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 PfWB be-legen (Bd. 1, Sp. 686)   PfWB be-trügen (Bd. 1, Sp. 749)   PfWB Rauch (Bd. 5, Sp. 402) 
   be-legen schw.:
1. etwas b., nach dem Schd.
a. einen Weg, den Hof mit Platten b., belee, beleeche (s. F.) [verbr.]; dafür auch (mit Platten) zulegen; vgl. auch PfWB plätteln. —
b. Brot mit Wurst, Fleisch u. dgl. b.; beleechdes Breedl [ PS-Erfw.]; dafür gew. Wurstbrot u. dgl. —
c. einen Platz b.; dafür häufiger PfWB reservieren, PfWB aushalten. —
d. Die Zung is beleet [Kaislt, allg.]; belechde Mandele [ RO-Lohnsf, allg.].
2. ein Muttertier b. lassen 'decken lassen', allg. vom Pferd, vielerorts auch vom Hund, in FR-Bockh auch von der Katze. Die Auslandspfälzer wenden das Wort nur auf das Pferd an. Syn. s. PfWB begatten. — F.: WPf u. NPf allg. lē(ə), oft lējə. Der westl. Teil der mittl. VPf und die südl. VPf sprechen fast allg. leχə; in und um Neustadt sowie am Rhein von LU-Altr bis Germh ist nach Bertram 117 — χ in — — gewandelt (leə). Der östl. Teil der mittl. sowie der nördl. VPf haben leöə; in und um Lu'haf hört man auch legə. Im westl. Teil dieser Gebiete gelten lējə u. lēə. Vgl. Bertram a. a. O. — RhWB Rhein. V 298/99; ElsWB Els. I 573; Bad. I 143.

 

   be-trügen st.: wie schd., betrie, -trije, -triche, -trige, s. F. [allg.]. Met dem Gaul bischde bescheß un betroo 'doppelt betrogen' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Die Leit wolle betroge sei [Fogel Prov. Penns 108]. VR.: Hoscht dei Bindel ufgepiddelt un bischt heemgetriddelt; werrscht Mutter un Vatter onlie un die Kih im Stall betrie — riefen die Buben in Neu-Chrusno (Galizien) den Mädchen zu, die mit einem zu kleinen Grasbündel heimgingen. Syn.: PfWB abrahmen, PfWB anschwindeln, auf den Apfel setzen, ausschmieren, bäen, balbieren (über den Löffel); PfWB bedudeln, PfWB -gockeln, PfWB -gocksen, PfWB -gumpeln, PfWB -kohlen, PfWB -kümmeln, PfWB -luchsen, PfWB -mogeln, PfWB -rußen, PfWB -scheißen, PfWB -schmuggeln, PfWB -schummeln, PfWB -schwindeln, PfWB -tappeln, PfWB -token, PfWB -toren, PfWB -treiben (Beschiß), -tuppen; PfWB Beschiß treiben, petschieren, pinseln, prellen, pritschen, Bündel aufhängen, drankriegen, drüberziehen; einlacken, -seifen, -wickeln; foppen, führen (hinters Licht), gocksen, halten (zum besten), hauen (übers Ohr); PfWB hereinlacken, PfWB -legen, PfWB -schmieren; PfWB herumführen (an der Nase), PfWB -schmieren; PfWB hineinlegen, -tunken; PfWB hintenherummachen; PfWB hinterführen, PfWB -gehen, PfWB -kommen; PfWB holen, PfWB kohlen, PfWB lackieren; PfWB machen, PfWB schwarz (weiß) machen; Fisimatenten (Kuschemucke, Rauch in den Sack, Schikanen, Mengenges, Schmu, Schwindel, Unterschlagung) machen; mauscheln, mogeln, muscheln, mutscheln, neppen, rasieren, Säcke voll geben, schieben, schikanieren, Rotz an die Backen schmieren, Haare schneiden, Schnippchen schlagen, schwindeln, schummeln, streichen, Sand in die Augen streuen; überfordern, -tölpeln, -vorteilen; mit Schikanen umgehen; vergocksen, -goschen, -kohlen, -rußen, -wischen, -witschen; blauen Dunst vormachen, Kappe übers Ohr ziehen, Augen zuschmieren. F.: bədrīə und -drījə [WPf nördl. u. teilweise mittl. VPf (bezügl. der letzteren s. Bertram 116 ff.)], -drixə [mittl. u. südl. VPf Ostteil von PS], -driöə [nördl. Teil der mittl. VPf (vgl. Bertram 118, § 203)], -drigə [verbr. LU]. Part. Perf.: bədrō, -droxə, -droöə, -drogə (die Verbr. entspricht ungefähr derjenigen der Inf.-Formen in der oben aufgeführten Reihenfolge). — RhWB Rhein. VIII 1410; Bad. I 170.

