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 PfWB be-suchen (Bd. 1, Sp. 738)   PfWB Ge-blüt (Bd. 3, Sp. 91)   PfWB Wirr-wesen (Bd. 6, Sp. 1405) 
   be-suchen schw.:
1. 'Besuch machen', b(e)suche [allg. jüngere Mda.]; in älterer Mda. dafür maje gehe u. ä., s. PfWB maien; vgl. PfWB Besuch. —
2. die Schule b., wie schd.; dafür meist: in die Schul gehe, s. PfWB gehen. Er hat Schule besucht 'war auf einer höheren Schule' [ ZW-Battw]. — F.: s. PfWB Besuch. — RhWB Rhein. VIII 975/76; Bad. I 165/66.

 

   Ge-blüt n.:
1. 'das gesamte Blut eines Menschen,

[Bd. 3, Sp. 92]
eines Tieres', Gebliet (gəblīd) [(1930) verbr.]. Trink net so veel vum »Neie«, er geht ze stark d'r ins G. [Keiler 114]. Er hot sich 's G. vefrore (durch Erkältung) [LA-Wollmh, verbr., bes. VPf], 's G. verdorwe, dass. [ LU-Limbghf]. Von einem Schwermütigen sagt man, er habe schweres, dickes Geblüt [Pauli Heilm. 69]. a. 1672: Bei Fieberanfällen ließ man sich schröpfen, um das böse Geblüt fortzuschaffen [Küchler 367]. a. 1700: Wicken sind hartdäuig 'schwerverdaulich' und machen ein Melancholisch Geblüt [Exzerpt Kleeberger aus »Der Meierhof«, S. 1051]. a. 1700: Körfel 'Kerbel' treibt den Harn, zermalmt den Stein, zertreibt das geronnene G. [ebd., S. 1010]. —
2.
a. 'starke Blutung aus der Gebärmutter (bei der Entbindung)'. 's G. isch angebroche [(1930) LA-Gommh, verbr., auch Don-Schowe Torscha]; vgl. PfWB Herzgeblüt. —
b. 'Menstruation'. Sie hat ehr G. [KL-Reichb, verbr., auch Gal]; vgl. PfWB Periode, PfWB Besuch 2 b, PfWB Blume 2j; Ding 1 c β, PfWB Zeit. Volksgl.: En Fraa, as die Blitz hot, därf ken Kuche backe [Fogel Beliefs Penns Nr. 1870]. —
3. 'Blutsverwandtschaft', Gebliet [Lambert Penns 60]. — Südhess. II 1144/45; RhWB Rhein. I 807/ 08; LothWB Lothr. 186; ElsWB Els. II 172; Bad. II 313/14.

 

  -wesen n.: 'Aufhebens, Aufwand, Durcheinander, Wirrwarr', Werrwese (węrwēsə) [RO-H'stätt KL-Landstl PS-Rodalb (Bernhard 186) SOPf (Heeger Nachl.) Kühn Hamet 142 PfId. 151 Lambert Penns 172], Werwees [Wilms Alph. 56]; Syn. s. PfWB Wirrwarr 1. In der Adventszeit dirfen se (die Adventsmännchen) ehre W. treiwe [Feierowend 1953 Nr. 48 S. 2]. Was nutzt's

[Bd. 6, Sp. 1406]
ehm, daß er sich spreizt un e W. vollfehrt! [JKurpf. 1957 78]. Mach ma kee W. [Wilms Alph. 56]. Der hat e W. dohergemach! [Bernhard 186]. Trotzdem mach ich kää W. un groß Geschiß um so ebbes [Damm Schoggelgaul 54]. RA.: W. drunner neinmache 'zwei Liebende auseinanderbringen' [ LU-Böhl]. RhWB Rhein. IX 577.