PfWB hinüber-, PfWB mit-, PfWB vertappen. Syn. s. PfWB gehen. Dapp net so! [ NW-Haßl]. Er kummt getappt [ KL-Hütschhs]. Der tappt wie e Gaul (wie e Perd) [ KU-Adb Bedb]. Der dappt wie e Bär [ PS-Erfw]. Er esch in de Dreck gedappt [ BZ-Dernb]. Er tappt druf zu wie e Blinner in die Niß [KL-Gimsb u. Umg.]. RA.: Der tappt mit gleichlinge Fiß in sein Verderwe [ HB-Kirrbg]. Rätsel vom Rauch: 's geht die Stää (Stiege, Treppe) enaus un tappt net [Hebel 116]. —
b. 'laut und anhaltend marschieren', tappe [ KU-Hachb A'glan Kübbg Liebsth HB-Lu'thal IB-Reinh Zweibr KL-Reichb PS-Münchw], dappe [ FR-Albsh Laumh LU-Alsh BZ-Dörrb Birkhdt GH-Zeisk]; vgl. PfWB tappschen 1. RA.: Er tappt in die Welt wie die Rosin uf Meesenem (Meisenheim) [Hebel 38]. —
c. 'einen Tritt versetzen'. Ich tapp d'r in de Aarsch, daß de Trapp laafscht un d'r noh'me halwe Johr noch

[Bd. 2, Sp. 97]
die Niere wackele [ HB-Schwarzack]. —
2. 'unsicher mit den Händen greifen, tasten', bes. im Dunkeln, tappe [ KU-A'glan Dietschw Don-Ulmb]; vgl. PfWB tapeln 1 a, PfWB tapen 2 a, PfWB tappschen 2, PfWB tappsen 2, PfWB tatschen 1 b. —
3. 'verstehen, kapieren' in PfWB betappen. — Das Wort ist offenbar vom Schallwort tapp herzuleiten. — F.: Zur Verbr. von t- und d- im Anlaut vgl. PfWB Tape, PfWB Tappe(n). — Südhess. I 1370/71; RhWB Rhein. VIII 1065/66; Saarbr. 208; LothWB Lothr. 80; ElsWB Els. II 699/700; Bad. I 422.