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 PfWB Benne (Bd. 1, Sp. 698)   DWB benne (Bd. 1, Sp. 1473) 
  Benne f.:
1. 'zweirädriger Korbwagen', Benn [PS-Schönau u. Umg., wo die B. noch um 1900 zur Anfuhr der Holzkohlen für das ehemals pfalz-zweibrückische Eisenwerk verwendet wurde]; vgl. PfWB Kohlenbenne. a. 1625: die Schnidter sollen halb Mann und halb Frauen seyn und ihr Vier ein Bennen haben [Lgb. 52]. —
2. 'großer (geflochtener) Korb'. a. 1537 (Abschr. 1604): der becker soll auch das bakhush in buw halten mit muellen, mit schusellen, mit der benten [SchWeist von RO-Falkst, S. 68]. —
3. 'Rutengeflecht zur Uferbefestigung oder als Ablaufsieb'. a. 1606: Item Meister Gallen dem Zimmermann und Friesen Von der Bennen am Saltzwoge zuemachen vnnd einzulegen [HanLicht. 125, Bl. 49 (PS-Lembg)]. — Das Wort kommt nach Kluge-Mitzka17 von keltisch benna 'zweirädriger Karren mit geflochtenem Korb', das sich nach DWB DWb. I 1473 möglicherweise an binden 'flechten' anschließt; vgl. PfWB Binde. RhWB Rhein. I 615; Saarbr. 24; ElsWB Els. II 50; Bad. I 147.

 

 benne, f. lat. benna, ein korbwagen auf zwei rädern, ein gallisches wort, das die alten Römer aufnahmen, wie sie basterna vielleicht von den Geten borgten (gesch. der d. spr. 461); beide ausdrücke bezeichnen ein bäurisches, geflochtnes fuhrwerk, man vgl. auch DWB banse (sp. 1119) im sinn von krippe, raufe, fischreuse, wie ihn benne gleichfalls kundgibt. näheres bei Ducange s. v. benna und venna, bei Graff 3, 126; Dasyp. 18c benna, ein benn oder karch; Alberus hat benn sirpea und auch sirpea wird erklärt corbis ampla ex viminibus, quae plaustro imponitur. des wortes bedient sich Sebiz öfter, z. b. wagen, kärch, hacken, bennen, schleifen. 31. Schmeller 1, 178 schreibt die bennen und das bennl, bendl, pendl; Stalder 1, 131 bänne, benne; Höfer 2, 315 pen, penl; in Niederdeutschland ist benne auch ein aus weidenruten geflochtner pferch. nnl. ben oder benne, een van teenen gevlochten korf, brodben brotkorb, fruitben fruchtkorb. über die romanischen und keltischen formen s. Diez 1, 80 und Diefenbach celt. 1, 204—207. Erwägt man nun was oben sp. 1115 über die berührung von bannen und binden gesagt wurde und den wechsel zwischen bennl, bendl; so wird es fast wahrscheinlich, dasz schon das keltische benna sich an binden, flechten schlieszt, folglich mit basterna derselben wurzel sein kann. das wort und sein gebrauch reicht, wie der von banse, in hohes alterthum

[Bd. 1, Sp. 1474]
zurück, und die Kelten mögen es von den Deutschen, die Römer von den Kelten empfangen haben.