 

   Rauch m.:
1.
a. wie schd., Raach (rāx, rx) [verbr. WPf NPf (außer nördl. u. östl. Teil) nördl. Hälfte u. äußerster S der VPf, Christmann Kaulb 24 Mang 133, 134 Müller Dietschw 55 Schneckenburger 31 Höh 62 Otterstetter 71, verbr. Don Gal Buch Rußl], Raag [ KU-Reiffb], Raaich (rāiχ) [mancherorts östl. NPf (Heeger Nachl.) PfId. 112 Krämer Gal 172], Rääch (rχ) [verbr. südl. Hälfte der VPf (außer äußerster S) O-PS RO-Als], Rääch u. Raach [ LA-Venn], Rääich (riχ) [ RO-O'hs O'mosch Unkb]; Zs.: PfWB Kohlenrauch; e starker (dichter, dicker, schworzer) R. [PS-Erfw, verbr.]. De R. kommt aus em Schornschde [ KU-Diedk]. Die War geht wie R. 'ist schnell vergriffen' [ ZW-Bechhf KL-Stelzbg], geht weg wie R. [verbr. Don Gal Buch Rußl]. Sein Geld verschwindt (vergeht) wie R. [ BZ-Dernb], geht fort wie R. [ NW-Gimmdg]. RA.: Mach mer kä R. in de Sack! 'Mache mir nichts vor!' [Kaislt Pirmas Thielen So rerre mer 102], in die Kich! dass. [Zweibr NW-Freinsh]; vgl. PfWB betrügen. SprW.: Wu R. is, is aa Feier [NW-Freinsh, verbr. (mit Var.), auch Don Gal Buch]. Es gebbt ke Haus ohne R. 'ohne Streit' [PS-Saalstdt, verbr. Don Gal Buch]. WR.: Wann de R. grad geht (steit), gebbt's scheen Werrer; wann er fallt, gebbt's Re'ewerrer [ZW-Stamb, verbr., PfL 10. 12. 1927]. Spruch, wenn der Ofen raucht: Raach, geh zum Scharnschde enaus, beiß der Katz die Aawe (Augen) aus! [ KU-Kaulb]. Rätsel vom R.: 's geht die Schdää (Steige) enaus un tappt net; auch: 's lääft was die Schdää 'nuff, uhne Kobb un uhne Fieß [Hebel 116]. 's geht eppes in der Stub rum un macht zum Finschter naus und: 's geht iwwer de Bach un werd net naß [ Rußl-Worms]. 16. Jh.: soll kommen der glöckner und bringen ein fauer ohn rauch [PfWeist. 512 (RO-Finkb)]. — Im bes. α. 'Tabaksqualm' [verbr.]; Zs.: PfWB Tabaks-, PfWB Zigarrenrauch; Syn. s. PfWB Dampf 3. Der macht en R. [ LA-Wollmh], e R. as wann (wie wann) en armer Mann backt [ PS-Erfw, KU-Bechb]. —
β. 'R. in der Räucherkammer'; vgl. PfWB Rauche. 's Flääsch muß in de R. [LA-Impfl], muß mer in de R. hängke [ KB-Kerzh]. —
γ. Zs.: PfWB Weihrauch. —
b. 'Kochdunst', Rääch [ BZ-Wind]; vgl. PfWB Dunst1. —
c. Zs.: PfWB Herauch. —
2. 'Herd, Feuerstelle'. a. 1465-70: vnd were es das zwee Hußgesesse vnder einem Dache sessen, vnd hielten zween Reuche, die sollen zwey hune ... geben, vnd hielten sie einen

[Bd. 5, Sp. 403]
Rauche, so sollen sie ein Hune geben [Spey-Hochst. Lgb. NW-Lambr, Bl. 41]; vgl. PfWB Rauchhuhn. —
3. übertr.
a. 'Zorn', Raach [ ZW-Lambsbn]; vgl. PfWB Roges. —
b. Zs.: PfWB Erd-, PfWB Weihrauch. — Mhd. rouch m. 'Dampf, Dunst, Herd' ( Lexer Lexer II 512/13). — Südhess. IV 1260/61; RhWB Rhein. VII 152/53; LothWB Lothr. 398; ElsWB Els. II 222.