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 PfWB be-legen (Bd. 1, Sp. 686)   PfWB decken (Bd. 2, Sp. 179)   RhWB beschlagen (Bd. 7, Sp. 1208) 
   be-legen schw.:
1. etwas b., nach dem Schd.
a. einen Weg, den Hof mit Platten b., belee, beleeche (s. F.) [verbr.]; dafür auch (mit Platten) zulegen; vgl. auch PfWB plätteln. —
b. Brot mit Wurst, Fleisch u. dgl. b.; beleechdes Breedl [ PS-Erfw.]; dafür gew. Wurstbrot u. dgl. —
c. einen Platz b.; dafür häufiger PfWB reservieren, PfWB aushalten. —
d. Die Zung is beleet [Kaislt, allg.]; belechde Mandele [ RO-Lohnsf, allg.].
2. ein Muttertier b. lassen 'decken lassen', allg. vom Pferd, vielerorts auch vom Hund, in FR-Bockh auch von der Katze. Die Auslandspfälzer wenden das Wort nur auf das Pferd an. Syn. s. PfWB begatten. — F.: WPf u. NPf allg. lē(ə), oft lējə. Der westl. Teil der mittl. VPf und die südl. VPf sprechen fast allg. leχə; in und um Neustadt sowie am Rhein von LU-Altr bis Germh ist nach Bertram 117 — χ in — — gewandelt (leə). Der östl. Teil der mittl. sowie der nördl. VPf haben leöə; in und um Lu'haf hört man auch legə. Im westl. Teil dieser Gebiete gelten lējə u. lēə. Vgl. Bertram a. a. O. — RhWB Rhein. V 298/99; ElsWB Els. I 573; Bad. I 143.

 

   decken schw.:
1. etwas d., vgl. PfWB abdecken.
a. 's Dach, 's Haus decke (degə), wie schd. [allg.]. Bei denne sin die Haiser noch mit Stroh gedeckt [ Gal-Dornf]. —
b. de Disch d. 'den Tisch d.' [allg.]. Der setzt sich aach gern an de gedeckde Disch [ KL-Kindsb, allg.]. —
c. Zs. PfWB auf-, PfWB um-, PfWB ver-, PfWB zudecken. —
2. 'etwas über oder auf etwas d'.; die Blah 'Plane' iwwer de Waa d. [NPf, allg.]. Deck de Deckel uf die Pann! [ PS-Geisbg, allg.]. Zs. überdecken. —
3. einen d.
a. 'schlagen'. a. 1792: Er hat ihn gedeckt [Klein Prov. 80]; vgl. PfWB deckeln 3 a. Syn. s. PfWB verhauen. —
b. Die Gluck deckt die Hinkelcher 'breitet die Flügel über die Küken' [ NW-Kallstdt]; vgl. PfWB hutscheln. —
c. = PfWB begatten, von Tieren, vorn. vom Pferd (vgl. bes. PfWB belegen, PfWB beschälen) [verbr.], vom Rind (vgl. bes. PfWB rindern, PfWB stieren) [verbr.], von Hund und Katze (vgl. bes. PfWB beschlagen) [verbr.], seltener vom Schwein (vgl. bes. PfWB rollen) [ RO-Dielkch], von der Ziege (vgl. bes. PfWB bocken) [ ZW-Battw], vom Kaninchen (vgl. bes. PfWB rammeln) [ KU-Roßb]. De Hengscht deckt die Stut [KB-Kriegsf, verbr.]. Du muscht die Stut decke losse [verbr.]. —
4. sonstiger, aus der Umgspr. u. der Schriftspr. übernommener Gebrauch.
a. im Ballspiel den Gegner d. 'bewachen'. Du muscht denne besser decke [Kaislt, verbr.]. —
b. im Kartenspiel d. 'die aufgeschlagene Trumpfkarte auf die noch nicht im Spiel befindlichen Karten verkehrt hinlegen' [verbr. SOPf (Nachlaß Heeger)]. Es dürfen dann keine weiteren Karten mehr aufgenommen werden, sondern das Spiel muß mit den Karten, die die Spieler in der Hand haben, zu Ende gespielt werden. —
c. im Geschäftsleben.
α. de Schade d. 'für den Schaden aufkommen' [verbr.]. —
β. Der Scheck is gedeckt, wenn der entsprechende Geldwert auf dem Konto vorhanden ist [Kaislt, verbr.]. —
γ. de Wechsel d. 'bezahlen' [Kaislt, verbr.]. —
d. Part. Perf.
α. gedeckdi Farb, wie schd. [Kaislt, verbr.]. —
β. gedeckter Appelkuche, s. PfWB Apfelkuchen 1, PfWB deckeln 5 b. —
e. Abl. entdecken. Südhess. I 1448/49; Rhein. I. 1299; LothWB Lothr. 82; ElsWB Els. II 669; Bad. I 447/48.

 

 be -schlagen: 1. trans. a. etwas b. α. Geräte b., die erforderlichen Eisenteile auf die dafür bestimmten Holzteile auf- u. annageln Allg.; ein Fass b., mit neuen Reifen Mos. RA.: Dem hon ich mol die Stelze beschlahn! gründlich die Meinung gesagt Rhfrk, Saarl, Merz, Trier, Ahrw-Heimersh. — β.Kalk b., löschen uWupp, NBerg, Klevld. — γ. Reben b., im Laufe des Winters vom Stock geschnitten, in die Erde pflanzen, dass sie sich bewurzeln Ahr. — δ. das Fachwerk des Hauses b., den Lehm zwischen das Holzgeflecht einwerfen OBerg (die Beschläərei).b. einen b. α. ein Spanntier b., ihm Hufeisen aufschlagen Allg. RA.: De Perd, de as (einmal) beschlohn wore, de kenne net mih barwes (barfuss) gohn eine Angewohnheit kann man schlecht lassen May-Trimbs. Mer männt (meint), dir (ihr) wärn frisch beschlah wie de Peər (Pferde), dass ihr so laufen könnt Saarl-Wadgassen. He es beschlage wie ene Heis (Hengst) gut zu Fuss Rheinb-Flamersh. We vel ze renn (rennen) hät, hät och vel ze b. verschleisst viele Schuhe Siegld. Onbeschlage op et Js kommen ohne rechte Mittel u. Vorbildung ins Leben treten Mörs. — β. einen b., ihm einen Bären aufbinden; hat er dich a (auch) so beschlah? Saarbr. — 2. intrans. a. de Fenster sen (u. han sech) b. mit einem Hauch bedeckt u. deshalb undurchsichtig; auch die Zwetschen sen b. mit einem Hauch bedeckt; de Zong es b. die Zunge ist belegt Rip, Allg. — b. got b. sen sich in etwas gut auskennen, gut bei Kasse sein Allg.; den as hannen (hinten) a vir beschlohn er ist reich Bitb; de es em Mong (Munde) b. weiss zu antworten Wermelsk.