be-legen schw.: 1. etwas b., nach dem Schd. a. einen Weg, den Hof mit Platten b., belee, beleeche (s. F.) [verbr.]; dafür auch (mit Platten) zulegen; vgl. auch PfWB plätteln. — b. Brot mit Wurst, Fleisch u. dgl. b.; beleechdes Breedl [ PS-Erfw.]; dafür gew. Wurstbrot u. dgl. — c. einen Platz b.; dafür häufiger PfWB reservieren, PfWB aushalten. — d. Die Zung is beleet [Kaislt, allg.]; belechde Mandele [ RO-Lohnsf, allg.]. 2. ein Muttertier b. lassen 'decken lassen', allg. vom Pferd, vielerorts auch vom Hund, in FR-Bockh auch von der Katze. Die Auslandspfälzer wenden das Wort nur auf das Pferd an. Syn. s. PfWB begatten. — F.: WPf u. NPf allg. lē(ə), oft lējə. Der westl. Teil der mittl. VPf und die südl. VPf sprechen fast allg. leχə; in und um Neustadt sowie am Rhein von LU-Altr bis Germh ist nach Bertram 117 — χ in — — gewandelt (leə). Der östl. Teil der mittl. sowie der nördl. VPf haben leöə; in und um Lu'haf hört man auch legə. Im westl. Teil dieser Gebiete gelten lējə u. lēə. Vgl. Bertram a. a. O. — RhWB Rhein. V 298/99; ElsWB Els. I 573; Bad. I 143. | | be-trügen st.: wie schd., betrie, -trije, -triche, -trige, s. F. [allg.]. Met dem Gaul bischde bescheß un betroo 'doppelt betrogen' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Die Leit wolle betroge sei [Fogel Prov. Penns 108]. VR.: Hoscht dei Bindel ufgepiddelt un bischt heemgetriddelt; werrscht Mutter un Vatter onlie un die Kih im Stall betrie — riefen die Buben in Neu-Chrusno (Galizien) den Mädchen zu, die mit einem zu kleinen Grasbündel heimgingen. Syn.: PfWB abrahmen, PfWB anschwindeln, auf den Apfel setzen, ausschmieren, bäen, balbieren (über den Löffel); PfWB bedudeln, PfWB -gockeln, PfWB -gocksen, PfWB -gumpeln, PfWB -kohlen, PfWB -kümmeln, PfWB -luchsen, PfWB -mogeln, PfWB -rußen, PfWB -scheißen, PfWB -schmuggeln, PfWB -schummeln, PfWB -schwindeln, PfWB -tappeln, PfWB -token, PfWB -toren, PfWB -treiben (Beschiß), -tuppen; PfWB Beschiß treiben, petschieren, pinseln, prellen, pritschen, Bündel aufhängen, drankriegen, drüberziehen; einlacken, -seifen, -wickeln; foppen, führen (hinters Licht), gocksen, halten (zum besten), hauen (übers Ohr); PfWB hereinlacken, PfWB -legen, PfWB -schmieren; PfWB herumführen (an der Nase), PfWB -schmieren; PfWB hineinlegen, -tunken; PfWB hintenherummachen; PfWB hinterführen, PfWB -gehen, PfWB -kommen; PfWB holen, PfWB kohlen, PfWB lackieren; PfWB machen, PfWB schwarz (weiß) machen; Fisimatenten (Kuschemucke, Rauch in den Sack, Schikanen, Mengenges, Schmu, Schwindel, Unterschlagung) machen; mauscheln, mogeln, muscheln, mutscheln, neppen, rasieren, Säcke voll geben, schieben, schikanieren, Rotz an die Backen schmieren, Haare schneiden, Schnippchen schlagen, schwindeln, schummeln, streichen, Sand in die Augen streuen; überfordern, -tölpeln, -vorteilen; mit Schikanen umgehen; vergocksen, -goschen, -kohlen, -rußen, -wischen, -witschen; blauen Dunst vormachen, Kappe übers Ohr ziehen, Augen zuschmieren. — F.: bədrīə und -drījə [WPf nördl. u. teilweise mittl. VPf (bezügl. der letzteren s. Bertram 116 ff.)], -drixə [mittl. u. südl. VPf Ostteil von PS], -driöə [nördl. Teil der mittl. VPf (vgl. Bertram 118, § 203)], -drigə [verbr. LU]. Part. Perf.: bədrō, -droxə, -droöə, -drogə (die Verbr. entspricht ungefähr derjenigen der Inf.-Formen in der oben aufgeführten Reihenfolge). — RhWB Rhein. VIII 1410; Bad. I 170. | | aus-schmieren schw.: 1. gegenst. 'schmierend (eine Ritze, einen Spalt) ausfüllen' [verbr.], auch die Wand ausschmeere 'das Fachwerk (etwa der Stallwand) mit Lehm a.' [verbr. Gal]. — 2. übertr. 'betrügen, täuschen, beschwindeln'. Er hot se ausgschmiert (-geschmeert) 'hat sich zu einem verabredeten Stelldichein nicht eingefunden', auch 'hat sie sitzen lassen' [verbr., bes. VPf, ohne Auslandspfälzer]; dafür auch PfWB anschmieren. Syn. s. PfWB betrügen. — RhWB Rhein. VII 1492; Schwäb. I 510. |