beide Num.: wie schd., bd u. bēd [SOPf (G. Heegers Nachlaß)], beed [Lambert Penns 24], beede [lothr. SWPf (Nachlaß Ph. Keiper)]; vgl. PfWB allebeide. a. 1305: Des hat er sich ervaren von beden siten kuntschaft [Ottbg Urkb. 264]. a. 1512?: (wenn) sie aber bede wont (verwundet) werent [PfWeist. I 468 (KU-Eßw)]. a. 1602: beedes [aus alten Akten in LU-Assh]. — RhWB Rhein. I 580/81; Bad. I 138. | | alle-beide a·l.əbē:d (-:-), –be, –be usf. (s. S.); doch meist und daneben a·l.əbē:ts; SNfrk unter Kürzung des ē z. B. a·l.əbē: neben -bets Erk-Körrenz; a·l.əbe·i. neben -bets Kemp-SHubert; aləbi neben -bęts Mörs-Friemersh; a·l.ərbęts Jül-Tetz Zahladv.: beide, der eine und der andere. 1. substantivisch, meist mit Hinzufügung von sə, ȳr, mər. Se häbben allebei et Loəve gruet nöddeg Nfrk. Die hant se allebeds getrocke krege Rip. Du bes geck en du net luəs (schlau), da schnuvve für (wir) allebeids us eng Duəs wir haben uns gegenseitig nichts vorzuwerfen Aach. Wenn eng Hangk de anger wescht, dann weəde se allebegs reng Monsch. — 2. adjekt. Met allebedse Häng. Met allebedse Ben en de Freud heren! Rip. — Im Nfrk tritt der Artikel zwischen a. und Subst. Hej kann sek gut helpen, hej kann met allebeds de Hänn an de Fott kommen Mörs-Neuk. Im Nom. u. Acc. kann a. allg. auch. nachgestellt werden. Ech hammer de Häng [Bd. 1, Sp. 115]
allebeds verbrangk Rip. — A. wird häufiger angewandt als beide, viele MA. kennen nur die Form auf –s. | | RhWB beide |
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