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 PfWB Be-riß (Bd. 1, Sp. 709)   PfWB Ge-mark (Bd. 3, Sp. 186) 
  Be-riß m.:
1. 'Bereich, Bezirk'. a. 1518: Vnd ist der beriß der beiden herren zusteit [PfWeist. I 214 (PS-Burgalb)]. a. 1540: Das weißtumb des beriß soll geschehn durch den heimmeyger, scheffen vnd gantz gemein des dorffs [PfWeist. I 137 (Blieskst)]. a. 1547: Mauspacher bann, Marckh vndt beriß fahet ahn abwendig Hornbach in Boppenwieß [ZweibrOABannb. 5 (ZW-Mauschb)]. —
2. 'Zuchthaus', Beriß [Schandein Notizen S. 5].

 

   Ge-mark f., n., märk(e) f., -markung f.:
1. 'die ganze zu einem Dorf gehörende Feldflur', Gemark [verbr. bes. NPf, s. K. 22, verbr. Gal], Gemarkung [verbr. bes. VPf Don-Segenthau verbr. Gal Buch-Altfratautz Tereblestie Rußl-Rastatt], Gemarik [ KU-Rothsbg PS-Gersb], Gemarking [ NW-Wachh], Gemärk [ RO-Finkb KL-Schneckhs NW-Gönnh]. Syn. s. PfWB Bann 1; vgl. auch PfWB Beriß 1, PfWB Etter 1. 's Kannler Gemark isch groß [ GH-Kand]. Fränsem hot e schäni Gemark [ NW-Freinsh]. RA.: Der zieht Dischdele for die ganz Gemark, von einem Bauern, der auf seinem Acker die Disteln nicht vertilgt [ KU-Schmittw/O]. Dem geheert die ganz Gemark, vom Dieb [ NW-Weish/S]. Du kannscht mich gewanneweisdann siehscht, wu 's Gemark ufheert, Abwandlung des Götzzitats [ GH-Bellh]. a. 1492: darzu den ußmerckern, die dan gutter in dieser gemarcken haben [PfWeist. I 11 (FR-Albsh)]. a 1505: vnd steet eyn born In der gemercke [ KB-Bischh]. a. 1565: hagen vnd jagen alles wiltprets hab die churfurstlichen Pfaltz in Belheimer gemarken [PfWeist. I 94 (GH-Bellh)]. a. 1717: ob einer ... mit vieh, waßerley es wolle, uff unsere gemarkkung nahe, der soll die gemeindestraßen fahren [ebd. I 4 (KU-Adb)]. a. 1736: Otterberger Gemarkt [GdeArch. von KL-Ottbg, Lb. von Otterbach

[Bd. 3, Sp. 187]
u. Sambach 144]. —
2. 'Gemarkungsgrenze, Grenzstein, -zeichen', vgl. Gemarkstein. a. 1485: Item ob jemant dem anndernn stein, zeihenn oder gemerck verruckt, vorttstecket oder außwerff, der hett verbrochenn die hochste buß [PfWeist. II 656 (KU-Glmünchw)]. a. 1553: Darzwischen haben sie ihre stein, alle gemärk und maß [ABlieskst. 45]. 16. Jh.: wenn einer mit seinem Pflug oder mit der Egge ungefährlich einen Markstein oder Gemärk auswirft, so soll er stillhalten und das Gemark wiederum aufstellen [Dimel 45]. a. 1600: und ist diese Heck ein gemarkung oder geloch [Vellmann Wolfst.]. — F.: Der Vokal in der Stammsilbe ist zumeist kurz; Dehnung (meist --) vorn. NPf und VPf. Genus bei Gemark überwiegend f.; n. vorn. VPf. — Südhess. II 1235, 1236; RhWB Rhein. V 877; Bad. II 358.