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 PfWB be-trinken (Bd. 1, Sp. 747)   PfWB Grummet (Bd. 3, Sp. 466) 
  be-trinken st.: kein Mundartwort; dafür die Syn.: sich PfWB andudeln, PfWB -rauchen, PfWB -saufen, -schwipsen, PfWB -trinken, -trudeln; sich PfWB bedudeln, PfWB -grasen, PfWB -hauen, PfWB -ledern, PfWB -nebeln, PfWB -reiten, PfWB -rußen, PfWB -sabeln, PfWB -saufen, PfWB -schlagen, PfWB -schnussen, PfWB -seibeln, PfWB -trudeln, PfWB -tutern, -zechen; sich vollsaufen; einen aufladen, bamschen, pfetzen, pitschen, blasen, einbinden, holen, kaufen, laden, machen; einen Bambusch (eine Bamsche) machen; einen über den Durst trinken, einen aufs Stroh legen; eine Katze anbinden; zu tief ins Glas gucken, über die

[Bd. 1, Sp. 748]
Schnur hauen. Syn. für betrunken: blau, teigig, trunken, glasig, knieknackerig, lateinisch, mole, scheckig, schicker, schikorum, schräg, schwarz, schwipsig, selig, stabaus, staubig, wackelig; nicht allein, nicht klar; voll; voll wie eine Bolle (eine Dose, Tüte, Kanone, Krotte, Kuh, Sau, Spritze, Strandhaubitze, ein PfWB Haus, PfWB Krug, PfWB Maihammel, PfWB Stiefel, PfWB Stier, PfWB Zapfen, PfWB tausend Mann); kanonen-, krotten-, spunden-, stechgranaten-, sterngranaten-, strackvoll; angebrütet, -geduselt, -geheitert, -gerudelt, -gesäufelt, -gesäuselt; bediaduselt, -hurmelt, -schaskelt, -schickert, -schmort, -schnuckt, -schokert, -ständert, -stußt; gespritzt, -tönt; versohlt; er hat einen Affen, Anrauchkopf, Ballen, Ballon, Bären, Blauen, Brand, Bausen, Dackel, Dampf(es), Dermel, Duft, Dümmler, Dusel, Hieb, Hormel, Käfer, Knorpel, Rausch, Schikker, Schlag(er), Schweden, Schwips, Spritzer, Stefzen, Stich, Stieber, Storren, Sturm, Sturracks, Suff; eine Bürde, Fahne, Kiste, Rotznase, Schlagseite; ein PfWB Krähenauge, Stößchen; seinen Dampf, Gram; seine Kiste, Ladung, Sachen; sein PfWB Tier, PfWB Grummet, PfWB Heu; er hat einen sitzen (hängen, hocken); er hat die Bätze (Köze, den Kanal) voll; er hat Blei in den Sohlen, einen (Kater) mit Krallen, eine Krotte am Bändel; er hat einen im Tee (im Tüpfen, Giebel, Heft, Kopf, Ohr, in der Krone); er hat einen (auf, bei sich, weg); er hat runde Absätze, das Delirium, die Röteln, genug, es warm; er hat einen (Schweden) heimgetragen, die Wegsteuer verloren, Babbelwasser getrunken, die Füße verbrannt, in den Dreck getreten, sein PfWB Oberstübchen verliehen, schief (schwer) geladen; er ist leicht (schwer) angeschlagen, er findet die Kehre (das Schlüsselloch) nicht mehr, sieht den Himmel für eine Baßgeige an, sieht den Himmel nicht mehr, sieht nicht mehr gerade, geht zu PfWB zweit heim, läuft auf Eiern, kann nicht mehr gerade laufen, hängt im Tee, liegt im Sulper; er wackelt, er spürt es (ihn); ihm langt es (für heute), ihm läuft der Wein aus den Augen heraus, ihn hat es erwischt-.

 

   Grummet m., n.:
1. 'der zweite Grasschnitt', Grummet (gruməd) [verbr. WPf NPf, s. K. 169, verbr. Don Gal Buch], (grunmət) [ KL-Lind], Grummert [ ZW-Walshs], Grommet (groməd) [ KU-Altkch HB-O'bexb IB-Hass Aßw], Grammet (grḁməd) [ ZW-Kl'bundb Mörsb]; vgl. PfWB Ohmet. Mer gehn G. mache [ ZW-Battw]; 's G. zammereche [ Gal-Obl]. Das G. do is wie Tee, von vorzüglichem G. [ KU-Schmittw/O]; G. wie in de Pann geback, von gut getrocknetem G. [ebd.].

[Bd. 3, Sp. 467]

Der G. is so derr, daß'n der Wind fortjaat, dass. [ebd.]. Gut G. is mir liewer wie schlecht Hei [Wilde 185]. RA.: Er hot sein G., von einem Betrunkenen [ KL-H'spey]. BR.: Wer 's G. will heere krache, der muß es vor Barthelmää (24. August) mache [ZW-Gr'bundb, verbr., auch Gal Brunndf Slawitz]; vgl. auch PfWB Bartholomäus 1. a. 1521: haben 1 tag gromudt gemotten In bryell [LandsbgKellR]. a. 1590: welcher Grummat machen will, der soll solches vmb Bartholomäy oder vffs lengst bis nativitatis Mariae (Mariä Geburt, 8. September) [ZweibrUrkb. 151]. a. 1715: Es soll auch keiner dem andern sein grumet abetzen 'abweiden' [PfWeist. II 716 (ZW-Gr'bundb)]; vgl. auch PfWB ausätzen. —
2. 'der dritte Grasschnitt',

[Bd. 3, Sp. 468]
Grummet [verbr. nördl. u. mittl. WPf NPf nördl. VPf vereinzelt SWPf LA-Böching], Grumet (-ū-) [ KU-Bledb Haschb], Grummert [ PS-Claus], Grommet [ KU-Herschw/Petth], Grammet [ KU-Etschbg]. Wo mit G. der zweite Grasschnitt bezeichnet wird, nennt man den dritten Grasschnitt zwetter (zwettes) G. Man sagt auch: 's zwettmol G. mähe [ HB-Medh]; nochmol G. schawe [ KU-Albess]. — Genus m. vorn. nördl. WPf u. westl. NPf; Genus n. vorn. SWPf, östl. NPf u. nördl. VPf. — Südhess. II 1487; RhWB Rhein. II 1450/51; LothWB Lothr. 219; Bad. II 483; DWA 14/1.