Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB Batzen (Bd. 1, Sp. 608)   NRhWB Batzen I (Bd. 9, Sp. 984)   DWB batze (Bd. 1, Sp. 1160) 
   Batzen1 m.: 'Klumpen, dickes Stück'; e Batze (badsə) Dreck 'kleiner Dreckklumpen', z. B. an den Kleidern [Kaislt, allg.]; vgl. PfWB Dreckbatzen, PfWB Batzenhafen; e. B. Flaasch [KU-Kaulb, verbr.]. Dim. Bätzlche 'Stückchen' [ Don-Tscherw]. Hierher gehört vielleicht auch Bäizl (bęidsl) 'kleiner Klicker' [ LA-Nußd]. — Aus batzen 'kleben' (< mhd. backezen). — RhWB Rhein. I 508.

 

  RhWB Batzen I m.: dazu 5. Neckn. derer von Ottw-Elversbg; Elmerschberger B., reide off de Katze, reide off de Sohle, de Deiwel soll se hole!

 

 batze, m. massa, gleba, klumpe, was aus dem weichen erhärtet, geronnen ist und zusammen klebt, ohne zweifel von backen 2 herzuleiten, wie gutzen von gucken, gatzern von gackern u. s. w. man sagt mehlbatze, leimbatze, eiterbatze, rotzbatze, speibatze, augenbatze (was augenbutter, augenkäse) und nennt die klebrige, aus zerquetschten thieren oder pflanzen vortretende materie batz: ich drücke dich, dasz dir der batz ausgeht; er hat den wurm getreten, dasz ihm der batz herausgegangen ist; er friszt, dasz ihm der batz abrinnt; die birne ist teig, ich habe sie zu einem batz zerdrückt (Schmeller 1, 228). jungfraw mon bringet so schöne, kalte wetterlinge, unfläter, grindbatzen. Fischart groszm. 94; ja von solchen dreckbatzen, kruckäntlein, kotäntlein, muckenscheiszerlein, hafenguckerlein. Garg. 40b; der naturlich mensch, der in der schrift ein verderbter batz wird genent. Frank baum des wissens 125; weisz fast wol, dasz wir alle gleich Adams kinder seind ein verderbter batz, ja all wol wasser an einer stangen tragen. weltb. vorr. a 4b; wir seind all ein verderbter batz ausz Adam, die nichts dann die hell verdienen, ausz demselben verflchten kotbatzen seind ausz genaden etlich geschirr z ehren gemacht. guldin arch 210a; gott wird all menschen auf ein haufen durch sein wort nicht desto weniger, wie sie sind, ein verderbten batzen, vasz des zorns, thorecht und gotlos nennen. paradoxa 37b; dann was ist das fleisch, dann ein pfütz, instrument, häfel und patz der sünd? 66b. in den hohen öfen heiszt ein stück lehm oder leim zum verkleben des lochs im tümpel der batze. batze, dreckbatze eine schelte der vornehmen gegen handwerksgesellen, sonst broz, handwerksbroz. Man könnte nun auch vermuten, dasz die kleine am finger klebende münze, weil aus heiszem silber gebacken, batze genannt worden sei, und vielleicht verdient diese herleitung den vorzug vor der andern aus dem Berner bären.