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 PfWB päzen (Bd. 1, Sp. 642)   PfWB pferdsen (Bd. 1, Sp. 821)   PfWB päzen (Bd. 1, Sp. 642) 
   päzen schw.: 'quälen'. 's peezt mich 'Mir ist nicht wohl' [ RO-Messbhf]; vgl. PfWB perzen. — Abl. aus Päze.RhWB Rhein. VI 591.

 

  pferdsen schw.: einen p. 'plagen, quälen, peinigen', eigentl. 'wie ein Pferd schinden', perze (pǟrdsə, päÄrdsə usw., s. PfWB Pferd) [allg., ohne Penns Don (außer Don-Torscha) Gal Buch]; vgl. PfWB päzen. Der perzt mich bis ufs Blut [RO-Dielkch, verbr.]. Abgeschwächt kann das Wort auch 'necken, foppen' bedeuten: met äim perze 'ein Mädchen mit einem Burschen necken' [KU-Schmittw/O, verbr.]. — Das Wort ist von Pferd abgeleitet, wie hunze (s. PfWB hunzen, eigentl. hundsen) von Hund. Für diese Herleitung spricht auch die Form: Anlaut (behauchtes p) und Stammselbstlaut stimmen bei Herkunftswort und Ableitung vollkommen miteinander überein. Seinen Ausgang nahm das Wort im »Pferd« -Gebiet (s. K. 39). Von dort verbreitete es sich auch in solchen Gebieten der Pfalz, die das Mundartwort Perd nicht kennen. Dies dürfte, wie das Fehlen des Wortes bei den Auslandspfälzern vermuten läßt, in der Zeit nach 1800 geschehen sein. Dem widerspricht der Beleg aus Don-Torscha nicht, weil bei den Donaupfälzern das den Galizien- und Buchenlandpfälzern fast vollständig fehlende sprachliche Erbgut des westpfälzisch-moselfränkischen Gebietes verhältnismäßig stark ist. — RhWB Rhein. VI 742; LothWB Lothr. 36 (andere Bed.); Mainz 168; Nass. 202 pärzen.

 

   päzen schw.: 'quälen'. 's peezt mich 'Mir ist nicht wohl' [ RO-Messbhf]; vgl. PfWB perzen. — Abl. aus Päze.RhWB Rhein. VI 591.