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 PfWB be-reiten (Bd. 1, Sp. 702)   PfWB be-trinken (Bd. 1, Sp. 747)   PfWB stechkanonen-voll (Bd. 6, Sp. 461) 
   be-reiten schw.:
1. 'bereit machen'. a. 1425: von eyme swin zu slagen vnd zu bereiden in daß salze [LeinArch (Löhne)]. a. 1530: die wingart ... biß zum Herbst zu buwen vnd bereytten [GgHosp-R]. —
2. 'übel zurichten'. Er hot sich beraat, z. B. durch einen Sturz [NPf, verbr. WPf]. Ich hannem sei Dickkopp beräät [ KU-A'glan]. Ich hanne beraat 'tüchtig verhauen' [KU-Rothsbg, verbr. westl. WPf]. 's Kind hot sich beraat 'über und über schmutzig gemacht' [NPf, verbr. WPf Gal]. An dem Wein kammer sich berääre 'arg betrinken' [ KL-Baalbn, KU-Kaulb]. — F.: bərāðə [KU-Kaulb (ält. Gener.) O'alb Gal-Slawitz], bərārə [KU-Kaulb (jüng. Gener.) Rothsbg RO-Würzw], bərdə [Kus], bərǟrə [ KU-Erdb Patb Dietschw], bərēðə [Gal-Dornf u. Umg.]. — RhWB Rhein. VII 283.

 

  be-trinken st.: kein Mundartwort; dafür die Syn.: sich PfWB andudeln, PfWB -rauchen, PfWB -saufen, -schwipsen, PfWB -trinken, -trudeln; sich PfWB bedudeln, PfWB -grasen, PfWB -hauen, PfWB -ledern, PfWB -nebeln, PfWB -reiten, PfWB -rußen, PfWB -sabeln, PfWB -saufen, PfWB -schlagen, PfWB -schnussen, PfWB -seibeln, PfWB -trudeln, PfWB -tutern, -zechen; sich vollsaufen; einen aufladen, bamschen, pfetzen, pitschen, blasen, einbinden, holen, kaufen, laden, machen; einen Bambusch (eine Bamsche) machen; einen über den Durst trinken, einen aufs Stroh legen; eine Katze anbinden; zu tief ins Glas gucken, über die

[Bd. 1, Sp. 748]
Schnur hauen. Syn. für betrunken: blau, teigig, trunken, glasig, knieknackerig, lateinisch, mole, scheckig, schicker, schikorum, schräg, schwarz, schwipsig, selig, stabaus, staubig, wackelig; nicht allein, nicht klar; voll; voll wie eine Bolle (eine Dose, Tüte, Kanone, Krotte, Kuh, Sau, Spritze, Strandhaubitze, ein PfWB Haus, PfWB Krug, PfWB Maihammel, PfWB Stiefel, PfWB Stier, PfWB Zapfen, PfWB tausend Mann); kanonen-, krotten-, spunden-, stechgranaten-, sterngranaten-, strackvoll; angebrütet, -geduselt, -geheitert, -gerudelt, -gesäufelt, -gesäuselt; bediaduselt, -hurmelt, -schaskelt, -schickert, -schmort, -schnuckt, -schokert, -ständert, -stußt; gespritzt, -tönt; versohlt; er hat einen Affen, Anrauchkopf, Ballen, Ballon, Bären, Blauen, Brand, Bausen, Dackel, Dampf(es), Dermel, Duft, Dümmler, Dusel, Hieb, Hormel, Käfer, Knorpel, Rausch, Schikker, Schlag(er), Schweden, Schwips, Spritzer, Stefzen, Stich, Stieber, Storren, Sturm, Sturracks, Suff; eine Bürde, Fahne, Kiste, Rotznase, Schlagseite; ein PfWB Krähenauge, Stößchen; seinen Dampf, Gram; seine Kiste, Ladung, Sachen; sein PfWB Tier, PfWB Grummet, PfWB Heu; er hat einen sitzen (hängen, hocken); er hat die Bätze (Köze, den Kanal) voll; er hat Blei in den Sohlen, einen (Kater) mit Krallen, eine Krotte am Bändel; er hat einen im Tee (im Tüpfen, Giebel, Heft, Kopf, Ohr, in der Krone); er hat einen (auf, bei sich, weg); er hat runde Absätze, das Delirium, die Röteln, genug, es warm; er hat einen (Schweden) heimgetragen, die Wegsteuer verloren, Babbelwasser getrunken, die Füße verbrannt, in den Dreck getreten, sein PfWB Oberstübchen verliehen, schief (schwer) geladen; er ist leicht (schwer) angeschlagen, er findet die Kehre (das Schlüsselloch) nicht mehr, sieht den Himmel für eine Baßgeige an, sieht den Himmel nicht mehr, sieht nicht mehr gerade, geht zu PfWB zweit heim, läuft auf Eiern, kann nicht mehr gerade laufen, hängt im Tee, liegt im Sulper; er wackelt, er spürt es (ihn); ihm langt es (für heute), ihm läuft der Wein aus den Augen heraus, ihn hat es erwischt-.

 

   stechkanonen-voll Adj.: 'volltrunken', stechkanonevoll (ˈdęχkaˈnōnə̩fǫl) [ KU-Schmittw/O Neustdt], -kanune- (-kaˈnūnə-) [ KU-Albess]; Syn. s. PfWB betrinken. Er isch st. [Neustdt].