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 PfWB bei-einander (Bd. 1, Sp. 663)   PfWB all (Bd. 1, Sp. 162) 
   bei-einander, -einandAdv.:
1. alleinstehend in Grußformeln, Gundach (Gumorje, Gunacht) beinanner 'alle zusammen' [verbr.], Adchee b. [HB-Nd'gailb, verbr.]. Gude Abeditt beinḁnner [ IB-Ensh].
2. in Verb. mit Verben.
a. mit sein.
α. Am annere Morge (war) 's halb Derfel beinand 'versammelt' [Kunrädel 116]. —
β. Der is noch gut b. 'ist noch rüstig und gesund' [verbr.]. Das Faß isch gut b. 'dicht' [ FR-Beindh]. —
b. mit haben. Er hot des Geld noch nit beinand 'beisammen' [GH-Schwegh, verbr.]. RA.: Er hot se (die fünf Sinne) net all beinanner 'Er ist verrückt' [RO-Kalkof, verbr.]; vgl. PfWB all 2 b. —
c. mit anderen Verben, wie z. B. bleiben, gehen, halten, hocken, stehen. Volksgl.: Wanns me Paar uf die Räder schneet uf der Hochzichdag, bleiwe sie net beinanner [Fogel Beliefs Penns Nr. 222]. SprW.: Esse un Trinke halt Leib un Seel b. [verbr. Gal]. Alle Dag hann se em Wenter beienanner gehockt [WPf (PfId. 177)]. Sie stehn b., von Liebenden [verbr.]. — Zu allen aufgeführten Verwendungen vgl. PfWB beisammen. — F.: baiənanər, baiənḁnər, u. bainanər, bainḁnər; -ḁ- und -a- wie in an Präpos. Die lothr. SWPf hat binanər. Die Form bainand ist wohl bayerischer Herkunft. — RhWB Rhein. II 75/76; Bad. I 138.

 

   all:
I. Pron. u. Num.
1. Sing.
a. 'ganz, vollständig'.
α. dekliniert.
αα. mit aller Gewalt u. ä. [allg.]. - -
ββ. Neutrum alles: das alles, mei alles [allg.]. —
β. undekliniert.
αα. als nachgestelltes Attrib. der Staat all, von etwas Schönem [verbr.]. - -
ββ. vor Art. u. Pron.: all das viele Geld, all sei Hab un Gut [allg.]. Mhd. allez; a. 1291: vnd verzihen ... offe allez daz recht [OttbgUrk. 193]. —
b. 'jeder'.
α. attrib.: alle. 's is net alle Da(g) Kerb [WPf, allg.]. —
β. sonst: alles. Wann die Ajer mol ufschlaan, dann kreischt glei alles [Kaislt, allg.]. 's is mer alles egal [allg.]. Er hot ne alles gehaaß, was Gott verbott hot 'gab ihm alle Schimpfnamen' [KU-Kaulb, verbr. WPf]. Vum Keller bes zum Speicher 'Dachboden', heert alles, alles meer! [Christmann Grummet 55]. Um alles in de Welt net! 'unter keiner Bedingung' [allg.]. —
2. Pl. 'alle'.
a. attrib. alle. Das spielt in alle Farwe [allg.]. SprW.: In de Nacht sin alle Kih schwarz [verbr.]. Alle neine, beim Kegelspiel [allg.]. Für: alle Äpfel (sind verfault) gilt zumeist alle Äppel [vorn. VPf, SPf, seltener WPf], alli Ä. [ PS-Schönau], all die Ä. [vorn. WPf, NPf, seltener VPf], die Ä. all [verbr. SPf]; vgl. auch PfWB allegar, PfWB allemiteinander. a. 1357: all die gebure [PfWeist. I 55 (HB-Alth)]. Daß mer das Reemerpack ver-

[Bd. 1, Sp. 163]
schla't Un all die Kerl zum Deiwel ja't [Münch Weltgesch. 42]. —
b. sonst: all. All waren do [allg.]. a. 1553: ... ob sie alle da sein [ABlieskst 99]. Er hot se nimme (nemme) all (die Sinne) 'Er ist verrückt' [verbr. WPf NPf]. —
3. prädik.
a. als Aussage: alles: Des isch noch lang nit alles [mittl. VPf, allg.]. —
b. als Aussageelipse 'zu Ende sein', 's Geld es all [westl. WPf, allg.]. Jetz is dei Suppche allall, Ammensprache [WPf, allg.]. —
II. als Beisatz gew. all. Die Leit sein heit all ufm Feld [NPf, verbr.]; ... alli ... [ PS-Schönau Hirschth]. —
III. Adv. als (< mhd. allez) 'immer, manchmal, einstweilen', s. PfWB als,
IV. Subst. Alles, s. d. — F.: al Pl. alə [verbr.], ḁl Pl. ḁlə [verbr. vorn. westl. NPf nördl. WPf SOPf]. — RhWB Rhein. I 95 ff.; Saarbr. 5; Bad. I 30.