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 PfWB be-gatten (Bd. 1, Sp. 651)   PfWB rammeln (Bd. 5, Sp. 359)   PfWB decken (Bd. 2, Sp. 179) 
  be-gatten ungebräuchlich. Syn. (vom Tier): pecken, picken, belegen, beschälen, beschlagen, bespringen, bocken, decken, eiern, gockeln, göckeln, hurren, kaubeln, mausen, rammeln, reihern, reiten, rindern, rollen, sprengen, springen, steigen, stieren, traten, treten, vögeln, zulassen.

 

   rammeln, rämmelnschw.:
1. = PfWB begatten, meist von Hunden, seltener von Katzen, Hasen, derb auch vom Menschen, rammele [PS-Heltbg, mancherorts WPf NPf Thielen 90], rammle [NW-Niedkch, mancherorts VPf Kaislt Gal-Hohenbach], rämmle [ BZ-Dernb Gal-Dornf], remmele [ BZ-Gossw], remmle [GH-Minf Mang 90 Don-Schowe Torscha]. Er hat se gerammelt [Kaislt]. —
2. 'stoßen', remmele [ KL-Olsbr Rodb]; Zs.: PfWB abrammeln. —
3. vgl. PfWB verrammeln. — Südhess. IV 1199; RhWB Rhein. VII 57; LothWB Lothr. 400; ElsWB Els. II 254.

 

   decken schw.:
1. etwas d., vgl. PfWB abdecken.
a. 's Dach, 's Haus decke (degə), wie schd. [allg.]. Bei denne sin die Haiser noch mit Stroh gedeckt [ Gal-Dornf]. —
b. de Disch d. 'den Tisch d.' [allg.]. Der setzt sich aach gern an de gedeckde Disch [ KL-Kindsb, allg.]. —
c. Zs. PfWB auf-, PfWB um-, PfWB ver-, PfWB zudecken. —
2. 'etwas über oder auf etwas d'.; die Blah 'Plane' iwwer de Waa d. [NPf, allg.]. Deck de Deckel uf die Pann! [ PS-Geisbg, allg.]. Zs. überdecken. —
3. einen d.
a. 'schlagen'. a. 1792: Er hat ihn gedeckt [Klein Prov. 80]; vgl. PfWB deckeln 3 a. Syn. s. PfWB verhauen. —
b. Die Gluck deckt die Hinkelcher 'breitet die Flügel über die Küken' [ NW-Kallstdt]; vgl. PfWB hutscheln. —
c. = PfWB begatten, von Tieren, vorn. vom Pferd (vgl. bes. PfWB belegen, PfWB beschälen) [verbr.], vom Rind (vgl. bes. PfWB rindern, PfWB stieren) [verbr.], von Hund und Katze (vgl. bes. PfWB beschlagen) [verbr.], seltener vom Schwein (vgl. bes. PfWB rollen) [ RO-Dielkch], von der Ziege (vgl. bes. PfWB bocken) [ ZW-Battw], vom Kaninchen (vgl. bes. PfWB rammeln) [ KU-Roßb]. De Hengscht deckt die Stut [KB-Kriegsf, verbr.]. Du muscht die Stut decke losse [verbr.]. —
4. sonstiger, aus der Umgspr. u. der Schriftspr. übernommener Gebrauch.
a. im Ballspiel den Gegner d. 'bewachen'. Du muscht denne besser decke [Kaislt, verbr.]. —
b. im Kartenspiel d. 'die aufgeschlagene Trumpfkarte auf die noch nicht im Spiel befindlichen Karten verkehrt hinlegen' [verbr. SOPf (Nachlaß Heeger)]. Es dürfen dann keine weiteren Karten mehr aufgenommen werden, sondern das Spiel muß mit den Karten, die die Spieler in der Hand haben, zu Ende gespielt werden. —
c. im Geschäftsleben.
α. de Schade d. 'für den Schaden aufkommen' [verbr.]. —
β. Der Scheck is gedeckt, wenn der entsprechende Geldwert auf dem Konto vorhanden ist [Kaislt, verbr.]. —
γ. de Wechsel d. 'bezahlen' [Kaislt, verbr.]. —
d. Part. Perf.
α. gedeckdi Farb, wie schd. [Kaislt, verbr.]. —
β. gedeckter Appelkuche, s. PfWB Apfelkuchen 1, PfWB deckeln 5 b. —
e. Abl. entdecken. Südhess. I 1448/49; Rhein. I. 1299; LothWB Lothr. 82; ElsWB Els. II 669; Bad. I 447/48.