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 PfWB be-däumeln (Bd. 1, Sp. 646)   PfWB be-rühren (Bd. 1, Sp. 717)   PfWB tippeln (Bd. 2, Sp. 294) 
   be-däumeln schw.:
1. 'anfühlen', bedeimele (bədaimələ) [ KU-Odb]; vgl. PfWB anfingern; Syn. s. PfWB berühren. —
2. 'betrügen'. a. 1792: Er läßt sich bedäumeln [Klein Prov. 43]. — RhWB Rhein. I 1294.

 

  be-rühren schw.: in echter Mda. ungebräuchlich; dafür PfWB anregen, PfWB anrühren. Syn.: PfWB anfassen, -fingern, PfWB -fühlen, PfWB -greifen, -knutschen, PfWB -langen, -regen, PfWB -rühren, PfWB -täpeln, -tapern, -tapschen, -tapsen, -tasten, -tätscheln, -tatschen, -tupfen, -tupfsen; PfWB bedäumeln, PfWB -fühlen, -tasten; PfWB tasten, PfWB tippen, dran-, PfWB hinlangen, PfWB rühren. In den städtischen Kreisen sind Wendungen zu hören wie: Er hot das nit berihrt 'erwähnt', Des berihrt mich gar nit 'geht mich nichts an' [VPf, allg.]. RhWB Rhein. VII 590/91; Bad. I 154.

 

   tippeln1 schw.:
1.
a. 'zu Fuß gehen', bes. in der Sprache der Handwerksburschen, dippele (dibələ) [verbr. vorn. NPf]. Zs. PfWB herumtippeln. Syn. s. PfWB gehen. Do kummt er gedippelt [ FR-Grünstdt]. Un stolz wie 's Löbche dippel ich vun danne [Kühn Hamet 19]. Er isch zwää Stunn bis hääm gedippelt [ LA-Edk]. Mir wollen dipple dorch Wald un Feld [Hartmann Teemaschin 27]. —
b. 'wandern, über eine größere Strecke nach einem bestimmten Ziel zügig gehen' [verbr.]; vgl. PfWB posten, PfWB marschieren. Er is uf Neistadt gedippelt [ NW-Haßl]. Do kann mer awwer dippele, wenn der Weg weit ist [ ZW-Ernstw]. Do sinn gedippelt unn geposcht veel Pälzer Leit weit, weit noh Oschd (nach Osteuropa) [Christmann Grummet 31]. Mit Betonung des schnellen Tempos: Die hän de Bodde unner die Fiß genumm un sin gedippelt [Krieger 40]. Wann de den Weg in ääner Stunn mache willscht, do muschd awwer dipple [ZW-Battw, verbr.]. —
c. 'mit kleinen, raschen Schritten gehen', dippele [verbr. NPf KL-Lind Zweibr PS-Hintwdth SP-Heiligst BZ-Dernb], tippele [ KU-Dietschw]; vgl. PfWB trippeln, PfWB täppeln, PfWB fußeln. Zs. PfWB antippeln. Was dapper dippelt se vun danne, grad wie e Wachtel laaft se anne [Kühn Palz 32]. —
d. 'bettelnd umherziehen' [ GH-Nd'lustdt LU-Alsh]. —
2. 'in regelmäßiger Bewegung sein'. Siegschte, meiner (mein Kreisel) dippelt besser; deiner hoppelt, daß 's eem graust [Feierowend Nr. 11/1958]. — Nach Wolf Nr. 5833 eine Mischbildung aus trippeln und PfWB tippen 'leicht anstoßen', »da rotw. stoßen 'betteln' (s. o. Bed. 1 d) bedeutet«. — Südhess. I 1499, 1535/36; RhWB Rhein. I 1332 dippeln 2, VIII 1197 tippeln 2 d; Bad. I 485.